Die Krux mit den last-minute Arbeiten…

…ist ja die, das man nie weiß, ob man jetzt im Rausch des Zeitdrucks ein literarisches Meisterwerk zu Papier gebracht hat – oder ob man absoluten Schrott produziert hat.

Im Fall meiner Übungsaufgabe 2 liegt die Antwort wohl irgendwo mittendrin. Oder sollen wir sagen: meine Übungsaufgabe war essentially wohlklingender, flüssig formulierter Schrott.

Wie sich allerdings herausstellt, dürfte die Mehrheit der Kommilitonen an der eigentlichen Fragestellung gekonnt vorbeiformuliert haben, denn die kollektive Abgabe hat Prof. Bedorf in seinem Antwortvideo dazu veranlasst, sich selbst die Schuld dafür zu geben, da offensichtlich seine Frage nicht gut und klar genug formuliert war.

Ja, oder so, natürlich. Die nächste Aufgabe befasst sich jedenfalls mit Derrida und Austin – und ich bin hochmotiviert, diesmal eine wohlklingende und flüssig formulierte tatsächliche Antwort auf die gestellte Frage zu produzieren.

In der Zwischenzeit zeige ich Euch etwas, das wohl das Herz eines jeden KuWis, insbesondere eines jeden Literatur-Hauptfachlers vermutlich höher schlagen lässt, nämlich ein Fundstück aus einem alten, baufälligen Haus, das kurz vor seinem Abriss steht um einem neuen Familienheim Platz zu machen – und das mein Vater zwischenzeitlich und leihweise als private Werkstätte verwenden darf:

Ist das nicht mal was? Die Bücher sind alle in einem furchtbaren Zustand und ich hatte das Gefühl, ich musste meine Hände nach einer ersten Durchsicht mit Stahlwolle abschrubben – aber was für ein Sammelsurium! Die Ausgaben sind allesamt aus den 60er und 70er Jahren und verfügen teilweise auch noch über interessante handschriftliche Randnotizen… und sogar etwas, von dem ich glaube, dass es eine Namensliste der damaligen Klassenkollegen ist, habe ich auf einem Buchrücken in altmodischer Handschrift gefunden. Hach, ich mag sowas!

Beizeiten werde ich diesen Beitrag editieren und eine vollständige Liste der enthaltenen Reclam-Hefte anführen. Wenn ich daran denke, dass mein Vater diese Schachtel über willhaben verklopfen wollte… es war reiner Zufall, dass ich an diesem Tag einen Blick in seinen Kofferraum geworfen habe und sie entdeckt habe. Er hat sie mir sogleich ausgehändigt – ich bin nicht sicher, ob er vielleicht einfach nur froh war, den alten „Müll“ losgeworden zu sein und keine weitere Arbeit damit zu haben, die ihm ohnehin nur ein paar lächerliche Euro eingebracht hätte – und ich fühle mich reich beschenkt, ein bisschen so, als hätte ich bei einer Expedition einen uralten Schatz entdeckt.

Updates pending!

PS: Falls jemand Tipps hat, wie man diese alten Dinger wenigstens ein klein wenig reinigen könnte, ohne sie weiter zu zerstören, bin ich dankbar!

Advertisements

Erstes universitäres Feedback nach 2 Jahren

Schreiben wollte ich eigentlich „4 Semester“ im Titel… weil das irgendwie… nicht so schlimm… klingt, wie 2 Jahre. Aber – sind wir wenigstens ehrlich hier und blicken den kalten, harten Fakten ins Auge – „2 Jahre“ ist nunmal die korrekte Bezeichnung für meinen Zeitverlust und daher habe ich die „4 Semester“ wieder entfernt und den schwierigeren Ausdruck hingeschrieben. Tatsächlich könnte ich mittlerweile schon 9 abgeschlossene Module am Konto haben und somit nur noch ein Jahr plus Bachelorarbeit abzuarbeiten haben – und wäre somit sogar gleichauf mit dem Alphanerd, der auch gerade in seinem vorletzten Semester sich befindet.

