Meanwhile…

Nachdem mein letztes Posting schon ein paar Tage (*ahem*) zurückliegt, ist es vielleicht an der Zeit, die letzten Monate ein wenig Revue passieren zu lassen – auch wenn eigentlich nichts davon mit meinem Fernstudium etwas zu tun hat.

Ja – ich habe leider auch ein zweites Semester in den Sand gesetzt (- ausgesetzt). Die Gründe dafür sind ebenso mannigfaltig, wie eigentlich völlig belang- und haltlos, denn im Grunde hätte ich mir trotz Allem die Zeit nehmen können/sollen. Sagen wir einfach, jegliche Motivation hat sich zu 100% aus meinem Leben dem Semester verabschiedet. Kommilitonin #C war mit ihrem Neugeborenen zu beschäftigt, um sich mit der Uni zu befassen – und im L1-Semester habe ich mich dann doch sehr an ihre Lernpartnerschaft zur Eigenmotivation gewöhnt und ohne sie war für mich dann kaum etwas zu machen, der innere Schweinehund war allmächtig. Dazu kamen dann weitere Themen… Beziehungsstress, eine neue Therapie für mich, Probleme in der Arbeit, die sich in einer grossen Kündigungswelle vom Winter bis in den Frühsommer hinein geäussert haben und jetzt in Form eines grossen Office-Umzugs weitergehen… wie dem auch sei, das Leben war von allen Seiten her irgendwie viel zu… ablenkend.

Anyway.

Neues Semester, neues Glück. Auch Kommilitonin #C ist wieder mit von der Partie. Ich habe mich als Wiederholerin für L2 und G2 rückgemeldet, wobei ich tatsächlich mehr zu G2 tendiere und auch schon mit dem Lesen des ersten Studienbriefs begonnen habe. Hinzu kommen 1 Präsenzseminar und 1 online Seminar, die mich beide ebenfalls mehr in die G2-Richtung ziehen:

Präsenzseminar: Emotionen und die Geschichte des Nationalsozialismus

Samstag 26. November & Sonntag 27. November | 9-17 Uhr
Zentrum für Fernstudien Wien | Strozzigasse 2, 1080 Wien

(Anmeldung & detaillierte Infos ab ca. 8 Wochen vor Beginn)

Online-Seminar: Mesopotamien gestern, heute, morgen – eine Kulturlandschaft im Spiegel der Zeiten

01. Oktober bis 31. März | Moodle

In diesem Online-Seminar werden Lernmaterialien eingestellt, die Grundkenntnisse zum Thema Mesopotamien vermitteln und Anregungen zu Hausarbeitsthemen und mündlichen Prüfungen geben.

Zusätzlich habe ich mich auch zu den folgenden Lehrveranstaltungen am Zentrum für Fernstudien Wien angemeldet:

Professionelle (Literatur-)Recherche und Zusammenarbeit im Internet

Freitag 11. November, 15-19 Uhr & Samstag 12. November 9-17 Uhr
Zentrum für Fernstudien Wien | Strozzigasse 2, 1080 Wien

In dieser Lehrveranstaltung wird mit Ihnen gemeinsam erarbeitet, wie Sie die elektronischen Medien für Ihr Studium bestmöglich nutzen. Sie lernen zahlreiche Web-Anwendungen kennen und diese für Ihre Bedürfnisse einzusetzen (Bibliotheksrecherche, wissenschaftliche Suchmaschinen und Fachdatenbanken, Weblogs als Plattform für Lerngruppen, um Aufgaben gemeinsam zu lösen, Programme zur Strukturierung von Informationen und zur Speicherung von Teilen von Websites, Application Sharing Tools, um an verschiedenen Orten zeitgleich und kollaborativ arbeiten zu können, etc.). Sollte Bedarf bestehen, so kann auch das FernUni Hagen spezifische Moodle-System kennengelernt werden.

