Präsenzseminar “Medizinethik und die Leiblichkeit des Menschen” – Resumé

Etwas früher als geplant ist das Seminar heute kurz nach Mittag zu Ende gegangen. Kurz und knackig resumiert: was für eine sinnvoll investierte Zeit! Meinen Schiurlaub einen Tag früher abgebrochen zu haben, macht mir retrospektiv nicht das Geringste aus.

Ja – mein Referat ist letztendlich gegen 2 Uhr Früh letzte Nacht dann auch endlich fertig geworden, und damit ist auch jegliche Nervosität im Vorfeld von mir abgefallen. In Anbetracht der netten Kommilitonen und sehr interessanten Diskussionen, die sich aus allen Referaten ergeben haben, habe ich mich eigentlich auf meinen Vortrag dann sogar richtiggehend gefreut. Ich denke auch, dass er mir letztendlich auch recht gut gelungen ist – in jedem Fall war das Thema Sterbehilfe an sich natürlich auch ein grosser Faktor, dass ich die Leute gut bei der Stange halten konnte.

(Interessantes Faktum für mich selbst: wirklich anders, als Reden vor einer Hochzeitsgesellschaft zu schwingen, oder einen Vortrag im Büroumfeld zu halten, war die Erfahrung jetzt eigentlich auch nicht. Ich habe mich keine Sekunde lang unwohl gefühlt, im Gegenteil! Gut zu wissen für die Zukunft!)

Das Seminar war äusserst interessant und kurzweilig gestaltet. Dr. Knaup war ein sehr guter Seminarleiter, der es verstand, die drei Tage wirklich ansprechend zu gestalten und die Diskussionen angemessen zu moderieren. Die Diskussionen selbst liefen sehr zivilisiert und respektvoll unter den Kommilitonen ab und regten durchwegs zum Nachdenken an. Der Mix an Menschen, die hier dieses Wochenende zusammengekommen waren, war äusserst interessant – und bestand unter Anderem aus einem Urologen, einem Psychiater, einem ehrenamtlichen Sterbebegleiter und einer Kriminalkommissarin, um nur 4 hervorzuheben. Ich war fasziniert und habe mich keine Sekunde gelangweilt, was schon etwas heisst, wenn man von 9 Uhr bis 19:30 Uhr an seinem sauer verdienten Samstag in einem Seminarraum hocken muss hockt.

Jedenfalls ist genau das meiner Meinung nach eines dieser unglaublich attraktiven Dinge an der FernUni Hagen: die Mitstreiter sind halt grossteils Menschen, die teilweise schon lange Zeit im Berufsleben welcher Art auch immer stehen und sich aufgrund ihres Erfahrungsschatzes daher ganz anders einbringen können, als die jungen Menschen Anfang 20, die altersbedingt ausser Schule und Universität noch nicht viel an Erfahrung vorweisen können im Leben.

Ich habe einen Haufen netter und interessanter Menschen kennengelernt und gestern einen sehr netten Abend in deren Kreis in einem Restaurant in Uni-Nähe verbracht. Bei dieser Gelegenheit wurde ich von einer Kommilitonin aus dem hohen Norden urplötzlich auch gleich mit den Worten „Na, du hast deinen Blog auch schon länger nicht mehr upgedated“ angesprochen. Sowas haut mich dann doch immer wieder aus den Socken, wenn ich auf Menschen treffe, die diese Website kennen!

DunceMeine erste Reaktion war völlige Verwirrtheit: wieso weisst Du denn, dass das *mein* Blog ist, wo ich doch meinen Namen hier nirgendwo erwähne? Ich konnte es mir nicht erklären, bis mir klar wurde, dass ich mein Referatsthema hier ja lang und breit besprochen habe – und dies innerhalb des Seminars durchaus Rückschlüsse auf meine Identität ziehen liess. Dunce!!! Es war absolut absurd und ich habe mich innerlich königlich über mich selbst amüsiert. Natürlich macht es mir nichts aus, aus der Anonymität herauszutreten, wenn ich Kommilitonen gegenüberstehe – ganz im Gegenteil! Und ich freue mich sehr, wenn ich auf Leute treffe, die meinen Blog kennen – besonders wenn sie von so weit her kommen. Tolles Gefühl!

