Hausarbeiten: das weitere Vorgehen?

Meine lieben Leser! Viele von Euch sind ganz bestimmt schon wesentlich fernstudiumserfahrener als ich, daher richte ich mich diesmal mit einer Frage an Euch:

Ich habe mich, wie Ihr ja schon wisst, für eine Hausarbeit dieses Semester angemeldet und habe ein grobes Thema bereits im Kopf. Die Fragestellung ist noch nicht ausgereift und auch wälze ich mich noch durch das Internet auf Literatursuche dazu – aber ich stelle mir bereits die Frage, wie nun grundsätzlich weiter vorzugehen ist: bevor ich mich an mein Exposé mache, kontaktiere ich doch erstmal den Prüfer direkt um abzuklären, ob das grobe Thema an sich in Ordnung ist, oder? Und weiter: gibt es pro Modul mehrere Prüfer, die sich meiner Hausarbeit annehmen könnten – oder ist (im Fall von P3) Prof. Bedorf der einzige Betreuer/Prüfer?

Danke schon vorab für Eure Antworten per Kommentar, Ihr Lieben!

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Literaturbeschaffung für meine Hausarbeit

Endlich habe ich meinen Worten Taten folgen lassen: ich war heute in der Bücherei Wien und habe zwar meinen Ausweis nicht erneut zu einer funktionierenden Jahreskarte aktualisieren lassen, weil mir 30€ dann doch ein wenig zu viel waren, aber eine Tageskarte um 4€ habe ich mir besorgt und mir damit 2 Bücher entliehen:

„Das Unbehagen der Geschlechter“ (Judith Butler), zur Zeit auf amazon.de um 13,00€ als Taschenbuch käuflich zu erwerben und mit 219 Seiten hoffentlich innerhalb meines groben (und optimistischen) Zeitplans zu bewältigen.

Die zeitgenössischen feministischen Debatten über die Bedeutungen der Geschlechtsidentität rufen immer wieder ein gewisses Gefühl des Unbehagens hervor, so als ob die Unbestimmtheit dieses Begriffs im Scheitern des Feminismus kulminieren könnte. Möglicherweise muss aber dieses Unbehagen nicht zwangsläufig mit einer negativen Wertigkeit behaftet sein. Im herrschenden Diskurs meiner Kindheit galt ›Schwierigkeiten machen‹ als etwas, das man in keinem Fall tun durfte, und zwar gerade, weil es einen ›in Schwierigkeiten bringen‹ konnte. (Quelle: amazon)

Das zweite Buch war eigentlich nicht geplant, aber ist mir im Englischen Abteil der Gender Literatur mehr oder weniger zufällig entgegengehüpft: „The Judith Butler Reader“ (Sarah Salih & Judith Butler) und ist vielleicht als Unterstützung zum oben genannten Hauptwerk ganz hilfreich.

„The Judith Butler Reader“ is a collection of writings that span her impressive career and trace her intellectual history. Judith Butler, author of influential books such as „Gender Trouble“, has built her international reputation as a theorist of power, gender, sexuality and identity. The book is organized in active collaboration between Judith Butler and Sara Salih. It collects together writings that span Butler’s impressive career as a critical philosopher, including selections from both well-known and lesser-known works. It also includes an introduction and editorial material to assist students in their readings of theories that stand at the forefront of contemporary theoretical and political debates. (Quelle: amazon)

Das dritte Buch, schließlich, befindet sich quasi als „Standardwerk“ zum Thema schon länger in meinem persönlichen Fundus – was allerdings nicht heißt, dass ich es bereits gelesen hätte – und muss ebenfalls noch im Zeitplan bewältigt werden: „Bi: Notes for a bisexual revolution“ (Shiri Eisner). Das Buch habe ich vor 3 oder 4 Jahren zu Weihnachten geschenkt bekommen und seither noch keine Zeit gefunden, mich ernsthaft damit zu befassen. Dementsprechend groß ist meine Freude, das jetzt tun zu können – und sogar sinnvoll für mein Studium verwerten zu können.

Depicted as duplicitous, traitorous, and promiscuous, bisexuality has long been suspected, marginalized, and rejected by both straight and gay communities alike. Bi takes a long overdue, comprehensive look at bisexual politics- from the issues surrounding biphobia/monosexism, feminism, and transgenderism to the practice of labeling those who identify as bi as either too bisexual“ (promiscuous and incapable of fidelity) or not bisexual enough“ (not actively engaging romantically or sexually with people of at least two different genders). In this forward-thinking and eye-opening book, feminist bisexual and genderqueer activist Shiri Eisner takes readers on a journey through the many aspects of the meanings and politics of bisexuality, specifically highlighting how bisexuality can open up new and exciting ways of challenging social convention. Informed by feminist, transgender, and queer theory, as well as politics and activism, Bi is a radical manifesto for a group that has been too frequently silenced, erased, and denied – and a starting point from which to launch a bisexual revolution. (Quelle: amazon)

Der Bogen von Butler zu Eisner will noch sinnvoll gespannt werden… mein Kopf ist fieberhaft am Drübernachdenken: Gender Performativität nach Butler und die Frage nach der Performativität von Bisexualität, die Butler in ihren Ausführungen bis jetzt ja bekannterweise übergangen hat. So, oder so ähnlich, jedenfalls.

