Literaturbeschaffung für meine Hausarbeit

Endlich habe ich meinen Worten Taten folgen lassen: ich war heute in der Bücherei Wien und habe zwar meinen Ausweis nicht erneut zu einer funktionierenden Jahreskarte aktualisieren lassen, weil mir 30€ dann doch ein wenig zu viel waren, aber eine Tageskarte um 4€ habe ich mir besorgt und mir damit 2 Bücher entliehen:

„Das Unbehagen der Geschlechter“ (Judith Butler), zur Zeit auf amazon.de um 13,00€ als Taschenbuch käuflich zu erwerben und mit 219 Seiten hoffentlich innerhalb meines groben (und optimistischen) Zeitplans zu bewältigen.

Die zeitgenössischen feministischen Debatten über die Bedeutungen der Geschlechtsidentität rufen immer wieder ein gewisses Gefühl des Unbehagens hervor, so als ob die Unbestimmtheit dieses Begriffs im Scheitern des Feminismus kulminieren könnte. Möglicherweise muss aber dieses Unbehagen nicht zwangsläufig mit einer negativen Wertigkeit behaftet sein. Im herrschenden Diskurs meiner Kindheit galt ›Schwierigkeiten machen‹ als etwas, das man in keinem Fall tun durfte, und zwar gerade, weil es einen ›in Schwierigkeiten bringen‹ konnte. (Quelle: amazon)

Das zweite Buch war eigentlich nicht geplant, aber ist mir im Englischen Abteil der Gender Literatur mehr oder weniger zufällig entgegengehüpft: „The Judith Butler Reader“ (Sarah Salih & Judith Butler) und ist vielleicht als Unterstützung zum oben genannten Hauptwerk ganz hilfreich.

„The Judith Butler Reader“ is a collection of writings that span her impressive career and trace her intellectual history. Judith Butler, author of influential books such as „Gender Trouble“, has built her international reputation as a theorist of power, gender, sexuality and identity. The book is organized in active collaboration between Judith Butler and Sara Salih. It collects together writings that span Butler’s impressive career as a critical philosopher, including selections from both well-known and lesser-known works. It also includes an introduction and editorial material to assist students in their readings of theories that stand at the forefront of contemporary theoretical and political debates. (Quelle: amazon)

Das dritte Buch, schließlich, befindet sich quasi als „Standardwerk“ zum Thema schon länger in meinem persönlichen Fundus – was allerdings nicht heißt, dass ich es bereits gelesen hätte – und muss ebenfalls noch im Zeitplan bewältigt werden: „Bi: Notes for a bisexual revolution“ (Shiri Eisner). Das Buch habe ich vor 3 oder 4 Jahren zu Weihnachten geschenkt bekommen und seither noch keine Zeit gefunden, mich ernsthaft damit zu befassen. Dementsprechend groß ist meine Freude, das jetzt tun zu können – und sogar sinnvoll für mein Studium verwerten zu können.

Depicted as duplicitous, traitorous, and promiscuous, bisexuality has long been suspected, marginalized, and rejected by both straight and gay communities alike. Bi takes a long overdue, comprehensive look at bisexual politics- from the issues surrounding biphobia/monosexism, feminism, and transgenderism to the practice of labeling those who identify as bi as either too bisexual“ (promiscuous and incapable of fidelity) or not bisexual enough“ (not actively engaging romantically or sexually with people of at least two different genders). In this forward-thinking and eye-opening book, feminist bisexual and genderqueer activist Shiri Eisner takes readers on a journey through the many aspects of the meanings and politics of bisexuality, specifically highlighting how bisexuality can open up new and exciting ways of challenging social convention. Informed by feminist, transgender, and queer theory, as well as politics and activism, Bi is a radical manifesto for a group that has been too frequently silenced, erased, and denied – and a starting point from which to launch a bisexual revolution. (Quelle: amazon)

Der Bogen von Butler zu Eisner will noch sinnvoll gespannt werden… mein Kopf ist fieberhaft am Drübernachdenken: Gender Performativität nach Butler und die Frage nach der Performativität von Bisexualität, die Butler in ihren Ausführungen bis jetzt ja bekannterweise übergangen hat. So, oder so ähnlich, jedenfalls.

