Sag zum Abschied leise servus…

Meine lieben, treuen Mitleser.

Nun ist es ja so, dass – wie Ihr wisst – mein Studium seit 2 Jahren aus diversen Gründen brach liegt und es mir massiv an Motivation mangelt, es wieder voller Elan aufzunehmen, von kurzen bursts zwischendurch abgesehen. Am Ende komme ich aber (und immer schneller) immer wieder an den Punkt der absoluten Demotivation. Die Hauptfrage, die mich dann beschäftigt – in Wahrheit schon lange beschäftigt – ist die nach der tatsächlichen Anwendbarkeit dieses Abschlusses und damit auch die Frage: „Warum genau tu‘ ich mir das eigentlich an?“

Die Kulturwissenschaften, so hochinteressant sie sind, sind ein hochtheoretisches Fach ohne jegliche Alltagstauglichkeit (zumindest nicht in MEINEM Alltag) und wenn ich zu Beginn noch aus reiner Liebe zur Sache studiert habe und der Meinung war, ein Abschluss – selbst ein fachfremder – wird mich im Berufsleben schon weiterbringen, so ist es mittlerweile so, dass ich nicht zuletzt auch wegen gewisser Umstrukturierungen und Tendenzen beim Arbeitgeber die Notwendigkeit erkenne, mich unbedingt realitätsnah weiterzuqualifizieren. Was die Motivation, die Kulturwissenschaften voranzutreiben, natürlich nicht erhöht.

Natürlich ist es auch so, dass ich mit Job und Familie kein Studium in irgendeiner anderen Form als der des Fernstudiums betreiben kann. Und die Optionen hierzu sind – zumindest zu leistbaren Preisen – über die FernUni Hagen hinaus eher dünn gesät. In Wahrheit war dieses Faktum alleine der Grund, warum ich mich trotz aller Demotivation 5 Semester lang immer wieder zurückgemeldet habe – in der schieren Hoffnung, mich irgendwann endlich wieder am Riemen reißen zu können und mit demselben Elan weiterzumachen, mit dem ich begonnen habe. Gleichzeitig beobachte ich nun schon meinen Partner seit geraumer Weile durchaus neidvoll, wie er sein Vollzeitstudium an der FH durchzieht und denke mir dabei, wie perfekt ein FH-Studium für mich wäre, schon allein wegen des vorgegebenen Rahmens: viele unterschiedliche Fächer statt eines Moduls pro Semester, mehrere (kleinere) Prüfungen während des Semesters statt einer großen semesterüberspannenden Prüfungsleistung wie in Hagen, praxisbezogene Projektarbeiten, fixe Kommilitonen über den gesamten Studienverlauf.

Mich ein ganzes Semester lang mit einem Haufen Stoff „alleine zu lassen“ und mir am Ende eine Prüfungsleistung abzuverlangen ist – mit der Erfahrung, die ich mittlerweile dazu habe – einfach keine besonders zielführende Idee. Diese Art des Studiums entspricht nicht meinem Lernstil, das weiß ich mittlerweile. Ich brauche engmaschigere, konkrete Vorgaben und kleinere Brocken zu mehreren unterschiedlichen Themen. Viel direkteren und unmittelbarerern Austausch mit Kommilitonen. Dazu natürlich – und auch das war ein Lernprozess – brauche ich ganz offenbar „Daten und Fakten“ statt „Theorien und Gedankengänge“.

All dem gegenüber steht natürlich der immense Aufwand, der bereits in mein Fernstudium geflossen ist. Viel Zeit… viel Herzblut… viel Stress… viel… von allem. All das für null und nichtig zu erklären, fällt unglaublich schwer. Auch wenn es natürlich keine verlorene Zeit ist, denn gelernt habe ich dennoch Vieles, nicht zuletzt auch über mich selbst. Am Ende stehen aber doch meine karrieretechnischen Überlegungen im Vordergrund. Praxisnähe und -relevanz.