Ist dieses Semester wirklich das Semester, in dem ich tatsächlich meine erste Hausarbeit zu Papier bringen werde? Well, tickle me pink! (Tickle me pink-purple-blue, rather – schließlich ist gerade auch noch das pride month in vollem Gange und wer am Samstag noch nichts vorhat, ist sehr gerne bei der Wiener Regenbogenparade gesehen! <shameless plug> Insbesondere freuen wir uns natürlich auch über Besucher bei unserem Stand im Pride Village am Rathausplatz, bzw. über Support für unsere Fußgruppe, die dieses Jahr mit der Startnummer 24 um den Ring ziehen wird! </shameless plug> Und all das dieses Jahr leider ganz ohne mich, da ich dieses Wochenende familienbedingt nicht in der Stadt sein werde – mein Herz blutet! In Gedanken marschiere ich aber natürlich mit.)

Aber zurück zum eigentlichen Thema! Der Hauptunterschied, jedenfalls, zwischen einer Jahreskarte und einer Tageskarte in der Bücherei liegt außer im Preis in dem Faktum, dass man ein per Tageskarte entliehenes Buch nicht verlängern kann. Ich habe jetzt also 4 Wochen Zeit, mich mit den beiden entliehenen Büchern auseinanderzusetzen. Nach Adam Riese zahlt sich eine Jahreskarte wirklich erst ab dem 8. Bücherei-Besuch aus. Ich glaube vorerst nicht, dass ich auf diese Anzahl kommen werde.

That said, jetzt muss ich mir erstmal einen vernünftigen Zeitplan überlegen. In einem ersten Schritt gilt es, die beiden Butler-Werke zu lesen und relevante Teile daraus zu bearbeiten. Danach das Eisner-Buch. Als Teilzeitstudent hat man jedenfalls 6 Wochen Zeit, eine Hausarbeit zu verfassen. Da das Semester am 30. September endet, muss ich allerspätestens Mitte August mit dem Schreiben beginnen, um noch in diesem Semester abgeben zu können. Vorausgesetzt, dass ich einen Betreuer finde, der sich meines Themas annimmt, scheint mir das im Moment noch absolut machbar zu sein.

Parva Mundi

Wenn man auf seiner eigenen (österreichischen) Facebook-Page (die rein gar nichts mit der FernUni oder dem Studium zu tun hat) ein Kommentar liest, den betreffenden Namen von irgendwoher diffus zu kennen glaubt, sich dann im Moodle einloggt und es einem dann wie Schuppen von den Augen fällt – da es sich um einen Kommilitonen handelt, der ebenfalls gerade P3 bearbeitet.

Gibt’s ja eigentlich fast gar nicht… wie ich solche Koinzidenzen mag!

(Und jetzt hab ich jemanden, mit dem ich auch abseits des Moodles über P3 quatschen kann.)


Übrigens: die Frist zur Prüfungsanmeldung läuft noch bis zum 15. Juni – jene zur Rückmeldung für das WS 2018/19 noch bis zum 31. Juni. Ich habe mich soeben zur Hausarbeit angemeldet!

Es läuft wieder

Ich habe, sehr zu meiner Freude, tatsächlich wieder „hineingefunden“. Zur Zeit lese ich die 3. Kurseinheit zu Kurs 03505 | Alteuropäische Schriftkultur (Vom inschriftlichen Monument zum Holztäfelchen: Politischer und privater Schriftgebrauch in der Antike) mit sehr großem Interesse und Enthusiasmus und – was mich am meisten freut – sogar eine Idee zu einem Hausarbeitsthema beginnt sich langsam in meinem Kopf herauszukristallisieren. Sehr vage noch… aber allein das ist schon mehr, als sich in meinem Kopf diesbezüglich in den letzten 3 Semestern getan hat – und darüber freue ich mich sehr.

Aber das sei nur am Rande erwähnt… eigentlich wollte ich heute diesen Artikel teilen, der mir vorhin in meinem Facebook-Newsfeed entgegengehüpft ist:

Der Artikel/das Interview mit dem Leiter des Zentrums für Fernstudien an der JKU Linz richtet sich wohl an alle, die über die Machbarkeit und/oder den Wert eines Fernstudiums im Vergleich zum Abschluss auf einer Präsenzuni nachdenken. Aus persönlicher Erfahrung kann ich jedenfalls anmerken, dass sich die gemachten Aussagen zum Thema Arbeits- und Zeitaufwand, sowie zur notwendigen Selbstdisziplin und Selbstorganisation absolut mit der Realität decken, wenn man im Fernstudium erfolgreich sein möchte. Durchaus lesenswert, also.