Ist dieses Semester wirklich das Semester, in dem ich tatsächlich meine erste Hausarbeit zu Papier bringen werde? Well, tickle me pink! (Tickle me pink-purple-blue, rather – schließlich ist gerade auch noch das pride month in vollem Gange und wer am Samstag noch nichts vorhat, ist sehr gerne bei der Wiener Regenbogenparade gesehen! <shameless plug> Insbesondere freuen wir uns natürlich auch über Besucher bei unserem Stand im Pride Village am Rathausplatz, bzw. über Support für unsere Fußgruppe, die dieses Jahr mit der Startnummer 24 um den Ring ziehen wird! </shameless plug> Und all das dieses Jahr leider ganz ohne mich, da ich dieses Wochenende familienbedingt nicht in der Stadt sein werde – mein Herz blutet! In Gedanken marschiere ich aber natürlich mit.)

Aber zurück zum eigentlichen Thema! Der Hauptunterschied, jedenfalls, zwischen einer Jahreskarte und einer Tageskarte in der Bücherei liegt außer im Preis in dem Faktum, dass man ein per Tageskarte entliehenes Buch nicht verlängern kann. Ich habe jetzt also 4 Wochen Zeit, mich mit den beiden entliehenen Büchern auseinanderzusetzen. Nach Adam Riese zahlt sich eine Jahreskarte wirklich erst ab dem 8. Bücherei-Besuch aus. Ich glaube vorerst nicht, dass ich auf diese Anzahl kommen werde.

That said, jetzt muss ich mir erstmal einen vernünftigen Zeitplan überlegen. In einem ersten Schritt gilt es, die beiden Butler-Werke zu lesen und relevante Teile daraus zu bearbeiten. Danach das Eisner-Buch. Als Teilzeitstudent hat man jedenfalls 6 Wochen Zeit, eine Hausarbeit zu verfassen. Da das Semester am 30. September endet, muss ich allerspätestens Mitte August mit dem Schreiben beginnen, um noch in diesem Semester abgeben zu können. Vorausgesetzt, dass ich einen Betreuer finde, der sich meines Themas annimmt, scheint mir das im Moment noch absolut machbar zu sein.

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Parva Mundi

Wenn man auf seiner eigenen (österreichischen) Facebook-Page (die rein gar nichts mit der FernUni oder dem Studium zu tun hat) ein Kommentar liest, den betreffenden Namen von irgendwoher diffus zu kennen glaubt, sich dann im Moodle einloggt und es einem dann wie Schuppen von den Augen fällt – da es sich um einen Kommilitonen handelt, der ebenfalls gerade P3 bearbeitet.

Gibt’s ja eigentlich fast gar nicht… wie ich solche Koinzidenzen mag!

(Und jetzt hab ich jemanden, mit dem ich auch abseits des Moodles über P3 quatschen kann.)


Übrigens: die Frist zur Prüfungsanmeldung läuft noch bis zum 15. Juni – jene zur Rückmeldung für das WS 2018/19 noch bis zum 31. Juni. Ich habe mich soeben zur Hausarbeit angemeldet!

Richtlinien und Empfehlungen zum wissenschaftlichen Arbeiten des Instituts für Philosophie

Anlaßbezogen möchte ich hier wiedermal Buchtipps mit Euch teilen. Und zwar handelt sich um nicht ganz unwichtige Bücher, ist zumindest eines davon doch laut des Instituts für Philosophie für die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten als Referenz verbindlich:

„Wissenschaftliches Arbeiten im Philosophiestudium“ (Matthias Flatscher, Gerald Posselt, Anja Weiberg)

Der Band bietet eine kompakte Einführung in die Techniken, Hilfsmittel und Verfahren des wissenschaftlichen Arbeitens speziell für das Fach Philosophie. Die allgemeingültigen wissenschaftlichen Regeln von der Themenfindung über den Umgang mit Quellen bis zum Aufbau schriftlicher Arbeiten und mündlicher Präsentationen werden ergänzt durch fachspezifische Hinweise auf philosophische Bibliographien, Lexika, Handbücher, Datenbanken und Zeitschriften sowie eine Liste von Hauptwerken der Philosophie. Darüber hinaus kann der Band auch als Nachschlagewerk für Studierende der Nachbardisziplinen dienen, die eine zuverlässige Anleitung für die Recherche und Zitation philosophischer Literatur benötigen. (Quelle: amazon)

Für Fernstudierende ist dieses Buch auch als eBook über die Universitätsbibliothek zu beziehen (was ich auch getan habe), bei einem Preis von €11.99 überlege ich mir die eigene Anschaffung aber durchaus auch als Hardcopy für meinen persönlichen Bestand.

