Es läuft wieder

Ich habe, sehr zu meiner Freude, tatsächlich wieder „hineingefunden“. Zur Zeit lese ich die 3. Kurseinheit zu Kurs 03505 | Alteuropäische Schriftkultur (Vom inschriftlichen Monument zum Holztäfelchen: Politischer und privater Schriftgebrauch in der Antike) mit sehr großem Interesse und Enthusiasmus und – was mich am meisten freut – sogar eine Idee zu einem Hausarbeitsthema beginnt sich langsam in meinem Kopf herauszukristallisieren. Sehr vage noch… aber allein das ist schon mehr, als sich in meinem Kopf diesbezüglich in den letzten 3 Semestern getan hat – und darüber freue ich mich sehr.

Aber das sei nur am Rande erwähnt… eigentlich wollte ich heute diesen Artikel teilen, der mir vorhin in meinem Facebook-Newsfeed entgegengehüpft ist:

Der Artikel/das Interview mit dem Leiter des Zentrums für Fernstudien an der JKU Linz richtet sich wohl an alle, die über die Machbarkeit und/oder den Wert eines Fernstudiums im Vergleich zum Abschluss auf einer Präsenzuni nachdenken. Aus persönlicher Erfahrung kann ich jedenfalls anmerken, dass sich die gemachten Aussagen zum Thema Arbeits- und Zeitaufwand, sowie zur notwendigen Selbstdisziplin und Selbstorganisation absolut mit der Realität decken, wenn man im Fernstudium erfolgreich sein möchte. Durchaus lesenswert, also.

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Phoenix aus der Asche…

Da mein letzter Eintrag hier mittlerweile ein Jahr und zwei Wochen in der Vergangenheit liegt und sich – sehr zu meiner Freude – in der Zwischenzeit einige meiner Leser nach meiner Befindlichkeit und/oder dem Status meines Fernstudiums erkundigt haben, schulde ich hier vermutlich tatsächlich ein kurzes „Statusupdate“.

Ja, mein Studium ist nun drei Semester lang völlig brach gelegen. Das ist schlimm – klar. Schlimmer sind natürlich die Gründe dafür… die definitiv diesmal nicht in meiner Faulheit oder Motivationslosigkeit zu verorten sind. Tatsache ist, dass vor mittlerweile einem Jahr meine Ehe nach zehn Jahren in die Brüche gegangen ist – und dass so ein Kataklysmus, so notwendig er auch war, nicht spurlos an einem vorübergehen kann, erklärt sich von selbst. Es galt erstmal, das Leben neu zu sortieren, bzw. schlicht und einfach den Alltag alleine mit zwei Kindern „auf die Reihe“ zu bekommen – und in diesem modus operandi gab es keine emotionalen, zeitlichen oder intellektuellen Reserven für soetwas wie ein Studium. Nicht „lebensnotwendige“ Aktivitäten mussten gnadenlos aus dem Alltag gestrichen werden – frei nach dem Motto something’s gotta give.

Entsprechend habe ich kein schlechtes Gewissen in irgendeiner Form, Zeit unnötig verschwendet zu haben (- wie ich es im Semester nach L1 leider sehr wohl getan habe), da ich die Unausweichlichkeit dieser situationsbedingten Zwangspause durchaus anerkenne und mir selbst auch zugestehe. Immerhin das Präsenzseminar Aus Liebe zum Führer: Emotionen und die Geschichte des Nationalsozialismus bei Dr. Alexandra Przyrembel habe ich letztes Jahr besucht – und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen, so es noch einmal angeboten werden sollte. Ebenso besucht habe ich die Lehrveranstaltung Schreibkompetenz bei Dr. Franz Palank, der ein ziemlicher Charakterkopf der guten alten Wiener Art ist – und dessen LVs zu besuchen sich schon alleine deshalb absolut auszahlt.

Mittlerweile haben sich die Dinge, der Alltag, ich selbst, etc. – soweit möglich – eingespielt und normalisiert und ich liebäugele wieder ernsthaft mit dem Semester, das kommenden Montag offiziell startet. Entsprechend wurden meine G2-Studienbriefe abgestaubt… meine Uni-Unterlagen neu sortiert… mein iPad frisch bestückt… ein neuer Textmarker gekauft… und meine Motivation aus den tiefsten Tiefen meines Gehirns hervorgekramt. Yay! Auch für Dr. Annika Hüsings online Präsenzseminar Mesopotamien gestern, heute, morgen – eine Kulturlandschaft im Spiegel der Zeiten habe ich mich erneut angemeldet.