(„Abzusitzen“ haben, möchte man einem Bekannten Glauben schenken, der mich mal ernsthaft danach gefragt hat, wieviel Zeit denn noch bis zum geschenkten BA ins Land ziehen muss. Hach… manche Dinge bleiben wohl auch nach Jahren noch als kleiner Stachel im Kopf zurück und eitern dort vor sich hin, bei aller himmelschreiender Ungerechtigkeit, der man eigentlich keine Bühne bieten sollte. Aber das nur am Rande.)

Tatsächlich beschäftige ich mich nun statt mit dem 10. Modul mit meinem 5. Das mit dem Abschluss zum 40er wird nichts mehr – muss es aber auch gar nicht. Die Hauptsache ist, dass ich mich trotz aller Schwierigkeiten der letzten zwei Jahre nicht grundsätzlich von meinem Vorhaben habe abbringen lassen und es auch weiterhin nicht werde – und das kann ich hier gar nicht oft genug schreiben und (- hauptsächlich für mich selbst, natürlich) betonen. That said – heute ist das Feedback zur ersten P3-Übungsaufgabe gekommen und ich vermelde mit großer Freude, dass meine Wortspende als „sehr guter Essay“ mit Ausrufezeichen beurteilt wurde. Mit kleinem Kritikpunkt, der allerdings nur nach einer „vorsichtigeren Formulierung“, bzw. einer genaueren Bezugsquelle verlangt.

Es ist zwar nur eine kleine Übungsaufgabe – aber diese kleine Übungsaufgabe ist mehr, als ich ihn 2 Jahren zustande gebracht habe und ich freue mich, dass mir das Schreiben und das Ausformulieren nach wie vor Spaß macht, gelingt, und dann Anklang findet. Das motiviert für den weiteren Semesterverlauf – Übungsaufgabe 2 zur Performativität wurde nämlich schon hochgeladen und beinahe juckt es mich direkt in den Fingern, auch diese sofort in Angriff zu nehmen. Ride the tide while it’s high. Gespannt bin ich schon auf das Sammelfeedback von Prof. Bedorf.

Die Klausurvorbereitung für L1…

…ist in vollem Gange. Kommillitonin #C und ich treffen uns nun nicht nur einmal wöchentlich in der Bibliothek der TU Wien, sondern skypen auch mindestens zweimal die Woche zusätzlich. Das bloggen ist, wie man sieht, ein wenig in den Hintergrund gerückt, da mir dafür wirklich die Zeit fehlt. Ich werde definitiv nicht damit aufhören, aber es wird vermutlich bei den momentanen Intervallen bleiben.

Eine weitere Änderung wird meine Übungsaufgaben hier betreffen: ich werde keine Weiteren mehr online stellen. Ich arbeite für L1 an den meisten Aufgaben, allerdings lade ich sie nicht ins Moodle hoch und bekomme daher auch kein persönliches Feedback dazu. Die Zeit, sie hier hochzuladen, habe ich ebenfalls nicht. Die bereits hier zu Verfügung gestellten Übungsaufgaben werde ich aber belassen, wo sie sind.

Ich wünsche Euch allen und mir auch weiterhin eine erfolgreiche Klausurvobereitungsphase!

P2 Übungsaufgaben, gesammelt

Liebe Kommilitonen!

Es ist wieder soweit: hier ist der Beitrag mit den gesammelten Übungsaufgaben aus dem Modul P2 aus dem Sommersemester 2014.

Im Unterschied zum Sammelthread aus P1 ist dieser hier leider extrem überschaubar und wir nur bedingt Hilfestellung für zukünftige P2-Studenten darstellen, da ich im letzten Semester gerade einmal zwei Übungsaufgaben (von insgesamt 11) ausgearbeitet habe.

Nichtsdestotrotz möchte ich Euch die beiden hier zur Verfügung stellen. Wie immer gilt: die Übungsaufgaben sind passwortgeschützt, ich schicke Euch das Passwort aber gerne zu, wenn Ihr mir ein Kommentar samt gültiger Mailadresse hinterlässt.

(Anmerkung: wer das Passwort für die P1-Übungsaufgaben schon hat, braucht mich nicht mehr anzuschreiben, sondern nur noch folgerichtig das Passwort entsprechend abzuändern.)