Wie gesagt: dieses Werk ist als verbindlich zu betrachten. Ausnahmen gibt es nur zweierlei:

Von der Verbindlichkeit des Werkes werden nur zwei Ausnahmen gemacht. Die Hinweise zu Darstellung und Stil wissenschaftlicher Arbeiten in Kapitel 4.6 enthalten keine zwingenden Vorgaben, sondern sind als Anregungen zur Reflexion auf die Sprachgestalt der Arbeit zu verstehen; anonyme Internetquellen (z. B. Wikipedia) sind nur in begründeten Ausnahmefällen zitierfähig. (Quelle: Institut für Philosophie an der FernUni Hagen)

Ein weiteres Buch in diesem Zusammenhang ist Zehn Gebote für das philosophische Schreiben: Ratschläge für Philosophiestudierende zum Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten“ (Dietmar Hübner). Um €13.99 ebenfalls sehr leistbar und wahrscheinlich seine Anschaffung wert. Zugegebenermaßen bin ich allerdings temporär verwirrt: ich könnte schwören, auch dieses Buch in den Philosophie-Ressourcen irgendwo auf der Instituts-Page referenziert und empfohlen gesehen zu haben, kann es aber beim besten Willen nicht mehr finden. Amazon empfiehlt es jedenfalls selbst in Kombination mit dem erstgenannten Buch und sagt Folgendes darüber:

Dietmar Hübner bietet Hilfe zur Selbsthilfe beim Verfassen von philosophischen Seminar- und Abschlussarbeiten. Wesentliche Aspekte des wissenschaftlichen Schreibens – von Themenfindung und Strukturierung über Gedankenführung und Stil bis zu Quellennutzung und Zitierweise – werden kurz und prägnant vermittelt. Zahlreiche Beispiele positiver wie negativer Art machen deutlich, was eine gelungene Arbeit im Philosophie-Studium auszeichnet.

Dieses ist leider nicht in der UB Hagen zu haben, allerdings hat es zum Beispiel die Österreichische Nationalbibliothek im Bestand, auch die Büchereien Wien haben ein einziges Exemplar davon in der Hauptzweigstelle am Urban-Loritz-Platz lagernd. (Bzw. momentan eben nicht lagernd – es ist entliehen bis zum 15. Mai! Probiert es aber erst gar nicht, ich werde den Titel sogleich vorbestellen! Bzw. werde ich das, sobald ich meinen Bücherei-Ausweis verlängert habe… tja, so ein Studium, das 2 Jahre lang brach liegt, birgt die unerwartetsten Stolperfallen. Ich werde das also gleich heute erledigen – die Bücherei ist wochentags bis um 19 Uhr geöffnet und liegt bequemerweise sogar am Heimweg vom Büro zum Alphanerd. Was ich auch gleich zum Anlass nehmen werde, mich durch die Philosophie-Abteilung zu stöbern – mit halben Aug‘ bereits nach potentiellen Quellen für meine Hausarbeit scannend.)

Ein weiteres Buch, das ich mir bereits im Jänner, sozusagen als Auffrischung nach P1, gekauft habe, ist „Philosophie – Ein Lehrbuch“ (Jonas Pfister). Ein mit ca. 300 Seiten recht properes Reclam-Heft, das die gängigen Theorien der Philosophie noch einmal aufgreift und erläutert – und sich dabei wesentlich spannender und flüssiger (und schlüssiger) liest, als der Leitkurs aus P1. Passt auch – wie jedes Reclam-Heft – wunderbar in jede Handtasche und ist ein idealer Begleiter für die öffentlichen Verkehrsmittel, wenn dem Tablet mit den Studienbrifen mal wieder der Saft ausgegangen ist.