Vielen Dank an alle, die sich nach mir und meinem Studium erkundigt haben – ich hoffe, hier ab jetzt wieder sinnvolle Beiträge leisten zu können. Falls sich Kommilitonen hier wiederfinden sollten, die ebenfalls G2 belegen, dürfen sie sich – wie immer – sehr gerne bei mir melden, ganz besonders, wenn sie vielleicht sogar noch geographisch sich im Raum Wien befinden sollten.

Und, mal wieder: Tschakka!

Meanwhile…

Nachdem mein letztes Posting schon ein paar Tage (*ahem*) zurückliegt, ist es vielleicht an der Zeit, die letzten Monate ein wenig Revue passieren zu lassen – auch wenn eigentlich nichts davon mit meinem Fernstudium etwas zu tun hat.

Ja – ich habe leider auch ein zweites Semester in den Sand gesetzt (- ausgesetzt). Die Gründe dafür sind ebenso mannigfaltig, wie eigentlich völlig belang- und haltlos, denn im Grunde hätte ich mir trotz Allem die Zeit nehmen können/sollen. Sagen wir einfach, jegliche Motivation hat sich zu 100% aus meinem Leben dem Semester verabschiedet. Kommilitonin #C war mit ihrem Neugeborenen zu beschäftigt, um sich mit der Uni zu befassen – und im L1-Semester habe ich mich dann doch sehr an ihre Lernpartnerschaft zur Eigenmotivation gewöhnt und ohne sie war für mich dann kaum etwas zu machen, der innere Schweinehund war allmächtig. Dazu kamen dann weitere Themen… Beziehungsstress, eine neue Therapie für mich, Probleme in der Arbeit, die sich in einer grossen Kündigungswelle vom Winter bis in den Frühsommer hinein geäussert haben und jetzt in Form eines grossen Office-Umzugs weitergehen… wie dem auch sei, das Leben war von allen Seiten her irgendwie viel zu… ablenkend.

Anyway.

Neues Semester, neues Glück. Auch Kommilitonin #C ist wieder mit von der Partie. Ich habe mich als Wiederholerin für L2 und G2 rückgemeldet, wobei ich tatsächlich mehr zu G2 tendiere und auch schon mit dem Lesen des ersten Studienbriefs begonnen habe. Hinzu kommen 1 Präsenzseminar und 1 online Seminar, die mich beide ebenfalls mehr in die G2-Richtung ziehen:

Präsenzseminar: Emotionen und die Geschichte des Nationalsozialismus

Samstag 26. November & Sonntag 27. November | 9-17 Uhr
Zentrum für Fernstudien Wien | Strozzigasse 2, 1080 Wien

(Anmeldung & detaillierte Infos ab ca. 8 Wochen vor Beginn)

Online-Seminar: Mesopotamien gestern, heute, morgen – eine Kulturlandschaft im Spiegel der Zeiten

01. Oktober bis 31. März | Moodle

In diesem Online-Seminar werden Lernmaterialien eingestellt, die Grundkenntnisse zum Thema Mesopotamien vermitteln und Anregungen zu Hausarbeitsthemen und mündlichen Prüfungen geben.

Zusätzlich habe ich mich auch zu den folgenden Lehrveranstaltungen am Zentrum für Fernstudien Wien angemeldet:

Professionelle (Literatur-)Recherche und Zusammenarbeit im Internet

Freitag 11. November, 15-19 Uhr & Samstag 12. November 9-17 Uhr
Zentrum für Fernstudien Wien | Strozzigasse 2, 1080 Wien

In dieser Lehrveranstaltung wird mit Ihnen gemeinsam erarbeitet, wie Sie die elektronischen Medien für Ihr Studium bestmöglich nutzen. Sie lernen zahlreiche Web-Anwendungen kennen und diese für Ihre Bedürfnisse einzusetzen (Bibliotheksrecherche, wissenschaftliche Suchmaschinen und Fachdatenbanken, Weblogs als Plattform für Lerngruppen, um Aufgaben gemeinsam zu lösen, Programme zur Strukturierung von Informationen und zur Speicherung von Teilen von Websites, Application Sharing Tools, um an verschiedenen Orten zeitgleich und kollaborativ arbeiten zu können, etc.). Sollte Bedarf bestehen, so kann auch das FernUni Hagen spezifische Moodle-System kennengelernt werden.