Schreibkompetenz

Freitag 28. Oktober, 17-21 Uhr & Samstag 29. Oktober, 9-17 Uhr
Zentrum für Fernstudien Wien | Strozzigasse 2, 1080 Wien

Der Workshop ist in praktischer Form auf die Entwicklung der Schreibkompetenz gerichtet. Er baut Ängste ab, macht Mut, schafft Knowhow, und vieles mehr. Er richtet sich an alle Studierenden, an solche in den Anfangsphasen ebenso wie an diejenigen, die schon vor großen Schreibaufgaben (Bachelor oder gar Master) stehen. Das gemeinsame Lernen hat sich in den bisherigen Seminaren sehr bewährt.

Tschakka!

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Anmeldung zu meiner ersten Präsenzveranstaltung: check

Nachdem mir vorgestern per Mail mitgeteilt wurde, dass ab jetzt die Anmeldung zur Präsenzveranstaltung „Medizinethische Fragen und die Leiblichkeit des Menschen“ in Wien möglich ist, habe ich es heute auch endlich geschafft, diesen Punkt von meiner To-Do Liste zu streichen.

Für alle weiteren Interessierten:

Medizinethische Fragen und die Leiblichkeit des Menschen

Durch die Möglichkeiten der modernen Medizin erhält die Frage, in welchem Verhältnis wir zu unserem Leib und zum Leib des Anderen stehen, eine neue Aktualität und Brisanz: So ist es heute z.B. möglich zu entscheiden, ob, wann und wie viele Kinder ein Paar bekommen soll. Für diejenigen, die mit ihrem Äußeren oder auch mit ihren Organen nicht zufrieden sind, gibt es Schönheitsoperationen und Transplantationen. Und im Hinblick auf menschliches Leiden, Schmerzen, Behinderungen und das Sterben des Menschen wird die Frage gestellt, ob wir uns selbst „entleiben“ dürfen.

Ist es zu begrüßen, wenn operative Korrekturen am Äußeren vorgenommen werden, um dem eigenen Schönheitsideal zu entsprechen? Wenn Erbkrankheiten von vornherein vermieden und kranke Organe ausgetauscht werden? Oder gibt es Grenzen im Umgang mit unserem Leib, den wir im Unterschied zu unserem Körper nicht einfach haben können? Wie können diese, falls es sie gibt, bestimmt werden? Und welche Konsequenzen hat es für das Selbstverständnis der Medizin sowie unsere Sicht des Menschen, wenn wir uns als Gemachte und nicht länger als Gewordene verstehen?

Im Seminar sollen diese Fragen aufgegriffen und diskutiert werden. Die Bereitschaft, ein Referat zu übernehmen, wird vorausgesetzt.

Literatur:

  • Böhme, G.: Leibsein als Aufgabe. Leibphilosophie in pragmatischer Hinsicht, Baden-Baden 2003.
  • Fuchs, T.: Leib und Lebenswelt. Neue philosophisch-psychiatrische Essays, Baden-Baden 2008.
  • Hähnel, M./ Knaup, M. (Hrsg.): Leib und Leben. Perspektiven für eine neue Kultur der Körperlichkeit, Darmstadt 2013.
  • Knaup, M.: Leib und Seele oder mind and brain? Zu einem Paradigmenwechsel im Menschenbild der Moderne, Freiburg 2012.
  • Maio, G.: Mittelpunkt Mensch: Ethik in der Medizin. Ein Lehrbuch, Stuttgart 2012.
  • Pöltner, G.: Grundkurs Medizin-Ethik, Wien 22006.
  • Rager, G.: Die Person. Wege zu ihrem Verständnis, Freiburg/ Wien 2006.

Wann und Wo: 06. – 08. Februar 2015 | Zentrum für Fernstudien Wien | Strozzigasse 2 | 1080 Wien

Leitung: Dr. Marcus Knaup

Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde der Satz „Die Bereitschaft, ein Referat zu übernehmen, wird vorausgesetzt“ jagt mir keinen gehörigen Schrecken ein. Zwar habe ich grundsätzlich keine Angst davor, vor einer Menschenmenge zu sprechen – sehr wohl aber, dies in in einem akademischen Rahmen zu tun. Auch bin ich mir in Anbetracht der Literaturliste nicht ganz sicher, wie ich das Ganze angehen soll – sind das Empfehlungen? Ist das Pflichtlektüre? Kann ich mir diese Sachen in der UB ausleihen? Muss ich mir das alles kaufen? Reicht ein Überblick? Gehört das alles durchgearbeitet?