Es ist jedoch immer wieder schade, wenn man zu solchen Gelegenheiten in seinem einsamen Dasein als Fernstudent Kommilitonen endlich face-to-face kennenlernt – nur um dann sofort wieder in alle Windrichtungen verstreut zu werden. Definitiv ein Nachteil der FernUni, auch das muss wohl gesagt werden.

Jedenfalls habe ich diese letzten 3 Tage immens genossen und werde bestimmt Ausschau nach weiteren Seminaren halten, die von Dr. Knaup geleitet werden.

Und ein bisserl Philosophie während G1 hat mehr als gut getan und ich bin sehr froh, mir die Zeit (- auch zur Referatsvorbereitung) genommen zu haben, auch wenn meine G1-Vorbereitung massiv darunter gelitten hat und ich mir gerade mal wieder gar nicht sicher bin, ob die Klausur mit meinem gegenwärtigen Wissensstand und der verbleibenden Zeit überhaupt noch zu schaffen ist.

(Bildquelle: www.visualphotos.com)

Präsenzseminar „Medizinethik und die Leiblichkeit des Menschen“ – Tag 1

Die ÖBB haben mich heute um 6:41 Uhr vom Hauptbahnhof Wörgl in Tirol aufgelesen und um 10:30 Uhr am Westbahnhof in Wien wieder ausgespuckt. Mein schöner Schiurlaub im Brixental ist hiermit Geschichte – denn das Präsenzseminar „Medizinethik und die Leiblichkeit des Menschen“ hat heute im Studienzentrum in der Strozzigasse begonnen.

(Mein Referat halte ich erst am Sonntag – ich bin die letzte im Programm… und ich gestehe: ich bin immer noch nicht fertig mit meiner Ausformulierung! Langsam beschleicht mich leichte Panik, ob ich denn wirklich auch fertig werde… andererseits habe ich heute während des Seminars gesehen, dass ich mir wohl viel zu viel antue, mit meinen Ausformulierungen und genauesten Quellenangaben. Ich beginne daher, nachdem ich dieses kurze Update fertig verfasst habe, aufs Neue – im Bett liegend und nach meinem langem Tag bereits fix und alle – und hoffe, dass ich bis Sonntag damit endgültig fertig sein werde.)

Referat im Zug

Referat schreiben im Zug!

Mein erster Eindruck: alles wunderbar! Die Kommilitonen sind ein bunter Mix aller Altersklassen, ca. zur Hälfte aus Deutschland, zur anderen Hälfte aus Österreich/der Schweiz/Holland, soweit ich das mitbekommen habe. Der Seminarleiter, Dr. Marcus Knaup, ist sehr sympathisch und leitet das Seminar auf ansprechende und interessante Weise. Zwar greift er in die gehaltenen Referate des Öfteren ein, aber tut dies nicht auf unangenehme Art und – wie man in Wien so schön sagt: blattelt dabei niemanden auf. Die aus den Referaten resultierenden Diskussionen sind bis jetzt sehr interessant und regen zum Denken an und ich konnte mich das eine oder andere Mal sogar aktiv einbringen, was ich bisher im universitären Umfeld noch nie getan habe – aus Angst, mich selbst dabei aufzublatteln. 😉

Jedenfalls bringt es wirklich viel, P2 bereits erledigt zu haben. Ich stelle mit grosser Freude fest, dass durchaus mehr im Kopf hängengeblieben ist, als nur der klausurrelevante Stoff, denn ich mir panisch Tage vor der Klausur ins Kurzzeitgedächtnis gestopft habe.

Soviel kurz zu mir – ich werde mich den in letzter Zeit hier hinterlassenen Kommentaren nach dem Seminar widmen, versprochen! Drückt mir die Daumen, dass ich nicht vor Erschöpfung einschlafe, bevor das Referat nicht mindestens zur Hälfte fertig ist!

Hopfgarten

Referatsvorbereitungen

Die Phase der Literaturbeschaffung ist hiermit abgeschlossen. Wie sich herausgestellt hat, war das gar nicht so intuitiv, wie ich mir das eigentlich vorgestellt habe. Die UB Hagen hatte leider keinen der beiden vorgschlagenen Titel im Katalog, daher musste ich mich anderwärtig umsehen.

