Es läuft wieder

Ich habe, sehr zu meiner Freude, tatsächlich wieder „hineingefunden“. Zur Zeit lese ich die 3. Kurseinheit zu Kurs 03505 | Alteuropäische Schriftkultur (Vom inschriftlichen Monument zum Holztäfelchen: Politischer und privater Schriftgebrauch in der Antike) mit sehr großem Interesse und Enthusiasmus und – was mich am meisten freut – sogar eine Idee zu einem Hausarbeitsthema beginnt sich langsam in meinem Kopf herauszukristallisieren. Sehr vage noch… aber allein das ist schon mehr, als sich in meinem Kopf diesbezüglich in den letzten 3 Semestern getan hat – und darüber freue ich mich sehr.

Aber das sei nur am Rande erwähnt… eigentlich wollte ich heute diesen Artikel teilen, der mir vorhin in meinem Facebook-Newsfeed entgegengehüpft ist:

Der Artikel/das Interview mit dem Leiter des Zentrums für Fernstudien an der JKU Linz richtet sich wohl an alle, die über die Machbarkeit und/oder den Wert eines Fernstudiums im Vergleich zum Abschluss auf einer Präsenzuni nachdenken. Aus persönlicher Erfahrung kann ich jedenfalls anmerken, dass sich die gemachten Aussagen zum Thema Arbeits- und Zeitaufwand, sowie zur notwendigen Selbstdisziplin und Selbstorganisation absolut mit der Realität decken, wenn man im Fernstudium erfolgreich sein möchte. Durchaus lesenswert, also.

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Phoenix aus der Asche…

Da mein letzter Eintrag hier mittlerweile ein Jahr und zwei Wochen in der Vergangenheit liegt und sich – sehr zu meiner Freude – in der Zwischenzeit einige meiner Leser nach meiner Befindlichkeit und/oder dem Status meines Fernstudiums erkundigt haben, schulde ich hier vermutlich tatsächlich ein kurzes „Statusupdate“.

Ja, mein Studium ist nun drei Semester lang völlig brach gelegen. Das ist schlimm – klar. Schlimmer sind natürlich die Gründe dafür… die definitiv diesmal nicht in meiner Faulheit oder Motivationslosigkeit zu verorten sind. Tatsache ist, dass vor mittlerweile einem Jahr meine Ehe nach zehn Jahren in die Brüche gegangen ist – und dass so ein Kataklysmus, so notwendig er auch war, nicht spurlos an einem vorübergehen kann, erklärt sich von selbst. Es galt erstmal, das Leben neu zu sortieren, bzw. schlicht und einfach den Alltag alleine mit zwei Kindern „auf die Reihe“ zu bekommen – und in diesem modus operandi gab es keine emotionalen, zeitlichen oder intellektuellen Reserven für soetwas wie ein Studium. Nicht „lebensnotwendige“ Aktivitäten mussten gnadenlos aus dem Alltag gestrichen werden – frei nach dem Motto something’s gotta give.

Entsprechend habe ich kein schlechtes Gewissen in irgendeiner Form, Zeit unnötig verschwendet zu haben (- wie ich es im Semester nach L1 leider sehr wohl getan habe), da ich die Unausweichlichkeit dieser situationsbedingten Zwangspause durchaus anerkenne und mir selbst auch zugestehe. Immerhin das Präsenzseminar Aus Liebe zum Führer: Emotionen und die Geschichte des Nationalsozialismus bei Dr. Alexandra Przyrembel habe ich letztes Jahr besucht – und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen, so es noch einmal angeboten werden sollte. Ebenso besucht habe ich die Lehrveranstaltung Schreibkompetenz bei Dr. Franz Palank, der ein ziemlicher Charakterkopf der guten alten Wiener Art ist – und dessen LVs zu besuchen sich schon alleine deshalb absolut auszahlt.