Und es ist auch insofern keine verlorene Zeit, als dass ich – würde ich jetzt plötzlich meine Motivation wiederfinden und Modul für Modul durchziehen – ich ab jetzt noch genauso lang für meinen Abschluß in Hagen brauchen würde, als ich es für ein neu begonnenes BA-Studium an einer FH würde… vermutlich sogar noch länger.

So habe ich also letzte Woche um Exmatrikulation angesucht, Minuten nachdem ich die ersehnte Zusage an der Ferdinand Porsche FernFH erhalten habe, an der ich mich für den Bachelor Studiengang Aging Services Management beworben habe. Die Aufnahmsprüfung letzte Woche habe ich bestanden und auch das Aufnahmegespräch ist sehr gut gelaufen – ab dem WS2018/19 bin ich nun ordentliche Studierende an der FernFH in Wiener Neustadt. Eine Studentin von 35 für diesen Jahrgang. Meine Freunde ist riesengroß, auch wenn ich gleichzeitig dennoch sehr wehmütig bin – die FernUni Hagen war in den letzten Jahren, auch wenn ich keine Prüfungsleistungen abgelegt habe, dennoch mein ständiger Begleiter.

Natürlich verschwinde ich aber nicht ganz aus der Blogosphere, ist mir doch auch das Dokumentieren im Lauf der Zeit ziemlich ans Herz gewachsen. Wer mir also auch in Zukunft folgen will, der kann das sehr gerne hier tun:

Mission: FernFH

Ich wünsche Euch allen auch weiterhin viel Erfolg und vor allem Spaß beim Fernstudium in Hagen und danke Euch allen für die virtuelle Begleitung und den Austausch, er sich hier ergeben hat! Den Blog lasse ich online – bekommt er doch nach wie vor täglich sehr viele Zugriffe und ich denke, dass er mittlerweile eine wirklich sinnvolle Quelle an Informationen für Mitstudierende/neu beginnende Studenten in Hagen geworden ist. Einzig Mails werde ich keine mehr beantworten, für alles Weitere lest bitte mein FAQs.

Alles Liebe,
Panta Rheia

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Hausarbeiten: das weitere Vorgehen?

Meine lieben Leser! Viele von Euch sind ganz bestimmt schon wesentlich fernstudiumserfahrener als ich, daher richte ich mich diesmal mit einer Frage an Euch:

Ich habe mich, wie Ihr ja schon wisst, für eine Hausarbeit dieses Semester angemeldet und habe ein grobes Thema bereits im Kopf. Die Fragestellung ist noch nicht ausgereift und auch wälze ich mich noch durch das Internet auf Literatursuche dazu – aber ich stelle mir bereits die Frage, wie nun grundsätzlich weiter vorzugehen ist: bevor ich mich an mein Exposé mache, kontaktiere ich doch erstmal den Prüfer direkt um abzuklären, ob das grobe Thema an sich in Ordnung ist, oder? Und weiter: gibt es pro Modul mehrere Prüfer, die sich meiner Hausarbeit annehmen könnten – oder ist (im Fall von P3) Prof. Bedorf der einzige Betreuer/Prüfer?

Danke schon vorab für Eure Antworten per Kommentar, Ihr Lieben!

Allgemeine Informationen zum Studium am Institut für Philosophie III

Das Institut für Philosophie teilt sich in drei Lehrgebiete auf, nämlich Philosophie I unter Prof. Dr. Busche, Philosophie II – Praktische Philosophie: Ethik, Recht, Ökonomie unter Prof. Dr. Hoffmann (- wo auch Dr. Knaup als wissenschaftlicher Mitarbeiter zu verorten ist, bei dem ich vor 3 Jahren das sensationelle Präsenzseminar zu „Medizinethik und der Leiblichkeit des Menschen“ besucht habe) und eben Philosophie III – Praktische Philosophie: Technik, Geschichte, Gesellschaft unter Prof. Dr. Bedorf, der mein aktuelles Modul P3 betreut.