Schreibkompetenz

Freitag 28. Oktober, 17-21 Uhr & Samstag 29. Oktober, 9-17 Uhr
Zentrum für Fernstudien Wien | Strozzigasse 2, 1080 Wien

Der Workshop ist in praktischer Form auf die Entwicklung der Schreibkompetenz gerichtet. Er baut Ängste ab, macht Mut, schafft Knowhow, und vieles mehr. Er richtet sich an alle Studierenden, an solche in den Anfangsphasen ebenso wie an diejenigen, die schon vor großen Schreibaufgaben (Bachelor oder gar Master) stehen. Das gemeinsame Lernen hat sich in den bisherigen Seminaren sehr bewährt.

Tschakka!

Habemus Note! #4

6 Wochen + 5 Tage waren es diesmal. Die Noten an sich sind noch nicht in der Notenübersicht online, somit kann ich auch zum Notenspiegel noch nichts sagen – aber die Klausurkommentare wurden heute veröffentlicht!

Die Kommentare zu L1 unterscheiden sich grundlegend von denen zu G1/P1/P2 und zwar insofern, als dass hier keinerlei verbale Kommentierung vorliegt, sondern die jeweilige Fragennummer, maximal erreichbare Höchstpunktezahl und erreichte Punktezahl tabellarisch nach Klausurabschnitten aufgelistet ist.

Der langen Rede kurzer Sinn:

Note: 1,7

Aufgeschlüsselt wie folgt:

Teil 1 (Terminologische Fragen) – 14,5/20 Punkte
Teil 2 (Erzähltextanalyse) – 18/20 Punkte
Teil 3 (Epochen/Gattungen, Literaturtheorie) – 19/20 Punkte

Dass Teil 1 vergleichsweise der Schlechteste sein würde, war mir völlig klar. In der Tat habe ich aber sogar mehr Punkte dafür bekommen, als erwartet – gerechnet hätte ich mit etwa 12.

Dass ich für Teil 3 beinahe die volle Punkteanzahl bekommen habe, zaubert mir einen breiten und doch relativ ungläubigen Grinser ins Gesicht – besonders wenn ich darüber nachdenke, wie schwer mir dieser Teil schon beim Lernen insgesamt gefallen ist. Im letzten Semester, das ich ja umzugsbedingt mittendrin abgebrochen hatte, habe ich ja bereits bei der Romantik frustriert das Handtuch geworfen und die Literaturtheorien haben ihrerseits grundsätzlich jegliche, egal wie bruchstückhafte, Verinnerlichung verweigert. Ging einfach nicht ins Hirn.

Sehr interessieren würde mich, wo ich bei der Erzähltextanalyse Punkte verloren habe. So recht will mir das nicht eingehen – ich muss aber einräumen, dass ich die gesamte Fragestellung mittlerweile natürlich nicht mehr im Detail im Kopf habe – es wird daher ein Rätsel bleiben.

Zufrieden bin ich jedenfalls SEHR – und auch ein bisschen stolz, wenn ich meine unglaublichen Startschwierigkeiten mit diesem Modul bedenke und den grossen Unwillen, der damit natürlich einherging. Der Einsatz und Fleiss von Kommilitonin #C und mir im 2. Anlauf, allerdings, der hat sich sehr gelohnt und im Lauf des langsamen und gründlichen Erschliessens der Inhalte habe ich entdeckt, dass mir die Literaturwissenschaft offenbar doch wesentlich mehr zusagt, als Geschichte und Philosophie. Nicht zuletzt auch wegen des hohen Wiedererkennungseffekts, denke ich.

Grosse Erleichterung macht sich breit und jetzt kann ich mich endlich zu 100% auf L2 konzentrieren!

L1: abgehakt, erledigt, fertig, done, never again!

4 down, 7 more to go.