Mittlerweile haben sich die Dinge, der Alltag, ich selbst, etc. – soweit möglich – eingespielt und normalisiert und ich liebäugele wieder ernsthaft mit dem Semester, das kommenden Montag offiziell startet. Entsprechend wurden meine G2-Studienbriefe abgestaubt… meine Uni-Unterlagen neu sortiert… mein iPad frisch bestückt… ein neuer Textmarker gekauft… und meine Motivation aus den tiefsten Tiefen meines Gehirns hervorgekramt. Yay! Auch für Dr. Annika Hüsings online Präsenzseminar Mesopotamien gestern, heute, morgen – eine Kulturlandschaft im Spiegel der Zeiten habe ich mich erneut angemeldet.

Vielen Dank an alle, die sich nach mir und meinem Studium erkundigt haben – ich hoffe, hier ab jetzt wieder sinnvolle Beiträge leisten zu können. Falls sich Kommilitonen hier wiederfinden sollten, die ebenfalls G2 belegen, dürfen sie sich – wie immer – sehr gerne bei mir melden, ganz besonders, wenn sie vielleicht sogar noch geographisch sich im Raum Wien befinden sollten.

Und, mal wieder: Tschakka!

Meanwhile…

Nachdem mein letztes Posting schon ein paar Tage (*ahem*) zurückliegt, ist es vielleicht an der Zeit, die letzten Monate ein wenig Revue passieren zu lassen – auch wenn eigentlich nichts davon mit meinem Fernstudium etwas zu tun hat.

Ja – ich habe leider auch ein zweites Semester in den Sand gesetzt (- ausgesetzt). Die Gründe dafür sind ebenso mannigfaltig, wie eigentlich völlig belang- und haltlos, denn im Grunde hätte ich mir trotz Allem die Zeit nehmen können/sollen. Sagen wir einfach, jegliche Motivation hat sich zu 100% aus meinem Leben dem Semester verabschiedet. Kommilitonin #C war mit ihrem Neugeborenen zu beschäftigt, um sich mit der Uni zu befassen – und im L1-Semester habe ich mich dann doch sehr an ihre Lernpartnerschaft zur Eigenmotivation gewöhnt und ohne sie war für mich dann kaum etwas zu machen, der innere Schweinehund war allmächtig. Dazu kamen dann weitere Themen… Beziehungsstress, eine neue Therapie für mich, Probleme in der Arbeit, die sich in einer grossen Kündigungswelle vom Winter bis in den Frühsommer hinein geäussert haben und jetzt in Form eines grossen Office-Umzugs weitergehen… wie dem auch sei, das Leben war von allen Seiten her irgendwie viel zu… ablenkend.

Anyway.

Neues Semester, neues Glück. Auch Kommilitonin #C ist wieder mit von der Partie. Ich habe mich als Wiederholerin für L2 und G2 rückgemeldet, wobei ich tatsächlich mehr zu G2 tendiere und auch schon mit dem Lesen des ersten Studienbriefs begonnen habe. Hinzu kommen 1 Präsenzseminar und 1 online Seminar, die mich beide ebenfalls mehr in die G2-Richtung ziehen:

Präsenzseminar: Emotionen und die Geschichte des Nationalsozialismus

Samstag 26. November & Sonntag 27. November | 9-17 Uhr
Zentrum für Fernstudien Wien | Strozzigasse 2, 1080 Wien

(Anmeldung & detaillierte Infos ab ca. 8 Wochen vor Beginn)

Online-Seminar: Mesopotamien gestern, heute, morgen – eine Kulturlandschaft im Spiegel der Zeiten

01. Oktober bis 31. März | Moodle

In diesem Online-Seminar werden Lernmaterialien eingestellt, die Grundkenntnisse zum Thema Mesopotamien vermitteln und Anregungen zu Hausarbeitsthemen und mündlichen Prüfungen geben.