Als allgemeiner Hinweis soll hier die öffentlich zugängliche Information zur Lehre des Gebiets III verlinkt werden. Für mich relevant: der Leifaden zu Exposé und Hausarbeit, sowie eine Formatvorlage für die einzureichende Hausarbeit, aber auch Informationen zu Klausur und mündlicher Prüfung sind hier abrufbar – alles zu finden unter dem Unterpunkt Lehre.

Auch die Adresse des Sekretariats, an das die fertigen Hausarbeiten zu versenden sind, kann man zum Beispiel hier abrufen.

Und, nur nebenbei, speaking of Prof. Knaup: vom 23. November bis zum 25. November gibt es wieder eine Präsenzveranstaltung mit ihm in Wien: „Was ist der Mensch? Grundpositionen der philosophischen Anthropologie“ – diese ist wieder aus dem Modul P2, welches ich schon abgeschlossen habe, klingt aber wieder sehr interessant und wird daher auch vermutlich von mir besucht werden, denn Chancen muss man nützen, wenn sie sich einem präsentieren!


All das… (hoffentlich für Mitstudierende und Informationssuchende sinnvolle) ramblings während ich gerade in einem Hörsaal der FH Wien sitze, den Abschlusspräsentationen eines Semesterprojekts der Studienrichtung Molekulare Biochemie mehr oder weniger lauschend, da relevant für meinen geliebten Alphanerd und grundsätzlich auch für mich nicht ganz uninteressant, bedenkt man mein 9-5 Arbeitsumfeld. So kommt es also jetzt doch noch zu einer Art Überschneidung unserer zwei Studiengänge – wenn diese auch limitiert ist auf mich, hier im Hörsaal bloggend, und Judith Butlers Ergüsse auf meinem Schoß, in langweiligeren Präsentationsphasen gelesend. Gefällt mir!

Parva Mundi

Wenn man auf seiner eigenen (österreichischen) Facebook-Page (die rein gar nichts mit der FernUni oder dem Studium zu tun hat) ein Kommentar liest, den betreffenden Namen von irgendwoher diffus zu kennen glaubt, sich dann im Moodle einloggt und es einem dann wie Schuppen von den Augen fällt – da es sich um einen Kommilitonen handelt, der ebenfalls gerade P3 bearbeitet.

Gibt’s ja eigentlich fast gar nicht… wie ich solche Koinzidenzen mag!

(Und jetzt hab ich jemanden, mit dem ich auch abseits des Moodles über P3 quatschen kann.)


Übrigens: die Frist zur Prüfungsanmeldung läuft noch bis zum 15. Juni – jene zur Rückmeldung für das WS 2018/19 noch bis zum 31. Juni. Ich habe mich soeben zur Hausarbeit angemeldet!

Der Beitrag ohne sinnvollem Titel, weil mir langsam die Gründe ausgehen, warum es nicht weitergeht mit dem Studium.

Nimmt mich eigentlich noch irgendwer hier ernst, wenn ich sage, dass ich mein Studium nach 4(!) inaktiven Semestern wieder anpacke?

Ja, ganz im Ernst!

Diesmal wirklich!

Und ja, ich weiß… ihr braucht Euer wissendes Schmunzeln nicht so verschämt hinter vorgehaltener Hand verstecken. Ich weiß ja selbst, wie ich mittlerweile klinge. #brokenrecord

Wir Ihr wisst, hat das SS2018 nun vor einigen Tagen begonnen und ich habe mir selbst – wie sich herausstellt – einen großen Gefallen getan und sowohl G2, als auch L2 – die ich beide nach mehreren gelangweilten Versuchen schon nicht mehr sehen kann – erstmal ad acta gelegt und mir stattdessen ein Philosophie-Modul schicken lassen: P3 | Praktische Kulturphilosophie.

03365: Im philosophischen Nachdenken über Kultur erfolgt im 20. Jh. eine Umstellung auf den Begriff der Performativität. Damit wird die Vorstellung abgelöst, es seien entweder genialische Intuitionen künstlerischer Individuen oder der Schöpfergeist eines Volkes, die für die Entstehung von Kulturprodukten verantwortlich sind. Performativität bedeutet hingegen, dass der Sinn der Kultur und ihrer Hervorbringungen in ihrem Vollzug selbst besteht und nicht irgendwo außerhalb ihrer zu suchen ist. Der Studienbrief erklärt Herkunft und Bedeutung des Begriffs der Performativität und verdeutlicht die Konsequenzen für den Kulturbegriff.