Jonas Pfister skizziert Antworten auf die großen Fragen der Philosophie: auf die Frage nach Glück, Freiheit, Gott, die Existenz einer Außenwelt, Erkenntnis, Geist, Gerechtigkeit, Ethik, Bedeutung, Wissenschaft und Kunst. Die Neuauflage des Bandes ist u.a. um ein Kapitel zur angewandten Ethik (Rawls, Singer) ergänzt. (Quelle: amazon)

Viel Spaß beim Stöbern und Lesen!

Lerntechnisch ist gestern jedenfalls, sehr zu meiner Freude, wieder sehr viel weitergegangen: der Alphanerd hat sich für seine heutige Prüfung vorbereitet, was ich zum Anlass genommen habe, mich selbst sehr intensiv mit dem Studienbrief zur Kulturkritik auseinanderzusetzen, der sich im Vergleich zu jedem zur Performativität zieht wie Kaugummi. Immerhin habe ich ihn jetzt zu etwas mehr als seiner Hälfte geschafft und auch heute werde ich mich wieder damit befassen. Quick note to self: für die Abgabe der Übungsaufgabe 3 habe ich noch bis zum 13. Mai Zeit! Nur, dass ich nicht wieder panisch irgendeinen Schmonzes am letzten Drücker mir aus den Fingern saugen muss.

Die Krux mit den last-minute Arbeiten…

…ist ja die, das man nie weiß, ob man jetzt im Rausch des Zeitdrucks ein literarisches Meisterwerk zu Papier gebracht hat – oder ob man absoluten Schrott produziert hat.

Im Fall meiner Übungsaufgabe 2 liegt die Antwort wohl irgendwo mittendrin. Oder sollen wir sagen: meine Übungsaufgabe war essentially wohlklingender, flüssig formulierter Schrott.

Wie sich allerdings herausstellt, dürfte die Mehrheit der Kommilitonen an der eigentlichen Fragestellung gekonnt vorbeiformuliert haben, denn die kollektive Abgabe hat Prof. Bedorf in seinem Antwortvideo dazu veranlasst, sich selbst die Schuld dafür zu geben, da offensichtlich seine Frage nicht gut und klar genug formuliert war.

Ja, oder so, natürlich. Die nächste Aufgabe befasst sich jedenfalls mit Derrida und Austin – und ich bin hochmotiviert, diesmal eine wohlklingende und flüssig formulierte tatsächliche Antwort auf die gestellte Frage zu produzieren.

In der Zwischenzeit zeige ich Euch etwas, das wohl das Herz eines jeden KuWis, insbesondere eines jeden Literatur-Hauptfachlers vermutlich höher schlagen lässt, nämlich ein Fundstück aus einem alten, baufälligen Haus, das kurz vor seinem Abriss steht um einem neuen Familienheim Platz zu machen – und das mein Vater zwischenzeitlich und leihweise als private Werkstätte verwenden darf:

Ist das nicht mal was? Die Bücher sind alle in einem furchtbaren Zustand und ich hatte das Gefühl, ich musste meine Hände nach einer ersten Durchsicht mit Stahlwolle abschrubben – aber was für ein Sammelsurium! Die Ausgaben sind allesamt aus den 60er und 70er Jahren und verfügen teilweise auch noch über interessante handschriftliche Randnotizen… und sogar etwas, von dem ich glaube, dass es eine Namensliste der damaligen Klassenkollegen ist, habe ich auf einem Buchrücken in altmodischer Handschrift gefunden. Hach, ich mag sowas!

Beizeiten werde ich diesen Beitrag editieren und eine vollständige Liste der enthaltenen Reclam-Hefte anführen. Wenn ich daran denke, dass mein Vater diese Schachtel über willhaben verklopfen wollte… es war reiner Zufall, dass ich an diesem Tag einen Blick in seinen Kofferraum geworfen habe und sie entdeckt habe. Er hat sie mir sogleich ausgehändigt – ich bin nicht sicher, ob er vielleicht einfach nur froh war, den alten „Müll“ losgeworden zu sein und keine weitere Arbeit damit zu haben, die ihm ohnehin nur ein paar lächerliche Euro eingebracht hätte – und ich fühle mich reich beschenkt, ein bisschen so, als hätte ich bei einer Expedition einen uralten Schatz entdeckt.