Leichtes Unwohlsein breitet sich aus, ich geb’s ja zu. Aber wie auch immer: das Thema ist extrem interessant und auch sehr relevant in meinem Arbeitsalltag – und auch wenn ich meinen wohlverdienten Urlaub in Tirol einen Tag früher beenden muss, als der Rest meiner Familie, und mit dem Zug einmal quer durch Österreich fahren muss, um zum Seminar gehen zu können, freue ich mich doch schon recht darauf und bin schon sehr gespannt.

(Wobei ich natürlich hoffe, dass es nicht so ein Desaster Marke „Geschichte und Kultur: Eine Einführung“ sein wird. Vor Allem hoffe ich auch, dass mehr als nur vier Maxerln dasitzen werden!)

Einen hilfreichen Artikel zum Thema Präsenzveranstaltungen in Hagen mit ganz allgemeinen Informationen aus Sicht eines Studenten habe ich übrigens hier gefunden:

Ablauf einer Präsenzveranstaltung an der FernUniversität in Hagen

Falls jemand aus meiner Leserschaft schon einmal eine Präsenzveranstaltung der FU Hagen besucht hat und etwas darüber zu berichten weiss, dann freue ich mich sehr über entsprechende Kommentare hier!


Edit: Meine Anmeldung wurde postwendend bestätigt. Durch das der Anmeldung angehängte PDF mit weiteren Informationen wurden zumindest einige Unklarheiten beseitigt:

Es gibt eine Themenliste – 14 insgesamt, die wohl im Lauf des Seminars durchgearbeitet werden. Allesamt extrem interessant. Zur Themenliste soll wohl auch ein Referat gehalten werden, die dazu angeführte Literatur bezieht sich auf die auf der Website angeführte Literaturliste. Das lässt zumindest vermuten, dass die Lektüre der gesamten Bücher nicht zwingend vorausgesetzt wird?

Jedenfalls werde ich dazu angehalten, mich mit Dr. Knaup bezüglich der Übernahme eines Referats in Verbindung zu setzen. Leider geht aus der Mail nicht hervor, ob „verpflichtend“, oder „auf freiwilliger Basis“ – aber ich denke, ich kann nichts falsch machen, wenn ich mal von Ersterem ausgehe.

(Panik!)

Review: Zur Logik des Wesens (…und andere sonderbare Begegnungen)

Zur Logik des Wesens. Internationales Forschungscolloquium In memoriam Franz Ungler (1945-2003) aus Anlaß des 200-Jahr-Jubiläums der Hegelschen Wesenslogik. Das war heute, bzw. ist auch morgen. Im regionalen Studienzentrum in Wien. Und ich? Ich war dort. Zumindest ein paar Stunden lang.

Mein Fazit…? Mein Fazit kann nicht besonders professionell ausfallen. Zwar steht in der Beschreibung der Veranstaltung, dass alle studierenden der philosophischen Studiengänge zugelassen sind – was aber nicht geichzusetzen ist mit „Studienanfänger sollten diesem Seminar beiwohnen“. Ganz im Gegenteil. Ich würde sogar soweit gehen, die Veranstaltung als reine Zeitverschwendung zu bezeichnen – nicht pauschal, selbstverständlich, sondern für mich. Ohne solides Grundwissen ist die Teilnahme absolut sinnlos. Ich werde daher auch morgen nicht mehr erscheinen und meinen dadurch frei gewordenen Samstag mit intensiver Arbeit an meiner 5. Übungsaufgabe verbringen. Schade, denn Präsenzveranstaltungen in Wien werden vermutlich eher die rühmliche Ausnahme sein – eine verpasste Chance.