03359: „Kulturkritik“ ist ungefähr so alt wie „Kultur“ selbst: Sie ist der mitlaufende Spiegel, in den Kultur kraft der durch sie selbst freigesetzten Reflexionspotentiale blickt. Kulturkritik hat dabei – von der Sophistik bis zu Adorno und Horkheimer, bei Platon und Augustinus ebenso wie bei Rousseau oder Nietzsche – stets auch philosophisch Ausdruck gefunden. Der vorliegende Kurs macht mit den wichtigsten Stationen, Topoi und Entwicklungsfäden philosophischer Kulturkritik vertraut. Dabei will er dazu anleiten, kulturkritisches Denken als Chance für heutiges Philosophieren zu entdecken.

03341: Geschichtsphilosophie im engeren Sinne gibt es erst, seit sprachlich der Kollektivsingular „die Geschichte“ als Begriff für die Gesamtheit des vergangenen Geschehens bereitsteht. Während frühere Zeiten Geschichtsphilosophie als Philosophie über den Sinn der Geschichte begriffen und diesen oft in ihrem unendlichen Fortschreiten auf ein Ziel hin („der Fortschritt“) auffassten, setzt heutige Geschichtsphilosophie in ihren erfolgversprechendsten Ansätzen beim Erzählen von Geschichten an („Narrativismus“). Ausgehend von wissenschaftstheoretischen Erörterungen der Geschichtswissenschaft („Erklären“ und „Verstehen“) und vom Narrativismus wird in diesem Kurs über eine phänomenologische Geschichtsbeobachtung zurückgegangen bis zur Geschichtsphilosophie Hegels.

03386: Der Kurs behandelt verschiedene Herangehensweisen einer Historischen Semantik. Unter Historischer Semantik (auch Bedeutungsgeschichte) wird dabei die philosophische Beschäftigung mit Formation, Transformation und Deformation von Kulturgehalten verstanden. Dabei wird sowohl auf die Epistemologie Bachelards und auf die Diskurstheorie Foucaults als auch auf die Metaphorologie Blumenbergs u.v.a.m. Bezug genommen.

03333: Der Studienbrief diskutiert das Verhältnis der Bestimmungen „Mensch-sein“ und „Menschlichkeit“ – oder disziplinär ausgedrückt: das Verhältnis von Anthropologie und Ethik/Politik. Leitende Fragestellung ist, ob bzw. wie die Geschichtlichkeit des Mensch-seins in Einklang gebracht werden kann damit, dass ein Konzept von Menschenwürde traditionell eine fixe Bestimmung des Menschen und seiner Würde verlangt.

33372: Der Studienbrief verfolgt ein systematisches Anliegen. Ziel ist es, Lebensphilosophie als Ringen um ein Konzept intuitiven Wissens darzustellen. Wir benötigen intuitives Wissen (vom Leben) bzw. wir können bestenfalls intuitives Wissen haben, weil das Leben als unergründlich gilt. Dabei kann das, was unergründlich meint, sehr unterschiedlich bestimmt werden: als ein (tragisches) Nicht-Erreichen-Können oder als wirkliche und wirkmächtige Dimension des tatsächlich und gegenwärtig gelebten Lebens. Die Aktualität solcher Konzepte und die Relevanz solcher Unterschiede zeigen sich z. B. in den zeitgenössischen Debatten um das Verhältnis von Wissen und Können.

(Quelle: http://www.fernuni-hagen.de/KSW/portale/bakw/studium/ss-2018/modul-p3/)

Hui, hat mich das immer abgeschreckt, bisher. Und das, obwohl P1 und P2 doch so gut gelaufen sind. Ich war fest überzeugt davon: G oder L und ich sind einfach die besseren Partner, als P und ich, jedoch! Den Studienbrief zur Performativen Kultur habe ich nun schon komplett durch und nach P1 und P2 fühlt es sich fast ein wenig an, wie… heimkommen.