Zusätzlich habe ich mich auch zu den folgenden Lehrveranstaltungen am Zentrum für Fernstudien Wien angemeldet:

Professionelle (Literatur-)Recherche und Zusammenarbeit im Internet

Freitag 11. November, 15-19 Uhr & Samstag 12. November 9-17 Uhr
Zentrum für Fernstudien Wien | Strozzigasse 2, 1080 Wien

In dieser Lehrveranstaltung wird mit Ihnen gemeinsam erarbeitet, wie Sie die elektronischen Medien für Ihr Studium bestmöglich nutzen. Sie lernen zahlreiche Web-Anwendungen kennen und diese für Ihre Bedürfnisse einzusetzen (Bibliotheksrecherche, wissenschaftliche Suchmaschinen und Fachdatenbanken, Weblogs als Plattform für Lerngruppen, um Aufgaben gemeinsam zu lösen, Programme zur Strukturierung von Informationen und zur Speicherung von Teilen von Websites, Application Sharing Tools, um an verschiedenen Orten zeitgleich und kollaborativ arbeiten zu können, etc.). Sollte Bedarf bestehen, so kann auch das FernUni Hagen spezifische Moodle-System kennengelernt werden.

Schreibkompetenz

Freitag 28. Oktober, 17-21 Uhr & Samstag 29. Oktober, 9-17 Uhr
Zentrum für Fernstudien Wien | Strozzigasse 2, 1080 Wien

Der Workshop ist in praktischer Form auf die Entwicklung der Schreibkompetenz gerichtet. Er baut Ängste ab, macht Mut, schafft Knowhow, und vieles mehr. Er richtet sich an alle Studierenden, an solche in den Anfangsphasen ebenso wie an diejenigen, die schon vor großen Schreibaufgaben (Bachelor oder gar Master) stehen. Das gemeinsame Lernen hat sich in den bisherigen Seminaren sehr bewährt.

Tschakka!

Versand der Studienbriefe

Mal wieder hat es länger gedauert. Seit dem letzten Semester ist beim Versand des Studienmaterials wohl irgendwie der Hund drin…? Zumindest für Studenten ausserhalb Deutschlands, wie es scheint. Versandbeginn war der 29. September.

Jedenfalls: gestern ist es endlich eingetroffen, mein Material für G2.

G2 Studienbriefe

Durchaus beeindruckend. Ungefähr 850 Seiten, gesamt. Allerdings… wie verhält es sich damit, wenn man plant, eine Hausarbeit zu schreiben? Eine Hausarbeit ist eine Vertiefung eines bestimmten Themas, ganz anders als eine Klausur. Intuitiv würde ich daher sagen: ein komplettes Durcharbeiten/Exzerpieren aller Studienbriefe, wie ich es für die Klausur-Module mache/gemacht habe, ist hier vermutlich nicht angezeigt, oder? Durchlesen – Thema raussuchen. Oder sehe ich das falsch?

(Bei 850 Seiten müsste ich täglich 30 davon lesen, um in 4 Wochen damit durch zu sein. Bei 20 Seiten täglich entsprechend in 6 Wochen. In Anbetracht der Tatsache, dass das Exzerpieren vermutlich wegfallen wird – was schliesslich der grösste Zeitfaktor ist, sollte das vielleicht sogar machbar sein. Wäre da nicht L1, das ich eben teilweise sehr wohl noch exzerpieren muss und für das ich auch Übungsfragen ausarbeiten möchte. Ein strikter Tagesplan muss wohl her, wie es aussieht.)

Liebe Leser… ich würde mich über jegliche Art Feedback dazu sehr freuen, da ich im Moment leider nicht so ganz genau weiss, wie ich dieses Modul angehen soll/werde.

Einen guten Start ins WS 2015/16!