Alles in Allem kann ich zur Qualität der Vorträge an sich nichts sagen. Maximal zur Qualität der Art und Weise der beiden Vorträge, die ich mir angehört habe – und die hat mir nicht gefallen. Rhetorik und Präsentationstechnik liessen extrem zu wünschen übrig: vorne zu sitzen und mit gesenktem Kopf und ohne Blickkontakt zur Hörerschaft in monotoner Stimme einen langen Vortrag vom Zettel abzulesen kommt halt nicht so gut an, zumindest nicht bei mir. In der Welt, in der ich mich beruflich bewege, sehen Vorträge selbst zu den allertrockensten Themen ganz anders aus und sogar meine eigenen Vorträge sind optisch und akustisch kurzweiliger. Aber gut. Bessere Präsentationstechnik hätte meinem Verständnis auch nicht mehr gebracht. Leider. Wobei ich in der zweiten Stunde des zweiten Vortrags irgendwie das Gefühl hatte, dass selbst die Philosophie-Connaisseurs so ihre Schwierigkeiten hatten, das eine oder andere kleine Gähnen zu unterdrücken.

Was allerdings wirklich spannend und vor allem unerwartet war, war dass ich mich ganz plötzlich im selben Raum mit ihm wiederfand. Ihm! Im Kreise der Hörerschaft. Ich zitiere mich selbst:

Irgendwann konnte ich mich dann auf nichts anderes mehr konzentrieren, als auf die spiegelblanke Glatze des Philosophieprofessors, die mit lang-gezüchteten und fettigen Haaren von ca. Ohrenhöhe der einen Kopfseite bis zu Mittelohrhöhe der anderen Kopfseite überkämmt war. Als diese fragwürdige Glatzenabdeckung dann in der Hitze des Gefechts auch noch ihre Position verlor und teilweise nach hinten über des Professors Hinterkopf nach unten rutschte und dann traurig bis zu seinem Jackett hing, war es um mich geschehen (…)

12 Jahre später – und rein optisch hat sich nichts verändert. Ich habe ihn auf den ersten Blick wiedererkannt. Die Haare waren nicht mehr grau-meliert, sondern schneeweiss – aber immer noch langgezüchtet und über die spiegelblanke Glatze drapiert. Auch hat er in den 12 Jahren nichts an effizientem Glatzenmanagement dazugelernt… nur dass diesmal der partielle Abrutscher der Pracht nicht am Hinterkopf, sondern an der Stirn vonstatten ging.

Und während ich noch aufgeregte SMS mit besagter Freundin von damals austausche, mir vorstelle, dass es am heutigen Tag keinen grösseren Zufall mehr geben kann und zum Beweis versteckt gemachte Fotos vom ehrenwerten Professor und seiner Haarpracht an sie schicke, öffnet sich die Tür ein weiteres Mal –

– und herein kommt:

Der liebe Herr ‘fessor beliebte uns statt Lehrreiches über die Philosophie lieber einige Schwanks aus seinem Leben zu erzählen, bzw. Dinge sehr lebensnah mit uns Schülern zu diskutieren. Angewandte Philosophie nennt sich das wohl. Da waren Geschichten von seiner asiatischen Katalogehefrau zum Beispiel, und wie sie sich seiner Untertan zu machen habe. Oder Geschichten über einen arabischen Scheich, der einmal im Jahr zum fornikieren nach Österreich käme, hier der Reihe nach verzweifelte Hausfrauen und Billakassierinnen flachlege, ihnen beglückte Seufzer entlocke während er selbst es genau so arrangierte, nur bei jeder zehnten sich zu ergiessen, nur um dann wieder sang- und klanglos in sein Emirat zu entschwinden. Oder er diskutierte mit den 4 Burschen unserer Klasse über die Möglichkeit – und de facto Notwendigkeit – uns 17 Mädchen in pornografischen Szenen zu fotografieren und diese Bilder dann in Postergrösse an die Klassenwand zu hängen. Und er war sich auch nicht zu intellektuell, die extrem langen künstlichen Fingernägel einer Mitschülerin als ihrer Masturbation hinderlich zu bezeichnen.

And I am NOT! EVEN! MAKING! THIS! UP!

Der Herr ‚fessor, wie er leibt und lebt! Nur alt. Steinalt. Weil er damals zu meiner Matura im Jahre 1997 schon weit über 60 gewesen ist.