Fund in der Büroküche… ist es denn gar ein Zeichen?

Ich bin in der Tat sehr positiv überrascht. (Von mir selbst. Und von P3.)

(Eine Facebook-Gruppe gibt es selbstverständlich auch wieder. Für alle Interessierten habe ich diese im Menü links verlinkt.)

„Warum denn jetzt plötzlich wieder?“, wird sich der treue Leser an dieser Stelle vielleicht fragen. Nun, die arg turbulenten Zeiten sind jetzt wirklich (endlich) vorbei und ich habe sowohl wieder geistige, als auch zeitliche Ressourcen, um mich ernsthafter mit meinem Studium zu befassen. What’s more: der tolle Mann (– henceforth known as Alphanerd), der mir seit nunmehr einem Jahr das Leben versüßt, ist seines Zeichens selbst (Vollzeit-)Student an einer Wiener FH, was – ich gebe es offen zu – durchaus auch einen gewissen Motivationsfaktor mit sich bringt. Zumindest fühlt es sich gut an, an diversen Sonntag-Nachmittagen mit ihm gemeinsam rumzuknotzen und zu… lernen. Ja, ernsthaft. In Zeiten wie diesen, in denen meine (quasi gleichaltrige) beste Freundin (- und ehemalige Mitstreiterin an der Uni Wien, anno 1997) gerade noch den Kater ihrer 40er-Feier ausschläft, fühlt sich dieses „gemeinsame Lernen“ mit meinem Freund irgendwie nach… ähm… Jugend an. Auch wenn die wilden Zeiten mit den Skripten, unleserlichen Mitschriften, meiner besten Freundin und einer Flasche Martini am Vorabend der Prüfung natürlich längst vorbei sind und sich das Ganze heute natürlich wesentlich anders gestaltet (- und der Alphanerd in den Naturwissenschaften unterwegs ist und wir studiumstechnisch gar keine Gemeinsamkeiten haben).

(Immerhin: dass sich Alkohol und Lernen nicht vertragen, weiß ich mittlerweile schon und substituiere mit Schokolade!)

Jedenfalls – und das wollte ich eigentlich hier heute verkünden – habe ich vor ca. einer Stunde zum ersten Mal seit literally Jahren(!) wieder eine bearbeitete Übungsaufgabe ins moodle hochgeladen. Und hab‘ eine diebische Freude mit mir selbst… denn das Verfassen des Kurzessays hat richtig Spaß gemacht und ich bin gespannt auf meine Bewertung. (Do I still have what it takes?) In diesem Modul läuft es wohl so, dass man von der Online Tutorin ein persönliches Kommentar auf die Übungsaufgaben erhält und dann nach Ablauf der Abgabefrist ein „Sammelkommentar“ in Form eines Videos von Prof. Dr. Thomas Bedorf online gestellt wird, der übrigens auch die Fragestellungen der Übungsaufgaben als Video ins moodle lädt. Das gefällt mir auf Anhieb sehr – denn es fühlt sich sehr persönlich an. Persönlicher als die sonstige moodle-Betreuung, die ich bis jetzt erlebt habe.

Und, weil es gerade um die Übungsaufgaben geht: ich habe meine FAQs dahingehend upgedatet, aber ich erlaube mir, die Spannung gleich vorweg zu nehmen: ich stelle ab jetzt keine Passwörter zu meinen Übungsaufgaben mehr zur Verfügung, da mir einfach die Zeit fehlt, die das Beantworten all Eurer individuellen Mails und Anfragen beansprucht. Tut mir leid – ist aber jetzt erstmal so.

Und nun wünsche ich Euch allen fleißigen Kommilitonen ein erfolgreiches Sommersemester 2018! (Und mir natürlich auch. Und dem Alphanerd auch.)

Meanwhile…

Nachdem mein letztes Posting schon ein paar Tage (*ahem*) zurückliegt, ist es vielleicht an der Zeit, die letzten Monate ein wenig Revue passieren zu lassen – auch wenn eigentlich nichts davon mit meinem Fernstudium etwas zu tun hat.