Ja, den wünsche ich uns Allen! Ab morgen geht das Semester offiziell los – die Moodle Lernumgebungen werden (- erstmals für alle Studiengänge in Version 2.0) freigeschaltet. Ich bin ein wenig zwiegespalten… einerseits voller Vorfreude und Optimismus… andererseits gestehe ich, dass ich die letzten Monate seit Beginn unseres Umzugs-Prozesses Anfang Juni 2015 ohne Lernerei doch irgendwie auch sehr genossen habe…

Semesterbeginn MemeSoll heissen: es fällt mir gerade sehr schwer, die Freiheit der letzten Monate wieder aufzugeben und mich ab morgen nicht nur einem, sondern gleich zwei Modulen zu widmen, um meinen Semesterverlust wieder aufzuholen. Mein Kopf ist zur Zeit ganz bequem im Relax-Modus und es verhält sich hierbei ähnlich, wie mit dem Körper und dem Sport: sobald man damit aufhört, wird’s gemütlich und der Neueinstieg kostet Überwindung und ganz viel Motivation. Das eben gepostete Meme ist zwar ganz witzig, aber dann doch ein wenig negativ. So soll es nämlich nicht sein. Und wird es auch nicht sein. Ich habe mit Kommilitonin #C bereits Termine für wöchentliche f2f Treffen ausgemacht (L1) und das erste wird nächsten Dienstag bereits stattfinden. Ich denke, auf diese Weise wird um Einiges mehr weitergehen, als bei den Skype-Treffen des letzten Semesters. Jemanden „in echt“ vor sich zu haben ist immer effektiver, als virtuelle Lernsessions.

(Meine Studienbriefe für G2 sind leider noch nicht vollständig vorhanden, der Versand hat auch erst gestern oder vorgestern begonnen. G2 stehe ich besonders gespannt gegenüber, Stichwort: erste Hausarbeit.)

Jedenfalls gilt es, das Semester in positiver Stimmung zu beginnen, dafür finde ich folgendes Bild viel passender und schöner:

Semesterbeginn Inspiration

Studienbriefe WS 2015/16

Per heute sind die Studienbriefe für das WS 2015/16 zum Download freigeschaltet! Das mittlerweile altbekannte Kribbeln der Vorfreude und die Motivation zu Semesterbeginn hat sich hiermit ebenfalls bei mir eingestellt und mein iPad ist bereits mit den Studienbriefen „aufgeladen“.

Gestaltung wissenschaftlicher ArbeitenDa ich G2 mit einer Hausarbeit abschliessen möchte, aber mit dem Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten keine Erfahrung habe, habe ich gestern damit begonnen, „Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten“ (Matthias Karmasin/Rainer Ribing) durchzulesen – sinnvolle Beschäftigung vor dem offiziellen Semesterbeginn.

(Meine letzte sogenannte „wissenschaftliche Arbeit“ war meine Fachbereichsarbeit für meine Matura anno 1997 zum Thema „Die Anfänge der organischen Chemie“ und kann hier dementsprechend leider nicht exemplarisch für tatsächliche Wissenschaftlichkeit herhalten. Ich weiss nur noch: es hat Spaß gemacht, sie zu verfassen und ich habe mir dadurch ein zusätzliches Maturafach erspart. Mit dieser Hausarbeit erspare ich mir ebenfalls etwas, nämlich eine Klausur. Dementsprechend hoch ist auch mein Motivationsfaktor im Moment.)

Ruhig war es die letzten Wochen…

…um mich. Die L1-Klausur ist ins Land gezogen, also, eher an mir vorbeigezogen – und ich hoffe, dass es meinen Kommilitoninnen dabei allesamt gut ergangen ist. Die von mir ins Leben gerufene L1-Skype Lerngruppe hatte sich einige Wochen vor der Klausur mit jeder Menge Neuzugängen völlig verselbstständigt, und mit meiner Entscheidung, nicht zur Klausur anzutreten, habe ich mich auch dort geistig völlig ausgeklinkt.