EDIT: Der Notenspiegel wurde mittlerweile bereits ebenfalls veröffentlicht.

126 Studenten haben die Klausur mitgeschrieben, 102 davon haben diese auch bestanden. 24, oder 19,05%, sind leider durchgefallen. Der Notenschnitt liegt bei 3,08.

Studienbriefe: komplett.

Nicht etwa, weil ich die fehlenden beiden endlich zugeschickt bekommen hätte… nein. Die L2-Modulsbetreuung hat heute offiziell bestätigt, dass es diese beiden nur als PDFs gibt… aus urheberrechtlichen Gründen.

Toll.

Dass ich die Möglichkeit habe, diese beiden Studienbriefe zu insgesamt ca. 600 Seiten im Büro auszudrucken und zu binden, ist in diesem Fall ein Riesenglück. Andere sind vermutlich nicht in dieser Position und müssen einen Copyshop bemühen… zu bestimmt keinem geringen Preis. Wie ärgerlich ist das denn!?

L2 Studienbriefe

Abgesehen von dieser unglaublichen Unannehmlichkeit, befinde ich mich gerade in dieser Phase, in der ich mich (noch) nicht vollständig auf das neue Semester einlassen kann, weil die Note des Letzten noch ausständig ist. Mittlerweile weiss ich das auch, dass ich mich nicht voll konzentrieren kann, bis ich Gewissheit habe und mache mir deswegen keine besonderen Sorgen, allerdings befinden wir uns jetzt fünfeinhalb Wochen post-Klausur auf der Zeitleiste – und da es sich hier um L1 handelt, gehe ich davon aus, dass es jetzt bald jeden Tag soweit sein könnte – und DAS macht mich sehr wohl unrund.

L2 Studienbriefe_2Was mich auch unrund macht, ist die Frage, wie dieses Hausarbeits-Semester anzugehen ist. Die Studienbriefe sind auf den ersten Blick sehr umfangreich – und dann soll man auch noch Zeit haben, eine Idee für eine Hausarbeit zu haben, zusätzliche Literatur zum Spezialthema zu lesen – und vielleicht sogar noch ein Praktikum zu machen?

Ich gehe davon aus, dass es selbstverständlich absolut machbar ist – aber mir fehlt gerade ein bisschen der Plan, die Richtung. Und dieses Gefühl mag ich nicht.

Wer von meinen Lesern hat denn schon Hausarbeiten geschrieben und mag vielleicht ein wenig zum Prozess eines Hausarbeitssemesters aus dem Nähkästchen plaudern? Würde mich sehr freuen!

Ein Monat

Ein Monat ist’s genau her, die Klausur. Natürlich gibt es noch keine Ergebnisse – man rechnet in 1-3 Wochen damit, erfahrungsgemäss. L1 ist immer 1-2 Wochen vor den G und P Einführungsmodulen da – kann mich noch gut an zermürbende Wartezeiten erinnern, als die einschlägigen KuWi-Gruppen auf Facebook bereits mit Freudesbekundungen zur bestandenen L1-Klausur explodiert sind, während die G/P-Leute immer noch wie auf Nadeln gesessen sind und erst ca. 2 Wochen später endlich aufatmen durften (- oder eben halt auch nicht).

Mit Sicherheit lässt sich jedenfalls sagen: verbleibende Wartezeit < bisherige Wartezeit.

In der Zwischenzeit habe ich mir – der Empfehlung im Hausarbeiten-Leitfaden für L2 folgend – das Buch „Arbeitstechniken Literaturwissenschaft“ von  Burkhard Moennighoff Eckhardt Meyer-Krentler bei Buch aktuell gekauft – und habe eine rechte Freude, da ich endlich den vor 2 oder 3 Jahren zum Geburtstag erhaltenen Buchgutschein eines Freundes, der sich in diesem Laden seine Brötchen verdient und ein amazon/Kindle-Verweigerer ist, sehr sinnvoll umsetzen konnte. Dankeschön, lieber #M!