Beide Profs, die mir damals die Philosophie extrem verleidet haben, im Blickfeld, mir genau gegenüber. Im selben Raum – grob 1.5 Dekaden später. Der eine mit seiner fettigen Eigenhaar-Glatzenabdeckung quer über der Stirn, der andere ein gebrechlicher Greis, der einiges an körperlicher Präsenz eingebüßt hat – aber immer noch mit derselben unangenehmen Ausstrahlung wie eh und je.

Ausdenken hätt‘ ich mir das nicht besser können.

Ich habe mich dazu entschlossen, den Herrn ‚fessor nicht anzusprechen, denn erstens konnte er sich schon damals zu Schulzeiten unsere Namen von einer Stunde auf die nächste kaum merken und zweitens waren die unangenehmen Erinnerungen und plötzlich aus irgendwelchen tiefen Archiven in meinem Kopf hochkommenden sexistischen Aussagen seinerseits auch ohne direkten Wortwechsel schlimm genug.

Als sich der Eine dann auch noch in einer Pause mit dem Anderen unterhielt, gab es eine kleine kurzschlussartige Reaktion in meinem Hirn. Blast from the past on overdrive.

Ich überlasse das Philosophieren über Hegel und Ungler also den Gelehrten und wende mich hiermit wieder meinem Anfängerskriptum zu.

Ich geh‘ mit meiner Laterne!

…aber leider nicht zur Lehrveranstaltung „2.1.3. Internetkompetenz und soziale Vernetzung“, die heute vom Zentrum für Fernstudien aus in Wien stattfindet. Dummerweise überschneidet sich das Laternenfest meiner Tochter damit, das heisst ich werde mich heute wohl im Kindergartenhof sozial vernetzen, statt auf der TU Wien.

Da sie beim diesjährigen St. Martin-Stück die überaus wichtige Rolle eines gewissen „Jemand“ bekommen hat, kann ich nicht guten Gewissens auf der Uni sitzen und ihr nicht dabei zusehen – und werde die Lehrveranstaltung halt ggfs. im nächsten Semester nachholen. Damit kann ich leben, da sie ohnehin nicht direkt modulsrelevant ist.

Und weil wir grad dabei sind: auch die Lehrveranstaltung „2.1.6. Schreibkompetenz“, die mir als extrem sinnvoll erscheint, überschneidet sich mit Etwas: meinem Schiurlaub! Es ist zum Heulen. Bleibt noch „2.1.7. Selbstpräsentation“ Anfang Dezember – deren Besuch mir sicher auch im Arbeitsleben gut helfen würde, die aber genau ein Wochenende vor dem Präsenzseminar stattfindet, dessen Besuch absolut unabdingbar ist. Und zwei Wochenenden in Folge familientechnisch „nicht da“ zu sein, ist auch nicht leicht zu argumentieren…

Daheim zu lernen, wenn die Kinder schon schlafen ist halt die eine Sache – aber Wochenende für Wochenende auf der Uni zu verbringen und in der wenigen „Freizeit“ (- soll heissen: „Nicht-Arbeitszeit“) die ich habe, nicht anwesend zu sein, eine ganz Andere… auf der anderen Seite sind diese einführenden Lehrveranstaltungen dann auch bald wieder vorbei und bis zum Ende des Semesters steht dann meines Wissens nach nichts mehr an, das mich von zu Hause fernhält. Hach… gar nicht so einfach, alles unter einen Hut zu bringen.

In diesem Sinne: allen „Leidensgenossen“, die vielleicht ebenfalls kleine Kinder/Familie zu Hause haben und die mit ihrem schlechtem Gewissen hadern, wenn sie in einer LV sitzen, statt bei ihren Lieben daheim zu sein – drauf g’schissen, auf gut österreichisch! Das nächste Semester kommt bestimmt und unser aller „Jemande“ sind allemal wichtiger, als diverse Internetkompetenzen und Selbstpräsentationen. 🙂

Laternenfest

(Bildquelle: fotocommunity.de)

Präsenzveranstaltung Philosophie

logo_ZFÖFür diejenigen, die es lokal vielleicht (noch) nicht mitbekommen haben: am 13. und 14. Dezember findet am Wiener Zentrum für Fernstudien die Präsenzveranstaltung „Zur Logik des Wesens. Internationales Forschungscolloquium in memorian Franz Ungler (1945-2003) aus Anlaß des 200-Jahr-Jubiläums der Hegelschen Wesenslogik“ statt.