Mittelpunkt MenschErste Anlaufstelle war die Städtische Bücherei Wien, bei der ich mich ohnehin längst anmelden wollte, seit sie auch eBooks zur Leihe zur Verfügung stellen. (Tipp: die App Onleihe!)

Den Titel „Mittelpunkt Mensch – Ethik in der Medizin“ von Giovanni Maio gibt es auch tatsächlich als eBook zum Ausleihen, was ich bereits letzte Woche erledigt habe. Die relevanten Seiten sind ausgedruckt und warten darauf, verarbeitet zu werden.

Das zweite Buch, however, war nicht ganz so einfach zu beschaffen. Es war weder in der Städtischen Bücherei Wien zu finden, noch auf Google Books, noch auf amazon – oder in irgendeinem anderen renommierten Buchversand meines Vetrauens. Am Ende wurde ich beim dialogverlag Münster fündig, dem Mediendienstleister des Bistums Münster – und somit ein katholischer Haufen, dem ich im Normalfall keinen Cent zukommen lassen würde.

SterbenDas Buch „Sterben – an der oder durch die Hand des Menschen?“ von Georg Kaster (Hg.) hatten sie jedoch um 3,95 € lagernd, mit möglichem Versand nach Österreich. Also, was soll’s. Gestern kam es endlich per Post an und der betreffende Text von T.S. Hoffmann liest sich bis jetzt sehr interessant.

Weiters möchte ich, wenn es in mein (- bis dato noch nicht vorhandenes -) Konzept passt, in meinem Referat eventuell auch noch exemplarisch auf den Death with Dignity Act (Oregon Ballot Measure 16) eingehen, auf den man vor einigen Wochen per Social Media durch den sehr kontroversiell diskutierten Fall der Brittany Maynard aufmerksam wurde.

Und jetzt beginnt die spannende Phase der Aneignung des Stoffs!

Der Mensch als leib-seelische Ganzheit: Oder was wir von Aristoteles im 21. Jahrhundert lernen können

Hier handelt es sich um einen sehr hörenswerten Vortrag von Dr. Marcus Knaup zum Thema „Der Mensch als leib-seelische Ganzheit:
Oder was wir von Aristoteles im 21. Jahrhundert lernen können“.

Der Link wurde mir empfohlen, um vor dem Seminar einen Einblick in Dr. Knaups Denkensweise zu bekommen und ich teile ihn hier für alle Interessierte gerne weiter.

Meine Belegung für das SS 2015

Alea iacta est… ich habe belegt – und zwar G2: Geschichte der Schriftkultur.

Schriftliche Zeugnisse gehören nicht nur zu den wichtigsten kulturellen Äußerungsformen. Vielmehr hat die Verbreitung von Schriftsystemen auch revolutionierende Folgen für den Wissensbestand, die Wissensnutzung und den Denkstil der betroffenen Kulturen. Dies gilt namentlich für den welthistorischen Siegeszug des Alphabets/ABCs, wobei auf Grund der für Alteuropa charakteristischen sozialen Dynamik die soziale Exklusivität des Schriftgebrauchs weniger stark ausgeprägt gewesen ist als in anderen Kulturen. Gleichwohl bleibt die Einschränkung des Schriftgebrauchs auf Funktionseliten (Klerus, Stadtbürgertum, Gelehrte) ein Kennzeichen der alteuropäischen Schriftkultur – denn die volle Alphabetisierung der Gesellschaft ist auch in Europa erst ab dem 19. Jahrhundert erfolgt. Im Rahmen eines historischen Längsschnitts werden die schrifttechnologischen Errungenschaften Alteuropas nachgezeichnet. Über die kontinentalen Grenzen blickend geht es dann um die Frage nach der globalen Bedeutung dieser schriftkulturellen Muster im Zuge der europäischen Expansion des 15.
Jahrhunderts. Linguistisches Know-how war mit entscheidend, um koloniale Herrschaft aufzubauen und zu stabilisieren. Außereuropäische Schriftkulturen wurden dabei tiefgreifend verändert. Ergänzend zur Schrift wird für die Vormoderne auch der spezifisch christliche Bildgebrauch eigens thematisiert in einem Bogen von den Anfängen des christlichen Bildes im 2. Jh. n. Chr. über die zunehmende Verwendung von Bildern in der christlichen Kultpraxis bis hin zur Krise des Bildes in der Reformation und seiner neuzeitlichen Verwandlung zum „Kunstwerk“. Das Modul soll diese Zusammenhänge klarmachen und zugleich dazu beitragen, das Bewusstsein der Studierenden von der Geschichtlichkeit ihres eigenen Schreib-, Lese und Denkstils zu vermitteln.