Zu meiner Überraschung hat mich nach der verstrichenen Klausur auch Kommilitonin #C kontaktiert – auch sie hat aufgrund privater Gründe die Klausur nicht mitgeschrieben und stünde mir als Lernpartnerin für das kommende Semester wieder zur Verfügung – sogar lokal, für Lerntreffen vor Ort. So ich mich denn dazu entschliesse, L1 wirklich nochmal zu versuchen, soll das heissen.

(Was ich wohl tun werde.) Denn ich ärgere mich nach wie vor furchtbar über das verlorene Semester und trotz aller Unwilligkeit dem Lernstoff gegenüber steht nach wie vor die stichhaltige These im Raum, dass das Semester kein verlorenes wäre, würde ich im kommenden Semester halt 2 Module abschliessen, anstatt regulär nur einem.

(Und das halbe L1-Modul gelernt hätte ich ja schon einmal…)

Nun, das neue Semester beginnt in fast genau 2 Wochen. Die Skripte werden ab morgen zum Download zur Verfügung gestellt. Und da Ordnung das halbe Leben (und die halbe Vorbereitung) ist, habe ich heute schon mal meine neue Ordnerstruktur im online Drive für das kommende Semester angelegt, mein iPad von den Skripten des letzten Semesters „gesäubert“ und jene Aufzeichnungen, die ich für L1 auch im kommenden Semester weiter nutzen werde können, frisch organisiert. Ich möchte mir die neuen Skripten erneut herunterladen, auch wenn sich wahrscheinlich vom letzten Semester bis jetzt nichts geändert haben wird. Sicher ist sicher. Ich habe ca. die Hälfte des Moduls bereits exzerpiert, das Glossar (- zumindest die relevanten Teile des letzten Semesters) ist bereits in einer elektronische Lernkartei angelegt und einige Dinge habe ich mir bestimmt bis jetzt sogar gemerkt. Kommilitonin #C habe ich wöchentliche persönliche Treffen vorgeschlagen, in denen wir 1-2 Stunden lang gemeinsam den Stoff durchbesprechen, Übungsfragen ausarbeiten, uns gegenseitig das Glossar abfragen und Genette in seiner Anwendung exerzieren. Bei einer strikten Einhaltung dieser Strategie sollte auch das parallele Lernen für das zweite Modul möglich sein. So let’s try L1 again!

Weiters und regulär belegt habe ich übrigens G2 – Geschichte der Schriftkultur.

Schriftliche Zeugnisse gehören nicht nur zu den wichtigsten kulturellen Äußerungsformen. Vielmehr hat die Verbreitung von Schriftsystemen auch revolutionierende Folgen für den Wissensbestand, die Wissensnutzung und den Denkstil der betroffenen Kulturen. Dies gilt namentlich für den welthistorischen Siegeszug des Alphabets/ABCs, wobei auf Grund der für Alteuropa charakteristischen sozialen Dynamik die soziale Exklusivität des Schriftgebrauchs weniger stark ausgeprägt gewesen ist als in anderen Kulturen. Gleichwohl bleibt die Einschränkung des Schriftgebrauchs auf Funktionseliten (Klerus, Stadtbürgertum, Gelehrte) ein Kennzeichen der alteuropäischen Schriftkultur – denn die volle Alphabetisierung der Gesellschaft ist auch in Europa erst ab dem 19. Jahrhundert erfolgt. Im Rahmen eines historischen Längsschnitts werden die schrifttechnologischen Errungenschaften Alteuropas nachgezeichnet. Über die kontinentalen Grenzen blickend geht es dann um die Frage nach der globalen Bedeutung dieser schriftkulturellen Muster im Zuge der europäischen Expansion des 15.
Jahrhunderts. Linguistisches Know-how war mit entscheidend, um koloniale Herrschaft aufzubauen und zu stabilisieren. Außereuropäische Schriftkulturen wurden dabei tiefgreifend verändert. Ergänzend zur Schrift wird für die Vormoderne auch der spezifisch christliche Bildgebrauch eigens thematisiert in einem Bogen von den Anfängen des christlichen Bildes im 2. Jh. n. Chr. über die zunehmende Verwendung von Bildern in der christlichen Kultpraxis bis hin zur Krise des Bildes in der Reformation und seiner neuzeitlichen Verwandlung zum „Kunstwerk“. Das Modul soll diese Zusammenhänge klarmachen und zugleich dazu beitragen, das Bewusstsein der Studierenden von der Geschichtlichkeit ihres eigenen Schreib-, Lese und Denkstils zu vermitteln.