Ja – ich habe leider auch ein zweites Semester in den Sand gesetzt (- ausgesetzt). Die Gründe dafür sind ebenso mannigfaltig, wie eigentlich völlig belang- und haltlos, denn im Grunde hätte ich mir trotz Allem die Zeit nehmen können/sollen. Sagen wir einfach, jegliche Motivation hat sich zu 100% aus meinem Leben dem Semester verabschiedet. Kommilitonin #C war mit ihrem Neugeborenen zu beschäftigt, um sich mit der Uni zu befassen – und im L1-Semester habe ich mich dann doch sehr an ihre Lernpartnerschaft zur Eigenmotivation gewöhnt und ohne sie war für mich dann kaum etwas zu machen, der innere Schweinehund war allmächtig. Dazu kamen dann weitere Themen… Beziehungsstress, eine neue Therapie für mich, Probleme in der Arbeit, die sich in einer grossen Kündigungswelle vom Winter bis in den Frühsommer hinein geäussert haben und jetzt in Form eines grossen Office-Umzugs weitergehen… wie dem auch sei, das Leben war von allen Seiten her irgendwie viel zu… ablenkend.

Anyway.

Neues Semester, neues Glück. Auch Kommilitonin #C ist wieder mit von der Partie. Ich habe mich als Wiederholerin für L2 und G2 rückgemeldet, wobei ich tatsächlich mehr zu G2 tendiere und auch schon mit dem Lesen des ersten Studienbriefs begonnen habe. Hinzu kommen 1 Präsenzseminar und 1 online Seminar, die mich beide ebenfalls mehr in die G2-Richtung ziehen:

Präsenzseminar: Emotionen und die Geschichte des Nationalsozialismus

Samstag 26. November & Sonntag 27. November | 9-17 Uhr
Zentrum für Fernstudien Wien | Strozzigasse 2, 1080 Wien

(Anmeldung & detaillierte Infos ab ca. 8 Wochen vor Beginn)

Online-Seminar: Mesopotamien gestern, heute, morgen – eine Kulturlandschaft im Spiegel der Zeiten

01. Oktober bis 31. März | Moodle

In diesem Online-Seminar werden Lernmaterialien eingestellt, die Grundkenntnisse zum Thema Mesopotamien vermitteln und Anregungen zu Hausarbeitsthemen und mündlichen Prüfungen geben.

Zusätzlich habe ich mich auch zu den folgenden Lehrveranstaltungen am Zentrum für Fernstudien Wien angemeldet:

Professionelle (Literatur-)Recherche und Zusammenarbeit im Internet

Freitag 11. November, 15-19 Uhr & Samstag 12. November 9-17 Uhr
Zentrum für Fernstudien Wien | Strozzigasse 2, 1080 Wien

In dieser Lehrveranstaltung wird mit Ihnen gemeinsam erarbeitet, wie Sie die elektronischen Medien für Ihr Studium bestmöglich nutzen. Sie lernen zahlreiche Web-Anwendungen kennen und diese für Ihre Bedürfnisse einzusetzen (Bibliotheksrecherche, wissenschaftliche Suchmaschinen und Fachdatenbanken, Weblogs als Plattform für Lerngruppen, um Aufgaben gemeinsam zu lösen, Programme zur Strukturierung von Informationen und zur Speicherung von Teilen von Websites, Application Sharing Tools, um an verschiedenen Orten zeitgleich und kollaborativ arbeiten zu können, etc.). Sollte Bedarf bestehen, so kann auch das FernUni Hagen spezifische Moodle-System kennengelernt werden.

Schreibkompetenz

Freitag 28. Oktober, 17-21 Uhr & Samstag 29. Oktober, 9-17 Uhr
Zentrum für Fernstudien Wien | Strozzigasse 2, 1080 Wien

Der Workshop ist in praktischer Form auf die Entwicklung der Schreibkompetenz gerichtet. Er baut Ängste ab, macht Mut, schafft Knowhow, und vieles mehr. Er richtet sich an alle Studierenden, an solche in den Anfangsphasen ebenso wie an diejenigen, die schon vor großen Schreibaufgaben (Bachelor oder gar Master) stehen. Das gemeinsame Lernen hat sich in den bisherigen Seminaren sehr bewährt.