Im Moment spricht mich inhaltlich Geschichte einfach am Meisten an und ich denke, nach einem weiteren Modul kann ich bestimmt besser beurteilen, ob ich eher in die philosophische oder geschichtliche Richtung weiter möchte.

Und apropos Philosophie: heute habe ich auch den Seminarleiter für Medizinethik bzgl. des Referats kontaktiert – der sich auch prompt zurückgemeldet hat, mit dem Resultat, dass ich jetzt verbindlich für das Referat zum Thema „Selbstentleibung – zur Frage der ärztlichen Suizidbeihilfe“ angemeldet bin.

Das verursacht bei mir jetzt alle möglichen Gefühlszustände – und keiner davon sonderlich erbaulich, ehrlichgesagt. Also, auf zur Literaturbeschaffung…

Anmeldung zu meiner ersten Präsenzveranstaltung: check

Nachdem mir vorgestern per Mail mitgeteilt wurde, dass ab jetzt die Anmeldung zur Präsenzveranstaltung „Medizinethische Fragen und die Leiblichkeit des Menschen“ in Wien möglich ist, habe ich es heute auch endlich geschafft, diesen Punkt von meiner To-Do Liste zu streichen.

Für alle weiteren Interessierten:

Medizinethische Fragen und die Leiblichkeit des Menschen

Durch die Möglichkeiten der modernen Medizin erhält die Frage, in welchem Verhältnis wir zu unserem Leib und zum Leib des Anderen stehen, eine neue Aktualität und Brisanz: So ist es heute z.B. möglich zu entscheiden, ob, wann und wie viele Kinder ein Paar bekommen soll. Für diejenigen, die mit ihrem Äußeren oder auch mit ihren Organen nicht zufrieden sind, gibt es Schönheitsoperationen und Transplantationen. Und im Hinblick auf menschliches Leiden, Schmerzen, Behinderungen und das Sterben des Menschen wird die Frage gestellt, ob wir uns selbst „entleiben“ dürfen.

Ist es zu begrüßen, wenn operative Korrekturen am Äußeren vorgenommen werden, um dem eigenen Schönheitsideal zu entsprechen? Wenn Erbkrankheiten von vornherein vermieden und kranke Organe ausgetauscht werden? Oder gibt es Grenzen im Umgang mit unserem Leib, den wir im Unterschied zu unserem Körper nicht einfach haben können? Wie können diese, falls es sie gibt, bestimmt werden? Und welche Konsequenzen hat es für das Selbstverständnis der Medizin sowie unsere Sicht des Menschen, wenn wir uns als Gemachte und nicht länger als Gewordene verstehen?

Im Seminar sollen diese Fragen aufgegriffen und diskutiert werden. Die Bereitschaft, ein Referat zu übernehmen, wird vorausgesetzt.

Literatur:

  • Böhme, G.: Leibsein als Aufgabe. Leibphilosophie in pragmatischer Hinsicht, Baden-Baden 2003.
  • Fuchs, T.: Leib und Lebenswelt. Neue philosophisch-psychiatrische Essays, Baden-Baden 2008.
  • Hähnel, M./ Knaup, M. (Hrsg.): Leib und Leben. Perspektiven für eine neue Kultur der Körperlichkeit, Darmstadt 2013.
  • Knaup, M.: Leib und Seele oder mind and brain? Zu einem Paradigmenwechsel im Menschenbild der Moderne, Freiburg 2012.
  • Maio, G.: Mittelpunkt Mensch: Ethik in der Medizin. Ein Lehrbuch, Stuttgart 2012.
  • Pöltner, G.: Grundkurs Medizin-Ethik, Wien 22006.
  • Rager, G.: Die Person. Wege zu ihrem Verständnis, Freiburg/ Wien 2006.