Ich bin sehr gespannt, da es mein erstes Modul sein wird, das ich mit einer Hausarbeit abschließen möchte. Eine Hausarbeit und eine Klausur… das sollte zu schaffen sein, ja? (Bitte sagt mir, dass das in Teilzeit machbar ist!) Immerhin hatte ich jetzt wirklich viele Wochen, sogar einige Monate lang (unfreiwillige) Erholung vom Studium und gehe frisch und neuen Mutes an die Herausforderung des neuen Semesters heran – auch wenn ich ja leider schon weiss, was mich in L1 erwartet und ich darüber nicht begeistert bin. Ich werde auch die 2 Wochen bis zum offiziellen Semesterbeginn nutzen, um bereits mit L1 vorab zu beginnen. Tschakka!!!

Was steht bei Euch so im WS 2015/16 auf dem Plan?

Habemus Note! #3

Auf den Tag genau 9 Wochen – und die Warterei hat endlich ein Ende.

(Die längste Warterei, bis dato… aber so ist das eben: tendentiell kommen die Noten der L-Module am Schnellsten, P liegt in der Mitte und G ist eine endlose nervenaufreibende Zitterei.)

Uff. So nervös war ich bis jetzt noch nie, Angesicht zu Angesicht mit dem Link zum Klausurkommentar. Bis jetzt war ich aber auch noch nie so überzeugt davon, wirklich schlecht abgeschnitten zu haben, wie diesmal. Stein auf Bein hätte ich geschworen, dass ich maximal ein Genügend zusammengebracht habe. Diese dritte Frage…

Also, klick. Und dann – absolutes Unglauben… ich habe G1 sogar besser gemeistert, als P2 – obwohl mir P2 gefühlsmässig doch etwas leichter gefallen ist!

Note: 2,0

Holy shit. 🙂

Das allererste Gefühl, das ich dann durch das hochgeschossene Adrenalin wahrgenommen habe, war einfach nur unglaubliche Erleichterung. Dieses Monstermodul abgeschlossen zu haben, ist schon ein verdammt gutes Gefühl, denn es war meine allergrösste Sorge, mich nocheinmal mit dieser Unmenge an (nicht 100%-ig mitreissendem) Stoff auseinandersetzen zu müssen.

(Die Philo-Einführungsmodule waren wirklich vergleichsweise überschaubar, zumindest was die reine Stoffmenge betrifft.)

Nach 3 erledigten Modulen kann ich einen Notenschnitt von 1,9 vorweisen – ich denke, dass das unter meinen Voraussetzungen durchaus herzeigbar ist. Besonders, da ich dieses Studium mit dem Vorhaben begonnen habe, „einfach nur zur bestehen“ – ohne weitere Ansprüche an meinen Notenschnitt zu stellen.

Der Notenspiegel ist übrigens auch schon einzusehen: von 158 angetretenen Studis haben 29 nicht bestanden, meine Note gibt es 57 Mal – der Rest verteilt sich und ergibt einen Gesamtnotenschnitt von 2,9.

Eine weitere wunderbare Aussicht: nur noch die L1-Klausur, dann nur noch Hausarbeiten (- und die zwei mandatorischen mündlichen Prüfungen). Ich schreibe sehr gerne – und ich bin wirklich motiviert, 2 Hausarbeiten in einem Semester zu schreiben und daher 2 Module in einem Semester abzuschliessen.