Leitung: Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann
Zeitraum: Freitag, 13. Dezember – 13:30 bis 21:00 Uhr; Samstag, 14. Dezember – 10:00 bis 20:00 Uhr
Ort: Fernstudienzentrum der FernUniversität, Strozzigasse 2, 1080 Wien

Die Präsenzveranstaltung ist offen für alle philosophischen Studiengänge und die Teilnahme wird unbenotet bescheinigt. So wie ich es verstanden habe, zählt dies bereits als eine der beiden Präsenzveranstaltungen, die im Lauf des Studiums im Fachschwerpunkt besucht werden müssen. Falls das jemand anders verstanden hat, bitte ich herzlich um Aufklärung.

Zusätzlich sind zwei öffentliche Veranstaltungen integriert:

1. „Der Übergang von der Substanz zum Begriff: Hegels Kopernikanische Wende der Philosophie“ (öffentlicher Abendvortrag, 13. Dezember um 19:00 Uhr)

2. „Was bleibt vom Wesen? Zur Relevanz des zweiten Buchs von Hegels ‚Wissenschaft der Logik'“ (Podiumsdiskussion, 14. Dezember um 18:00 Uhr)

Ich habe mich auf jeden Fall angemeldet, da Präsenzveranstaltungen in Wien wohl eher Mangelware sind und die Chance gehört definitiv genutzt. Wer kommt noch?

JKU: Lernen im Fernstudium

logo_ZFÖRunde zwei im Einfürungsseminar-Reigen am JKU Zentrum für Fernstudien Wien!

Der Start war leider ein wenig holprig, da wir Studierende die Information „Beginnzeit: 8 Uhr 30“ hatten – die Vortragende allerdings von „Beginnzeit: 9 Uhr“ ausgegangen ist. Da es heute in der Früh auch ziemlich verdammt kalt war und das gesamte Institut um diese Uhrzeit komplett versperrt war, war das dann doch ein wenig unangenehm. Ganz zu schweigen davon, dass ich diesen Samstag in aller Herrgottsfrüh‘ noch eine halbe Stunde länger hätte schlafen können.

Tja, vielen Dank an dieser Stelle an die nette Psychologie-Studentin, dir mir armem Würstchen einen Café Latte im Kaffeehaus spendiert hat, nachdem ich – vor dem Bankomaten stehend – draufgekommen bin, dass meine Bankomatkarte in der Geldbörse meines lieben Geos sich befand.

Schon wieder eine Widrigkeit am Seminartag, die meine Bankomatkarte involviert, sapperlott.

Das Seminar selbst war ziemlich intensiv, aber äusserst lehrreich. Es wurden unterschiedliche Lernstrategien vorgestellt, auch in Bezug auf unterschiedliche zu bewältigende Stoff-Arten. Entsprechende Übungsaufgaben wurden gestellt und viel Theorie zu Lernen und Gedächtnis im Allgemeinen wurde durchgenommen. Dazwischen hat sich die Vortragende sehr viel Zeit für jeden Einzelnen genommen und hat individuelle Lernthemen und -probleme besprochen. Ganz allgemein hatte man den Eindruck, dass es der Vortragenden ein wirkliches Anliegen war, die Inhalte wirklich zu vermitteln und uns Studierenden das Studieren nach Möglichkeit so einfach wie möglich zu machen, bzw. uns das notwendige Wissen und die notwendigen Tools mit auf den Weg zu geben.

Ich habe mich heute wirklich gut aufgehoben und betreut gefühlt – und in dem Zusammenhang mich auch sehr gefreut, dass ich offenbar bereits „das Optimum“ an Lernmethoden praktiziere. O-Ton der Vortragenden, nach dem Review meiner bisherigen Methodik: „Ich weiss nicht, was ich ihnen noch weiterführend raten sollen, Sie machen das alles richtig, optimaler geht es fast nicht.“

Nun, für heute gönne ich mir einen Abend gänzlich ohne Philosophie, denn das Seminar hat mich ziemlich ausgelaugt. Darf auch manchmal sein. Und was das „Optimum“ betrifft, so kann ich nur hoffen, dass ich dieses auch das ganze Semester lang durchhalten kann und es sich dann bei der Klausur auch in eine positive Note übersetzt. Tschakka!