Wann und Wo: 06. – 08. Februar 2015 | Zentrum für Fernstudien Wien | Strozzigasse 2 | 1080 Wien

Leitung: Dr. Marcus Knaup

Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde der Satz „Die Bereitschaft, ein Referat zu übernehmen, wird vorausgesetzt“ jagt mir keinen gehörigen Schrecken ein. Zwar habe ich grundsätzlich keine Angst davor, vor einer Menschenmenge zu sprechen – sehr wohl aber, dies in in einem akademischen Rahmen zu tun. Auch bin ich mir in Anbetracht der Literaturliste nicht ganz sicher, wie ich das Ganze angehen soll – sind das Empfehlungen? Ist das Pflichtlektüre? Kann ich mir diese Sachen in der UB ausleihen? Muss ich mir das alles kaufen? Reicht ein Überblick? Gehört das alles durchgearbeitet?

Leichtes Unwohlsein breitet sich aus, ich geb’s ja zu. Aber wie auch immer: das Thema ist extrem interessant und auch sehr relevant in meinem Arbeitsalltag – und auch wenn ich meinen wohlverdienten Urlaub in Tirol einen Tag früher beenden muss, als der Rest meiner Familie, und mit dem Zug einmal quer durch Österreich fahren muss, um zum Seminar gehen zu können, freue ich mich doch schon recht darauf und bin schon sehr gespannt.

(Wobei ich natürlich hoffe, dass es nicht so ein Desaster Marke „Geschichte und Kultur: Eine Einführung“ sein wird. Vor Allem hoffe ich auch, dass mehr als nur vier Maxerln dasitzen werden!)

Einen hilfreichen Artikel zum Thema Präsenzveranstaltungen in Hagen mit ganz allgemeinen Informationen aus Sicht eines Studenten habe ich übrigens hier gefunden:

Ablauf einer Präsenzveranstaltung an der FernUniversität in Hagen

Falls jemand aus meiner Leserschaft schon einmal eine Präsenzveranstaltung der FU Hagen besucht hat und etwas darüber zu berichten weiss, dann freue ich mich sehr über entsprechende Kommentare hier!


Edit: Meine Anmeldung wurde postwendend bestätigt. Durch das der Anmeldung angehängte PDF mit weiteren Informationen wurden zumindest einige Unklarheiten beseitigt:

Es gibt eine Themenliste – 14 insgesamt, die wohl im Lauf des Seminars durchgearbeitet werden. Allesamt extrem interessant. Zur Themenliste soll wohl auch ein Referat gehalten werden, die dazu angeführte Literatur bezieht sich auf die auf der Website angeführte Literaturliste. Das lässt zumindest vermuten, dass die Lektüre der gesamten Bücher nicht zwingend vorausgesetzt wird?

Jedenfalls werde ich dazu angehalten, mich mit Dr. Knaup bezüglich der Übernahme eines Referats in Verbindung zu setzen. Leider geht aus der Mail nicht hervor, ob „verpflichtend“, oder „auf freiwilliger Basis“ – aber ich denke, ich kann nichts falsch machen, wenn ich mal von Ersterem ausgehe.

(Panik!)

Habemus Note! #2

Nach 7 Wochen + 1 Tag war’s endlich vorbei mit der Warterei. Ich bin heute den ganzen Nachmittag in einem Meeting gesteckt – und nach meiner Rückkehr zum Schreibtisch war die frohe Botschaft in der P2-Lerngruppe zu vernehmen.

Note: 2,7 – oder in anderen Worten: Befriedigend.

Das befriedigt mich ausserordentlich: knapp am Gut vorbeigeschrammt… was wirklich wesentlich besser ist, als erhofft.

Was mich weniger befriedigt ist allerdings die Klausurkommentierung. War diese bei P1 noch so überschwänglich und voll der lobenden Worte für meinen Schreibstil und meine hochqualitative Ausdrucksweise, ist hier plötzlich von „Mangelhaftigkeit im sprachlichen Ausdruck“ die Rede.

Äh… WTF? (Excuse my French.)

Wenn ich mich mit etwas brüste im Leben, dann mit meiner Fähigkeit zur Ausdrucksweise. Klar, handgeschrieben sieht die Sache natürlich immer ein wenig anders aus… aber als „mangelhaft“ wurde mein Stil eigentlich noch nie bezeichnet. Das kratzt jetzt ein wenig am Stolz – ich geb’s ja zu.