Übrigens – noch ein Aufruf in eigener Sache: gibt es hier Leser/Innen, die jetzt ebenfalls L2 belegen, aus Österreich/näherer Umgebung kommen und eine Hausarbeit schreiben wollen? Bitte tretet dringend mit mir in Kontakt – wir suchen noch nach einer weiteren Person, die bei unserem Wunschprofessor schreiben möchten, da dieser ab einer Studentenanzahl von 5 um das OK als Betreuer bei der FernUni ansuchen kann. Nähreres gerne per Mail, wenn Ihr mich kontaktiert! Wir würden uns sehr freuen, da wir im Moment leider noch nur zu viert sind. Also bitte meldet Euch! 🙂

Pünktlich zu den Iden des März…

L2 Google Drive…wurden die Studienmaterialien für das Sommersemester 2016 freigeschaltet – zumindest für das Modul L2, für die anderen Module kann ich nicht sprechen. Und strebsam und voller Vorfreude, wie ich am Ende eines Semesters, bzw. am Beginn eines neuen Semesters nun einmal bin, habe ich sie mir auch sogleich gespeichert und ins Google Drive hochgeladen, von wo aus ich sie auf alle meine mobilen Geräte weiterleite. So ein jungfräulicher Modulsordner ist jedes Semester aufs Neue verführerisch und lässt mich auf mehr freuen…

…und an meiner Ordner-Nomenklatur lässt sich auch ablesen, dass das SS 2016 bereits mein 6. Semester an der FernUni sein wird. 6! (Wäre ich Vollzeitstudentin, wäre das nächste im Idealfall mein letztes Semester.) Es macht mich stolz, dass ich seit nunmehr 5 Semestern mit vollem Einsatz bei der Sache bin und mir – trotz dem umzugsbedingten Aussetzer im SS 2015, den ich mittlerweile einfach hinnehme – längst nicht mehr die Option gebe, einfach wieder aufzuhören, wenn es doch zu mühsam werden sollte. Im Gegenteil, ich bin motivierter denn je, besonders in dem Wissen, dass ich jetzt (vermutlich) alle Einführungsmodule aller drei Teildisziplinen geschafft habe und ich das Studium jetzt auf ganz andere Art erleben werde, als es bis jetzt im Hinblick auf die massiven Endklausuren immer der Fall war. Meine erste Hausarbeit steht an und ich freue mich tatsächlich schon sehr auf den Schreibprozess, der meine Uniabende sicher anders gestalten wird, als bisher. Wenn ich daran denke, dass alleine der Exzerpierprozess wegfallen wird…!

Hier nocheinmal zusammengefasst, das Modul L2:

Das Modul führt in das gegenseitige Bedingungsverhältnis von Kultur, Literatur und Medien ein. Um Literatur zu verstehen, benötigt man einen reflektierten Begriff der Kultur; Kultur und Literatur sind strukturiert durch die Logik der in ihr verwendeten Medien; die Funktionsweise von Medien spiegelt einen angeleiteten Durchgang durch die Medien, die unsere Kultur besonders geprägt haben (Schrift, Buchdruck, Post, Photographie, Phonographie, Telefonie, Film, Radio, Fernsehen, Computer/Internet). Über Ausschnitte aus literarischen Texten und entsprechende Übungsaufgaben wird beispielhaft deutlich gemacht, in welcher Weise Literatur auf Medien reagiert. Im zweiten Kurs, „Perspektiven auf Kultur und Medien“, wird der enge Zusammenhang von medialen Praktiken und Kultur mit Hilfe einer Auswahl theoretischer Positionen in fünf Zugriffen – (re)konstruieren, lokalisieren, (um)werten, Performanz, Kulturen des Wissens – entfaltet. Der dritte Kurs „Gattung/Genre/Format“ macht mit Problemen der Gattungstheorie vertraut und zeigt, in welcher Weise literarische Texte, aber auch filmische Narrationen stets bestimmter kultureller Formen und Formate bedürfen.

Spannend. Per Post sind meine Studienbriefe leider noch nicht gekommen, auch die Moodle-Umgebung ist freilich noch nicht zugänglich, denn das Semester beginnt offiziell ja auch erst am 1. April. Trotzdem werde ich mit dem Lesen bereits vorab beginnen, ich freu mich schon!

 

The Aftermath…

Sekt

Kommilitonin #C und ich beim Post-Klausuren-Sekt

Den Abend bei einem Spieleabend mit sehr guten Freunden ausklingen lassen… diesen aber vergleichsweise „früh“ beendet (- um Mitternacht), weil mein Körper, insbesondere meine Augenlider, sich wie Blei angefühlt haben. Trotz zweier Kaffees spätabends.