Updates pending!

PS: Falls jemand Tipps hat, wie man diese alten Dinger wenigstens ein klein wenig reinigen könnte, ohne sie weiter zu zerstören, bin ich dankbar!

Zitat zum Sonntag (mal anders)

Mal anders: nämlich aus dem echten Leben gegriffen.

„Wenn ich sage ‚das Sinnsystem ist seiner Bedeutung a priori vorgelagert‘ ist das ziemlich redundant, gell?“
„Schon, ist ja ein Pleonasmus.“

Ersteres: ich beim Verfassen der Übungsaufgabe 2 zum Thema Performativität.
Zweiteres: der Alphanerd.

Szenen einer Beziehung. Hab ich es doch tatsächlich geschafft, mir einen Mann zu angeln, der Worte wie „Pleonasmus“ casually konversationell verwendet, weil es ganz normaler Teil seines immensen Wortschatzes ist. Worte, die ich mir selbst vor 2 Jahren mühselig per L1-Glossar ins Hirn gepeitscht habe (- und die dennoch kaum zum Teil meines aktiven Wortschatzes geworden sind)…

(Wenn es soetwas wie absolute Glückseligkeit gibt, so bin ich doch ziemlich verdammt nah dran mit meiner momentanen Lebensgestaltung.)

Apropos Übungsaufgabe 2: ich habe auch diese gestern erfolgreich hochgeladen. Und zwar mit ganzen 27 Minuten und 38 Sekunden Zeitpuffer vor Abgabeende. Da war ich mal wieder sehr zeitgerecht dran… aber immerhin! Ich war dran. So wie mir selbst versprochen, dieses Semester. Dass die Frist zur Aufgabe 2 gestern um Mitternacht abläuft, war mir wohl im Hinterkopf bewusst – wirklich realisiert habe ich es allerdings erst gestern um 18 Uhr, als ich noch mehrere Dinge auf meinem Kalender stehen hatte, bevor ich mich damit überhaupt erst befassen konnte. Zu schreiben begonnen habe ich dann um 21 Uhr… tja. Mal sehen. Grundsätzlich kann ich unter Druck gut arbeiten, aber so wirklich berühmt ist mein Lösungsversuch glaub ich nicht. Der Vorteil an so einer punktgenauen Abgabe ist wohl jedenfalls, dass ich mit der Beurteilung jetzt nicht so lange warten muss…

Einen angenehmen Start in die erste kurze Mai-Woche wünsch ich Euch allen!

Erstes universitäres Feedback nach 2 Jahren

Schreiben wollte ich eigentlich „4 Semester“ im Titel… weil das irgendwie… nicht so schlimm… klingt, wie 2 Jahre. Aber – sind wir wenigstens ehrlich hier und blicken den kalten, harten Fakten ins Auge – „2 Jahre“ ist nunmal die korrekte Bezeichnung für meinen Zeitverlust und daher habe ich die „4 Semester“ wieder entfernt und den schwierigeren Ausdruck hingeschrieben. Tatsächlich könnte ich mittlerweile schon 9 abgeschlossene Module am Konto haben und somit nur noch ein Jahr plus Bachelorarbeit abzuarbeiten haben – und wäre somit sogar gleichauf mit dem Alphanerd, der auch gerade in seinem vorletzten Semester sich befindet.

(„Abzusitzen“ haben, möchte man einem Bekannten Glauben schenken, der mich mal ernsthaft danach gefragt hat, wieviel Zeit denn noch bis zum geschenkten BA ins Land ziehen muss. Hach… manche Dinge bleiben wohl auch nach Jahren noch als kleiner Stachel im Kopf zurück und eitern dort vor sich hin, bei aller himmelschreiender Ungerechtigkeit, der man eigentlich keine Bühne bieten sollte. Aber das nur am Rande.)