Nichtsdestotrotz, die Freude über die bestandene Praktische Philosophie ist sehr gross und wie auch schon bei P1 beende ich diesen Eintrag mit:

Modul P2: abgehakt, erledigt, fertig, done, never again!

2 down, 9 more to go.

Versand complete!

Gestern ist auch der letzte Teil der diessemestrigen Studienbriefe bei mir eingetrudelt, nämlich 03502 – Soziale Ordnung durch Ungleichheit. Eine Einführung in die Geschichte Alteuropas

So sieht er also aus, der Stapel.

Ich bin dieses Semester (tentatively) Teil einer Skype-Lerngruppe, die sich diesen Donnerstag zum ersten Mal treffen wird. Ich bin schon gespannt – zur Zeit kann ich mir noch nicht wirklich vorstellen, wie das abläuft, ob mir das was bringt, ob ich etwas damit anfangen kann. Aber ich sehe durchaus das Potential darin, sich regelmässig mit anderen auszutauschen, vom Motivationseffekt einmal ganz zu schweigen. Which reminds me: ich muss am Laptop Sykpe noch installieren!

Auch habe ich mit Freuden festgestellt, dass zur Einführungsveranstaltung am 7./8. November voraussichtlich 3 Leute aus meiner Umgebung kommen werden – das birgt grundsätzlich auch einiges an Potential.

G1-Übungsaufgaben habe ich jedenfalls noch keine gemacht, aber ich lese brav vor mich hin. Bis jetzt kann ich sagen, dass sich das, was ich bis jetzt gemacht habe, eher wie ein gutes Buch, als ein Studienbrief liest. Zumindest im Vergleich zu den P-Modulen. Allerdings empfinde ich den Stil wieder als recht grosse Umstellung, jetzt wo ich endlich den P-Stil verdaut und internalisiert habe.

Und P2? Tja… 5 Wochen waren es gestern seit der Prüfung. Der Punkt ist erreicht, an dem die Warterei wirklich mühsam und nervig wird.

P2 Übungsaufgaben, gesammelt

Liebe Kommilitonen!

Es ist wieder soweit: hier ist der Beitrag mit den gesammelten Übungsaufgaben aus dem Modul P2 aus dem Sommersemester 2014.

Im Unterschied zum Sammelthread aus P1 ist dieser hier leider extrem überschaubar und wir nur bedingt Hilfestellung für zukünftige P2-Studenten darstellen, da ich im letzten Semester gerade einmal zwei Übungsaufgaben (von insgesamt 11) ausgearbeitet habe.

Nichtsdestotrotz möchte ich Euch die beiden hier zur Verfügung stellen. Wie immer gilt: die Übungsaufgaben sind passwortgeschützt, ich schicke Euch das Passwort aber gerne zu, wenn Ihr mir ein Kommentar samt gültiger Mailadresse hinterlässt.

(Anmerkung: wer das Passwort für die P1-Übungsaufgaben schon hat, braucht mich nicht mehr anzuschreiben, sondern nur noch folgerichtig das Passwort entsprechend abzuändern.)

Folgende Kapitel waren bei der Klausur am 8. September 2014 Thema:

  • Tugendethik vs.Pflichtethik
  • Hegels Rechtsphilosophie
  • Wertethik
  • Naturzustand – Eigentum – Staat bei Kant
  • Geschichte und Recht bei Kant

Wie auch schon bei P1 gilt auch hier, dass sich die aktive Mitarbeit im Moodle definitiv auszahlt. Die Modulsbetreuung ist, ebenso wie in P1, exzellent und äusserst hilfreich, auch wenn eine Ein- bzw. Abgrenzung des klausurrelevanten Stoffs in der Form wie in P1 hier nicht erfolgt ist und (- zumindest bei mir -) dadurch für grosse Unsicherheit gesorgt hat. Grundsätzlich ähneln sich P1 und P2 in Form und Ablauf sehr, wer das Eine gemacht hat weiss, was im Anderen erwartet wird – ich persönlich bin aber durchaus froh, mit P1 begonnen zu haben und würde es auch wieder so machen.

Viel Spass all Jenen, die im Wintersemester 2014/15 dieses Modul belegen werden! Bei Fragen stehe ich selbstverständlich jederzeit zur Verfügung!