Tschakka!

Habemus Note! #4

6 Wochen + 5 Tage waren es diesmal. Die Noten an sich sind noch nicht in der Notenübersicht online, somit kann ich auch zum Notenspiegel noch nichts sagen – aber die Klausurkommentare wurden heute veröffentlicht!

Die Kommentare zu L1 unterscheiden sich grundlegend von denen zu G1/P1/P2 und zwar insofern, als dass hier keinerlei verbale Kommentierung vorliegt, sondern die jeweilige Fragennummer, maximal erreichbare Höchstpunktezahl und erreichte Punktezahl tabellarisch nach Klausurabschnitten aufgelistet ist.

Der langen Rede kurzer Sinn:

Note: 1,7

Aufgeschlüsselt wie folgt:

Teil 1 (Terminologische Fragen) – 14,5/20 Punkte
Teil 2 (Erzähltextanalyse) – 18/20 Punkte
Teil 3 (Epochen/Gattungen, Literaturtheorie) – 19/20 Punkte

Dass Teil 1 vergleichsweise der Schlechteste sein würde, war mir völlig klar. In der Tat habe ich aber sogar mehr Punkte dafür bekommen, als erwartet – gerechnet hätte ich mit etwa 12.

Dass ich für Teil 3 beinahe die volle Punkteanzahl bekommen habe, zaubert mir einen breiten und doch relativ ungläubigen Grinser ins Gesicht – besonders wenn ich darüber nachdenke, wie schwer mir dieser Teil schon beim Lernen insgesamt gefallen ist. Im letzten Semester, das ich ja umzugsbedingt mittendrin abgebrochen hatte, habe ich ja bereits bei der Romantik frustriert das Handtuch geworfen und die Literaturtheorien haben ihrerseits grundsätzlich jegliche, egal wie bruchstückhafte, Verinnerlichung verweigert. Ging einfach nicht ins Hirn.

Sehr interessieren würde mich, wo ich bei der Erzähltextanalyse Punkte verloren habe. So recht will mir das nicht eingehen – ich muss aber einräumen, dass ich die gesamte Fragestellung mittlerweile natürlich nicht mehr im Detail im Kopf habe – es wird daher ein Rätsel bleiben.

Zufrieden bin ich jedenfalls SEHR – und auch ein bisschen stolz, wenn ich meine unglaublichen Startschwierigkeiten mit diesem Modul bedenke und den grossen Unwillen, der damit natürlich einherging. Der Einsatz und Fleiss von Kommilitonin #C und mir im 2. Anlauf, allerdings, der hat sich sehr gelohnt und im Lauf des langsamen und gründlichen Erschliessens der Inhalte habe ich entdeckt, dass mir die Literaturwissenschaft offenbar doch wesentlich mehr zusagt, als Geschichte und Philosophie. Nicht zuletzt auch wegen des hohen Wiedererkennungseffekts, denke ich.

Grosse Erleichterung macht sich breit und jetzt kann ich mich endlich zu 100% auf L2 konzentrieren!

L1: abgehakt, erledigt, fertig, done, never again!

4 down, 7 more to go.


EDIT: Der Notenspiegel wurde mittlerweile bereits ebenfalls veröffentlicht.

126 Studenten haben die Klausur mitgeschrieben, 102 davon haben diese auch bestanden. 24, oder 19,05%, sind leider durchgefallen. Der Notenschnitt liegt bei 3,08.

Studienbriefe: komplett.

Nicht etwa, weil ich die fehlenden beiden endlich zugeschickt bekommen hätte… nein. Die L2-Modulsbetreuung hat heute offiziell bestätigt, dass es diese beiden nur als PDFs gibt… aus urheberrechtlichen Gründen.

Toll.