Daheim dann noch bis 3:15 in der Früh wach im Bett gelegen.

Vor lauter Müdigkeit beinahe unfähig, mich zu bewegen – aber mein Hirn: „IDIDITIDIDITOMGIDITITYEAAAAAAAAAAHHHHHHLETSPARTYCOMEON!!!!“

(Zitierte direkte Rede, btw. OMG STOP!)

Ich bin müde.

Ein intensives Nachbesprechen der Klausur in der entsprechenden Facebook-Gruppe, lässt mich jedenfalls doch ein wenig tiefenentspannter durchatmen: wir scheinen uns bei den meisten der Antworten alle durchaus einig zu sein. Zumindest einig genug, dass ich zu behaupten wage, das Minimum der 7 Punkte in jeder Teilprüfung auf jeden Fall erreicht zu haben.

2 Fragen sorgen aber für Aufregung, und das absolut berechtigt, wie ich meine. Zum einen wurde eine Frage nach dem Schema „Streichen Sie das nicht dazugehörige Wort dieser Wortgruppe und ersetzen Sie es durch das Fehlende“ gestellt, deren Beantwortung offenbar nicht nur mir nicht möglich war – da ich 2 der 3 betreffenden Worte in meinem Leben noch nicht gehört habe… und damit bin ich ganz offensichtlich nicht die Einzige. Die Studienbriefe und das Glossar schweigen dazu und im Moment herrscht da deswegen durchaus auch ein wenig (gerechtfertigte) Aufregung.

Zum Anderen wurde bei der Bestimmung der rhetorischen Figuren und Tropen dieser Satz in den Raum gestellt: „Der Kaiser wurde sowohl als Spieler, als auch als Trainer Weltmeister.“ Soweit so gut – es handelt sich um eine Antonomasie – was man allerdings NUR wissen kann, wenn man mit entsprechendem Vorwissen auch weiss, dass „Der Kaiser“ für Franz Beckenbauer steht – was meiner unserer Meinung nach keinesfalls einfach vorausgesetzt werden kann. Nicht jeder interessiert sich für Fußball – nicht jeder ist aus Deutschland, wo dieses Wissen noch eher zum Alltag gehört, als anderswo.

Beantwortungsstatistiken zu dieser Frage in Zusammenhang mit studentischer Herkunft wären hier im Nachhinein sicher interessant.

Sei’s drum. Posting auf diesem Blog wird demnächst sehr wahrscheinlich wieder eher sporadisch – in der Zwischenzeit wird’s dafür wieder mehr auf meinem Häkelblog Crochetophile’s Parlor zu lesen geben, wen’s interessiert!

9 Stunden und 6 Minuten

Sapperlott, um 6 Minuten haben wir nicht mit unserem gestrigen Skype-Marathon Schritt halten können.

Literaturtheorien, Genette, Literaturrecherche, Editionswissenschaften, Rhetorik, Dramenanalyse, Lyrikanalyse – alles in einem Aufwasch.

Die Arbeits- und Hilfsmittel? Drauf gepfiffen. Ehrlich. Im Zweifelsfall einfach „Metzler“ hinschreiben und wahrscheinlich landet man damit ohnehin einen Zufallstreffer.

Ich meine… „Deutsche Literaturgeschichte“ und „Geschichte der deutschen Literatur“, sowie „Sozialgeschichte der deutschen Literatur“ und „Deutsche Literatur. Eine Sozialgeschichte“ hat doch ein bisschen was von…

Judäische Volksfront

Jedenfalls. „Nur noch 13 Stunden bis zur Klausur“ steht in meinem Countdown.

20 hours to go…

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So hat’s heute den ganzen Tag über auf meinem Esstisch ausgesehen. Ich bin fix und alle (- Hendiadyoin! HA!) – habe allerdings jetzt durchaus ein ganz gutes Gefühl im Sinne von: wird schon reichen. Kommilitonin #C rocks. Also, sie im Allgemeinen und das Lernen mit ihr im Besonderen. (Wie war das nochmal mit der Fabel und G.E. Lessing? „Die Fabel ist die Rückführung des Allgemeinen auf das Besondere. Der Autor soll Fabeln dichten, denn nur so kann er zum Genie werden.“ Genau.)