Ein Monat

Ein Monat ist’s genau her, die Klausur. Natürlich gibt es noch keine Ergebnisse – man rechnet in 1-3 Wochen damit, erfahrungsgemäss. L1 ist immer 1-2 Wochen vor den G und P Einführungsmodulen da – kann mich noch gut an zermürbende Wartezeiten erinnern, als die einschlägigen KuWi-Gruppen auf Facebook bereits mit Freudesbekundungen zur bestandenen L1-Klausur explodiert sind, während die G/P-Leute immer noch wie auf Nadeln gesessen sind und erst ca. 2 Wochen später endlich aufatmen durften (- oder eben halt auch nicht).

Mit Sicherheit lässt sich jedenfalls sagen: verbleibende Wartezeit < bisherige Wartezeit.

In der Zwischenzeit habe ich mir – der Empfehlung im Hausarbeiten-Leitfaden für L2 folgend – das Buch „Arbeitstechniken Literaturwissenschaft“ von  Burkhard Moennighoff Eckhardt Meyer-Krentler bei Buch aktuell gekauft – und habe eine rechte Freude, da ich endlich den vor 2 oder 3 Jahren zum Geburtstag erhaltenen Buchgutschein eines Freundes, der sich in diesem Laden seine Brötchen verdient und ein amazon/Kindle-Verweigerer ist, sehr sinnvoll umsetzen konnte. Dankeschön, lieber #M!

Übrigens – noch ein Aufruf in eigener Sache: gibt es hier Leser/Innen, die jetzt ebenfalls L2 belegen, aus Österreich/näherer Umgebung kommen und eine Hausarbeit schreiben wollen? Bitte tretet dringend mit mir in Kontakt – wir suchen noch nach einer weiteren Person, die bei unserem Wunschprofessor schreiben möchten, da dieser ab einer Studentenanzahl von 5 um das OK als Betreuer bei der FernUni ansuchen kann. Nähreres gerne per Mail, wenn Ihr mich kontaktiert! Wir würden uns sehr freuen, da wir im Moment leider noch nur zu viert sind. Also bitte meldet Euch! 🙂

Versand der Studienbriefe

Mal wieder hat es länger gedauert. Seit dem letzten Semester ist beim Versand des Studienmaterials wohl irgendwie der Hund drin…? Zumindest für Studenten ausserhalb Deutschlands, wie es scheint. Versandbeginn war der 29. September.

Jedenfalls: gestern ist es endlich eingetroffen, mein Material für G2.

G2 Studienbriefe

Durchaus beeindruckend. Ungefähr 850 Seiten, gesamt. Allerdings… wie verhält es sich damit, wenn man plant, eine Hausarbeit zu schreiben? Eine Hausarbeit ist eine Vertiefung eines bestimmten Themas, ganz anders als eine Klausur. Intuitiv würde ich daher sagen: ein komplettes Durcharbeiten/Exzerpieren aller Studienbriefe, wie ich es für die Klausur-Module mache/gemacht habe, ist hier vermutlich nicht angezeigt, oder? Durchlesen – Thema raussuchen. Oder sehe ich das falsch?

(Bei 850 Seiten müsste ich täglich 30 davon lesen, um in 4 Wochen damit durch zu sein. Bei 20 Seiten täglich entsprechend in 6 Wochen. In Anbetracht der Tatsache, dass das Exzerpieren vermutlich wegfallen wird – was schliesslich der grösste Zeitfaktor ist, sollte das vielleicht sogar machbar sein. Wäre da nicht L1, das ich eben teilweise sehr wohl noch exzerpieren muss und für das ich auch Übungsfragen ausarbeiten möchte. Ein strikter Tagesplan muss wohl her, wie es aussieht.)

Liebe Leser… ich würde mich über jegliche Art Feedback dazu sehr freuen, da ich im Moment leider nicht so ganz genau weiss, wie ich dieses Modul angehen soll/werde.

Studienbriefe WS 2015/16

Per heute sind die Studienbriefe für das WS 2015/16 zum Download freigeschaltet! Das mittlerweile altbekannte Kribbeln der Vorfreude und die Motivation zu Semesterbeginn hat sich hiermit ebenfalls bei mir eingestellt und mein iPad ist bereits mit den Studienbriefen „aufgeladen“.

Gestaltung wissenschaftlicher ArbeitenDa ich G2 mit einer Hausarbeit abschliessen möchte, aber mit dem Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten keine Erfahrung habe, habe ich gestern damit begonnen, „Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten“ (Matthias Karmasin/Rainer Ribing) durchzulesen – sinnvolle Beschäftigung vor dem offiziellen Semesterbeginn.

(Meine letzte sogenannte „wissenschaftliche Arbeit“ war meine Fachbereichsarbeit für meine Matura anno 1997 zum Thema „Die Anfänge der organischen Chemie“ und kann hier dementsprechend leider nicht exemplarisch für tatsächliche Wissenschaftlichkeit herhalten. Ich weiss nur noch: es hat Spaß gemacht, sie zu verfassen und ich habe mir dadurch ein zusätzliches Maturafach erspart. Mit dieser Hausarbeit erspare ich mir ebenfalls etwas, nämlich eine Klausur. Dementsprechend hoch ist auch mein Motivationsfaktor im Moment.)