Folgende Kapitel waren bei der Klausur am 8. September 2014 Thema:

  • Tugendethik vs.Pflichtethik
  • Hegels Rechtsphilosophie
  • Wertethik
  • Naturzustand – Eigentum – Staat bei Kant
  • Geschichte und Recht bei Kant

Wie auch schon bei P1 gilt auch hier, dass sich die aktive Mitarbeit im Moodle definitiv auszahlt. Die Modulsbetreuung ist, ebenso wie in P1, exzellent und äusserst hilfreich, auch wenn eine Ein- bzw. Abgrenzung des klausurrelevanten Stoffs in der Form wie in P1 hier nicht erfolgt ist und (- zumindest bei mir -) dadurch für grosse Unsicherheit gesorgt hat. Grundsätzlich ähneln sich P1 und P2 in Form und Ablauf sehr, wer das Eine gemacht hat weiss, was im Anderen erwartet wird – ich persönlich bin aber durchaus froh, mit P1 begonnen zu haben und würde es auch wieder so machen.

Viel Spass all Jenen, die im Wintersemester 2014/15 dieses Modul belegen werden! Bei Fragen stehe ich selbstverständlich jederzeit zur Verfügung!

P1 Übungsaufgaben, gesammelt

Liebe KommilitonInnen!

(Übrigens hasse ich dieses schwachsinnige Gendern und unterlasse es daher auch im Rest des Beitrags.)

An dieser Stelle einmal ein herzliches Dankenschön für’s Mitlesen und Einbringen im Lauf des ganzen letzten Semesters. Ich hoffe wirklich, dass ich dem Einen oder Anderen bereits mit sinnvollen Informationen helfen konnte, bzw. dass sich dieser Blog im Lauf der Zeit als gute Anlaufstelle für KuWi-Studenten entwickeln wird. Das bisherige Feedback ist gut und motiviert mich, weiterzuschreiben und meine Reise weiter zu dokumentieren.

(Dieser Beitrag richtet sich hauptsächlich an Studierende, die in Zukunft P1 belegen wollen.)

Zu diesem Zwecke habe ich alle von mir geschriebenen Übungsaufgaben zum Modul P1 hier nocheinmal übersichtlich zur Referenz gesammelt. Wie immer gilt: die Aufgaben sind nach wie vor passwortgeschützt, ich schicke Euch dieses aber gerne zu, wenn Ihr ein Kommentar inkl. Mailadresse hinterlässt.

Ich habe die Beiträge mit den Übungsaufgaben jetzt auch dahingehend bearbeitet, als dass ich nach meiner Ausarbeitung unten auch noch die Kommentierung von Herrn Schmitt reinkopiert habe. Das sollte veranschaulichen, worauf Wert gelegt wird und wie die Aufgaben zu verfassen sind. Die besondere Hervorhebung meiner Aufgaben, die mit „Hervorragend“ kommentiert wurden, dient selbstverständlich nicht meiner Bauchpinselung, sondern ist als Orientierung und Hilfestellung gedacht.

Kapitel 5 „Sprachphilosophie“ konnte ich nicht zeitgerecht fertigstellen – Kapitel 8 „Naturphilosophie“, Kapitel 9 „Philosophische Anthropologie“ und Kapitel 10 „Religionsphilosophie“ habe ich ausgelassen, da zu diesem Zeitpunkt die klausurrelevanten Kapitel bereits feststanden und keines davon ein Solches war.

Folgende Kapitel waren bei der Klausur am 13. März 2014 Thema: Erkenntnistheorie, Metaphysik, Sprachphilosophie und Philosophie des Geistes. Klausurrelevanter Zusatzkurs war „Formale und informelle Logik“.

Grundsätzlich lässt sich sagen: die aktive Mitarbeit im Moodle zahlt sich mehr als aus und ist jedem Studierenden wirklich nahezulegen. Die Modulsbetreuung ist exzellent und die vielen dezenten bis ausdrücklichen Hinweise des Herrn Schmitt sind auf jeden Fall ernstzunehmen. Das gewissenhafte Schreiben der Übungsaufgaben ist eine sehr gute Vorbereitung auf die Klausur, besonders in der Hinsicht, was stilistisch und strukturell erwartet wird.

Viel Spass all Jenen, die im Sommersemester 2014 dieses Modul belegen werden! Bei Fragen stehe ich selbstverständlich jederzeit zur Verfügung!