Zugegebenermaßen: ich schwimme in der Lyrikanalyse, ganz besonders in den Strophenformen. Die kann ich abschreiben. Also, nicht vom Sitznachbarn morgen, ihr wisst schon was ich meine. (Man darf ja nichtmal vergessen, sein Handy vor der Klausur auszuschalten, denn wenn sich dieses erdreistet zu läuten oder zu brummen während der 4 Stunden Klausur, selbst wenn es gut verstaut in der Tasche am Boden hinter einem liegt und man nichtmal mit einer zuckenden Wimper darauf reagiert – wird man wegen Betrugsversuchs des Raumes verwiesen, vielleicht sogar der Uni. Ja, ernsthaft. Man kann echt alles übertreiben. Daher werde ich ganz bestimmt nicht vom Sitznachbarn abschreiben, nichtmal, wenn es sich dabei um Kommilitonin #C handeln sollte.) Die Versmaße an sich kann ich unterscheiden – die Frage ist, ob ich sie auch erkenne, wenn ich sie vor mir liegen habe. Aber gut, man kann nicht alles wissen. (Warum der Ehemann kichern musste, als er im Vorbeigehen mich beim Einüben der Rhythmik des Alexandriners gehört hat…? x-/x-/x-//x-/x-/x-(/x) – gar nicht komisch!) Genette geht besser, als erwartet. Sogar die Figuren und Tropen gehen besser als erwartet. Das System der Rhetorik… Moment… inventio – dispositio – elocutio – memoria – pronuntiatio. Und exordium – propositio – narratio – argumentatio – peroratio. Mal schnell nachcheck… mmhm… ok… YAY… geht ganz passabel. Die Epochen und Gattungen habe ich heute wieder heillos durcheinandergebracht – the downside of last-minute-short-term-memory-cramming.

Bis morgen muss es drinbleiben, dann darf sich mein Hirn auskotzen. Hold your shit together, brain!

13 Stunden to go – ich sollte dann vielleicht mal mich zu Bette begeben. (- Inversion. Ha!)

9 Stunden und 12 Minuten

Statt Bibliothek gab es heute Skype mit Kommilitonin #C.

Und zwar zwischen 9:00 Uhr und Mitternacht für insgesamt 9 Stunden und 12 Minuten. 9 Stunden und 12 Minuten, in denen wir uns 300 Jahre Literaturgeschichte ins Hirn gepeitscht haben.

(Was meine 4 Wellensittiche zu der Annahme veranlasst hat, sie hätten das Recht darauf, die ganze Zeit mitzureden und sich lautstark einzumischen, beziehungsweise meine weisen Ausführungen zu relevanten Themen der Aufklärung, des Sturm und Drang, der Klassik, der Romantik, des Vormärz, des Realismus, der Moderne und der Exilliteratur frech zu übertönen. Mühsam während einer Skype-Konferenz.)

(Habe „Mordende“ stat „Moderne“ geschrieben, mich vertippenderweise, und hätte es beinahe so stehen lassen und auf Autocorrect geschoben, das ich gar nicht aktiviert habe.)

(Aufklärung 1690-1770, Sturm und Drang 1767-1790, Klassik 1786-1805, Romantik 1795-1848, Vormärz 1815-1848, Realismus 1848-1890, Moderne 1890-1933, Exilliteratur 1933-1945 – jetzt mal schnell so aus dem Kopf getippt. Schnell nachkontrollieren… YES!!!)

Jetzt geht es mir besser, obwohl ich das leicht ungute Gefühl habe, Teile meines Gehirns würden mir aus den Ohren fliessen. (Auch wegen der Wellensittich-Beschallung.)

Selbiges wiederholen wir morgen: Literaturtheorien, Genette, Dramatik, Lyrik, Rhetorik, Wellensittich-Beschallung. Ein ambitioniertes Unterfangen, aber sehr wirkungsvoll. Durch Quatschen und Vorquatschen lassen bleibt bei mir am Meisten hängen.

Himmel, was werde ich nur mit all der Freizeit ab Samstag anfangen…?