Also! G1: abgehakt, erledigt, fertig, done, never again!

G1-Klausur… überstanden!

Überstanden ist sie wohl… aber mit eher gemischten Gefühlen, wenn ich ehrlich sein soll.

Zum ersten Mal am Tag der Klausur habe ich den Vormittag ganz bewusst NICHT mehr in meine Unterlagen geschaut. Ich bin in der Früh im Bett geblieben… und erst so gegen 11 daraus hervorgekrochen. War nötig, ja. Dann war ich in Geos Schlepptau mehr oder weniger entspannt Nervennahrung für die Klausur einkaufen, er hat mich dann mit dem Auto in die Stadt kutschiert – und um halb 2 war ich vor Ort.

Und mit dem Kopf überall, nur nicht bei der Klausur.

Tja. Die Klausur selbst? Beim ersten Durchblättern war ich zunächst durchaus erfreut. Zum Abschnitt Alteuropa hätte ich alle 3 zur Wahl stehenden Fragen gut beantworten können, habe mich dann für Oexle und die Ständemodelle in Alteuropa entschieden. Im Abschnitt zur Neueren Geschichte habe ich zwischen der Frage zur Periodisierung und dem langen 19. Jahrhundert vs. einer Quellenkritik überlegt – mich dann schliesslich für die Quellenkritik entschieden. Im Nachhinnein betrachtet, hätte ich vermutlich doch die Periodisierung bearbeiten sollen… aber auch meine Quellenkritik war wahrscheinlich ganz ordentlich. Das Problem – und je länger ich darüber nachdenke, umso grösser erscheint es mir – war der Abschnitt zur Aussereuropäischen Geschichte, wie ohnehin erwartet. Von den drei zur Auswahl stehenden Fragen war ich in keiner firm genug, dass ich mir eine solide Antwort zugetraut hätte. Ich wusste zu allen drei nur stichwortartige Antwortfetzen – habe mich dann schliesslich für das Thema oral tradition entschieden und habe mehr oder weniger eher kreativ denn wissend losgelegt. Und für mehr als knapp 2,5 Seiten hat es leider auch nicht gereicht… ich gehe also davon aus, dass Abschnitt 3 mit nicht bestanden beurteilt werden wird – was soviel heisst wie: sowohl Abschnitt 1 als auch Abschnitt 2 müssen mit besser als 2,7 benotet werden, um die Klausur im Ganzen bestanden zu haben, wenn ich das jetzt richtig im Kopf habe.

Um das herauszufinden, heisst es jetzt wieder ca. 8 Wochen warten… was mich, wie immer, sehr nervt.

Aber jetzt heisst es wieder einmal: durchatmen… und mich ein paar Wochen lang anderen Dingen im Leben zuwenden.

Einbunkerung, Tag 6

Der letzte Tag… und was für einer. Hochgekommen bin ich in der Früh gar nicht… und habe daher beschlossen, noch eine Stunde Schlaf (- oder 2) dranzuhängen. Und gut war’s. In der Bibliothek war ich also heute erst gegen 11 – wieder so bis 20 Uhr.

Aussereuropäische Geschichte… naja. Ich hoffe halt auf’s Beste. Geskyped haben wir abends auch noch einmal knapp 2 Stunden. Jetzt reicht’s dann.

Ansonsten… bin ich dann heute nicht besonders mit weiteren Worten für diesen Eintrag ausgestattet. Müde. Und ganz schön gebeutelt hat’s mich heute… aus mehreren Gründen, undisclosed. Ich will nur noch ins Bett – und das morgen hinter mich bringen – und hoffentlich mein drittes Modul erfolgreich abschliessen. Kleines tidbit am Rande: Mädel mit FU-Hagen-Studienbrief im Pausenraum erspäht. Hat Seltenheitswert. Gute Nacht. Ich träum heut‘ Nacht ganz sicher was Schönes.