JKU: Studienorganisation im Fernstudium

Heute pünktlich um 10 Uhr war ich am JKU Zentrum für Fernstudien Wien. Für mein Empfinden war ich viel zu pünktlich – nämlich auf die Minute genau, was für mich immer in absoluten Stress ausartet. Ich bin bei solchen Veranstaltungen immer gerne mindestens eine Viertelstunde früher dran, allerdings hat mir da heute die Billa-Kassierin einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht – ein Tag, der mit einer nicht funktionierenden Bankomatkarte bzw. eher einem nicht funktionierenden Bankomatlesegerät beginnt, ist grundsätzlich kein Guter. Vor Allem wenn man es selbst eilig hat und dann dabei noch eine ganze Schlange an Leuten aufhält, die genervte Laute von sich geben und die Augen gen Himmel rollen, während die Kassierin wieder und wieder versucht, die (defekte?) Karte ins (defekte?) Lesegerät zu stopfen, denn vielleicht überlegt sich’s das Gerät beim 27. Mal ja doch anders. Wenn nicht? Dann vielleicht beim 28. Mal.

Problem-solving, Billa-style! Sehr effizient und lösungsorientiert.

logo_ZFÖAm End‘ war’s jedenfalls wurscht, wie sich herausgestellt hat, denn die Lehrveranstaltung hat ganz gemütlich und stressfrei irgendwann um 20 nach 10 begonnen und ich bin umsonst ganz verschwitzt und gestresst dagesessen. Tja. Überhaupt war alles sehr gemütlich und stressfrei – und hat auch nicht, wie angekündigt, bis 18:30 Uhr gedauert, sondern nur bis ca. 15:30. Nett!

Anwesend waren grob geschätzt 20 Studenten aller möglichen Altersklassen und Hintergründe. Die meisten berufstätig, viele mit einem abgeschlossenen Erststudium in der Tasche. Keiner – ausser mir – mit 2 kleinen Kindern zu Hause. Allerdings habe ich 2 Kommilitonen kennengelernt, die beide jetzt wie ich P1 belegen. Das vage Projekt „finde Gleichgesinnte zur Bildung einer Lerngruppe“ ist hiermit abgeschlossen. Wunderbar.

Die Lehrveranstaltung hat insgesamt einen sehr guten Überblick über das zu Erwartende im Studium gegeben. Administratives wurde durchgenommen, die wichtigsten Stationen der Website wurden erklärt (virtueller Studienplatz, Moodle, Universitätsbibliothek) und für mich bis jetzt eher mystische Themen wie Präsenzseminare und Prüfungsmodalitäten wurden besprochen. Mit vielen Pausen dazwischen, in denen man die Möglichkeit hatte, sich mit Anderen zusammenzuschliessen und Kontaktinformationen auszutauschen. Praxisbezug war durch die Anwesenheit einer Vortragenden gegeben, die bis auf die Bachelor-Arbeit bereits mit ihrem Studium fertig ist und viel „aus dem Nähkästchen“ plaudern konnte.