Dass ich die Möglichkeit habe, diese beiden Studienbriefe zu insgesamt ca. 600 Seiten im Büro auszudrucken und zu binden, ist in diesem Fall ein Riesenglück. Andere sind vermutlich nicht in dieser Position und müssen einen Copyshop bemühen… zu bestimmt keinem geringen Preis. Wie ärgerlich ist das denn!?

L2 Studienbriefe

Abgesehen von dieser unglaublichen Unannehmlichkeit, befinde ich mich gerade in dieser Phase, in der ich mich (noch) nicht vollständig auf das neue Semester einlassen kann, weil die Note des Letzten noch ausständig ist. Mittlerweile weiss ich das auch, dass ich mich nicht voll konzentrieren kann, bis ich Gewissheit habe und mache mir deswegen keine besonderen Sorgen, allerdings befinden wir uns jetzt fünfeinhalb Wochen post-Klausur auf der Zeitleiste – und da es sich hier um L1 handelt, gehe ich davon aus, dass es jetzt bald jeden Tag soweit sein könnte – und DAS macht mich sehr wohl unrund.

L2 Studienbriefe_2Was mich auch unrund macht, ist die Frage, wie dieses Hausarbeits-Semester anzugehen ist. Die Studienbriefe sind auf den ersten Blick sehr umfangreich – und dann soll man auch noch Zeit haben, eine Idee für eine Hausarbeit zu haben, zusätzliche Literatur zum Spezialthema zu lesen – und vielleicht sogar noch ein Praktikum zu machen?

Ich gehe davon aus, dass es selbstverständlich absolut machbar ist – aber mir fehlt gerade ein bisschen der Plan, die Richtung. Und dieses Gefühl mag ich nicht.

Wer von meinen Lesern hat denn schon Hausarbeiten geschrieben und mag vielleicht ein wenig zum Prozess eines Hausarbeitssemesters aus dem Nähkästchen plaudern? Würde mich sehr freuen!

Ein Monat

Ein Monat ist’s genau her, die Klausur. Natürlich gibt es noch keine Ergebnisse – man rechnet in 1-3 Wochen damit, erfahrungsgemäss. L1 ist immer 1-2 Wochen vor den G und P Einführungsmodulen da – kann mich noch gut an zermürbende Wartezeiten erinnern, als die einschlägigen KuWi-Gruppen auf Facebook bereits mit Freudesbekundungen zur bestandenen L1-Klausur explodiert sind, während die G/P-Leute immer noch wie auf Nadeln gesessen sind und erst ca. 2 Wochen später endlich aufatmen durften (- oder eben halt auch nicht).

Mit Sicherheit lässt sich jedenfalls sagen: verbleibende Wartezeit < bisherige Wartezeit.

In der Zwischenzeit habe ich mir – der Empfehlung im Hausarbeiten-Leitfaden für L2 folgend – das Buch „Arbeitstechniken Literaturwissenschaft“ von  Burkhard Moennighoff Eckhardt Meyer-Krentler bei Buch aktuell gekauft – und habe eine rechte Freude, da ich endlich den vor 2 oder 3 Jahren zum Geburtstag erhaltenen Buchgutschein eines Freundes, der sich in diesem Laden seine Brötchen verdient und ein amazon/Kindle-Verweigerer ist, sehr sinnvoll umsetzen konnte. Dankeschön, lieber #M!

Übrigens – noch ein Aufruf in eigener Sache: gibt es hier Leser/Innen, die jetzt ebenfalls L2 belegen, aus Österreich/näherer Umgebung kommen und eine Hausarbeit schreiben wollen? Bitte tretet dringend mit mir in Kontakt – wir suchen noch nach einer weiteren Person, die bei unserem Wunschprofessor schreiben möchten, da dieser ab einer Studentenanzahl von 5 um das OK als Betreuer bei der FernUni ansuchen kann. Nähreres gerne per Mail, wenn Ihr mich kontaktiert! Wir würden uns sehr freuen, da wir im Moment leider noch nur zu viert sind. Also bitte meldet Euch! 🙂