Alles in Allem war die Veranstaltung für mich auch durchaus ein wenig ein Augenöffner, denn was sich oberflächlich betrachtet zunächst als verhältnismässig easy darstellt, zumindest was den Zeitaufwand betrifft, ist in Wahrheit wohl doch ein ziemlicher Brocken, der nicht ganz einfach zu bewältigen sein wird. Wenn ich salopp meine, dass ich ja ohnehin jeden Abend, wenn die Kinder im Bett sind, von 20 Uhr bis Mitternacht mit irgendeinem Unsinn verplempere (Fernsehen, Facebook, etc.) und ich diese Zeit daher ja ganz locker in produktive Lernzeit umwandeln kann, so ist ja noch lange nicht gesagt, dass ich das a) auch wirklich jeden Tag durchziehen werde können – manchmal braucht man einfach hirnlosen Leerlauf nach einem harten Tag – und b) dass ich die Lernzeit, die ich mir verordne – ich rechne mit 3 Stunden täglich – auch wirklich sinnvoll und effizient nutzen werde können. Das Lernen an sich habe ich längst verlernt, das heisst abgesehen vom (ohnehin nicht einfachen) Stoff muss ich auch das Lernen wieder lernen. Das ist im Moment wohl meine allergrösste Herausforderung, besonders nachdem heute so eindringlich darauf hingewiesen wurde, wie wenig Zeit in Wahrheit für diese grosse Menge an Lernstoff zur Verfügung steht und wie straff man sich tatsächlich organisieren muss. Ich freue mich darauf wohl in gleichem Maße, als ich auch riesigen Respekt vor dieser Aufgabe habe.

Regionales zum Studienstart – Teil 2

logo_ZFÖZur Information für andere Erstsemestrige aus Wien, hier ist eine weitere allgemeine Lehrveranstaltung des Zentrums für Fernstudien Österreich, die den Einstieg ins und die Organisation des Fernstudiums erleichtern soll:

2.1.3. Internetkompetenz und soziale Vernetzung

In dieser Lehrveranstaltung wird mit Ihnen gemeinsam erarbeitet, wie sie die elektronischen Medien für Ihr Studium bestmöglich nutzen. Sie lernen zahlreiche Web-Anwendungen kennen und diese für Ihre Bedürfnisse einzusetzen (Weblogs als Plattform für Lerngruppen, um Aufgaben gemeinsam zu lösen, Programme zur Strukturierung von Informationen und zur Speicherung von Teilen von Websites, Application Sharing Tools, um an verschiedenen Orten zeitgleich und kollaborativ arbeiten zu können, wissenschaftliche Datenbanken, etc.). Sollte Bedarf bestehen, so kann auch das FernUni Hagen spezifische Moodle-System kennengelernt werden.

Diese Lehrveranstaltung findet an einem Freitag Nachmittag und ganztägig am darauffolgenden Samstag statt. Genaue Informationen entnehmt bitte der Website.

Regionales zum Studienstart

logo_ZFÖHeute kann ich wieder mit regionaler Information zur Studiumsadministration aufwarten, die vielleicht hilfreich für andere Erstsemestrige wie mich ist.

Ich habe heute meinen Account auf der Website Zentrum für Fernstudien Österreich angelegt, über den ich Zugang zur Anmeldemöglichkeit zu Lehrveranstaltungen in meinem lokalen Studienzentrum in Wien bekommen habe. Das Zentrum für Fernstudien bietet einige Lehrveranstaltungen an, die entweder kostenlos sind, oder die in dem Semesterbetrag bereits inkludiert sind.

Leider habe ich zum Modul P1 nichts Relevantes gefunden, allerdings habe ich zwei fächerübergreifende Veranstaltungen zu allgemeinen Studienthemen belegt:

2.1.1. Studienorganisation im Fernstudium

Die LVA ist für Neueinsteiger gedacht, in der speziell studienorganisatorische und nicht fachliche (zum Inhalt der Kurse) Fragen geklärt werden. Ein Fernstudium hat besondere Rahmenbedingungen hinsichtlich der Selbstorganisation, Motivation und Zielarbeit. Es soll damit der Einstieg ins Studium erleichtert werden.

2.1.2. Lernen im Fernstudium

Als Erwachsener wieder Lernen lernen – Wie sieht mein Arbeitsumfeld aus – Gedächtnistraining – Lerntypen – Lernmethoden – Wie und wann lernt man am besten? Bitte bringen Sie die Kurse bzw. Kurseinheiten mit ins Seminar, welche Sie als erste bearbeiten und ggf. allgemeine Hinweise zum Studium, in denen die zu lesende Basisliteratur angegeben ist!

In beiden Fällen handelt es sich um eine ganztägige Veranstaltung jeweils an einem Samstag. Genaue Daten und Zeiten könnt Ihr der Website entnehmen! Vielleicht treffe ich ja auf den einen oder anderen Neuling dort! 😉