Tatsächlich beschäftige ich mich nun statt mit dem 10. Modul mit meinem 5. Das mit dem Abschluss zum 40er wird nichts mehr – muss es aber auch gar nicht. Die Hauptsache ist, dass ich mich trotz aller Schwierigkeiten der letzten zwei Jahre nicht grundsätzlich von meinem Vorhaben habe abbringen lassen und es auch weiterhin nicht werde – und das kann ich hier gar nicht oft genug schreiben und (- hauptsächlich für mich selbst, natürlich) betonen. That said – heute ist das Feedback zur ersten P3-Übungsaufgabe gekommen und ich vermelde mit großer Freude, dass meine Wortspende als „sehr guter Essay“ mit Ausrufezeichen beurteilt wurde. Mit kleinem Kritikpunkt, der allerdings nur nach einer „vorsichtigeren Formulierung“, bzw. einer genaueren Bezugsquelle verlangt.

Es ist zwar nur eine kleine Übungsaufgabe – aber diese kleine Übungsaufgabe ist mehr, als ich ihn 2 Jahren zustande gebracht habe und ich freue mich, dass mir das Schreiben und das Ausformulieren nach wie vor Spaß macht, gelingt, und dann Anklang findet. Das motiviert für den weiteren Semesterverlauf – Übungsaufgabe 2 zur Performativität wurde nämlich schon hochgeladen und beinahe juckt es mich direkt in den Fingern, auch diese sofort in Angriff zu nehmen. Ride the tide while it’s high. Gespannt bin ich schon auf das Sammelfeedback von Prof. Bedorf.

Der Beitrag ohne sinnvollem Titel, weil mir langsam die Gründe ausgehen, warum es nicht weitergeht mit dem Studium.

Nimmt mich eigentlich noch irgendwer hier ernst, wenn ich sage, dass ich mein Studium nach 4(!) inaktiven Semestern wieder anpacke?

Ja, ganz im Ernst!

Diesmal wirklich!

Und ja, ich weiß… ihr braucht Euer wissendes Schmunzeln nicht so verschämt hinter vorgehaltener Hand verstecken. Ich weiß ja selbst, wie ich mittlerweile klinge. #brokenrecord

Wir Ihr wisst, hat das SS2018 nun vor einigen Tagen begonnen und ich habe mir selbst – wie sich herausstellt – einen großen Gefallen getan und sowohl G2, als auch L2 – die ich beide nach mehreren gelangweilten Versuchen schon nicht mehr sehen kann – erstmal ad acta gelegt und mir stattdessen ein Philosophie-Modul schicken lassen: P3 | Praktische Kulturphilosophie.

03365: Im philosophischen Nachdenken über Kultur erfolgt im 20. Jh. eine Umstellung auf den Begriff der Performativität. Damit wird die Vorstellung abgelöst, es seien entweder genialische Intuitionen künstlerischer Individuen oder der Schöpfergeist eines Volkes, die für die Entstehung von Kulturprodukten verantwortlich sind. Performativität bedeutet hingegen, dass der Sinn der Kultur und ihrer Hervorbringungen in ihrem Vollzug selbst besteht und nicht irgendwo außerhalb ihrer zu suchen ist. Der Studienbrief erklärt Herkunft und Bedeutung des Begriffs der Performativität und verdeutlicht die Konsequenzen für den Kulturbegriff.

03359: „Kulturkritik“ ist ungefähr so alt wie „Kultur“ selbst: Sie ist der mitlaufende Spiegel, in den Kultur kraft der durch sie selbst freigesetzten Reflexionspotentiale blickt. Kulturkritik hat dabei – von der Sophistik bis zu Adorno und Horkheimer, bei Platon und Augustinus ebenso wie bei Rousseau oder Nietzsche – stets auch philosophisch Ausdruck gefunden. Der vorliegende Kurs macht mit den wichtigsten Stationen, Topoi und Entwicklungsfäden philosophischer Kulturkritik vertraut. Dabei will er dazu anleiten, kulturkritisches Denken als Chance für heutiges Philosophieren zu entdecken.

03341: Geschichtsphilosophie im engeren Sinne gibt es erst, seit sprachlich der Kollektivsingular „die Geschichte“ als Begriff für die Gesamtheit des vergangenen Geschehens bereitsteht. Während frühere Zeiten Geschichtsphilosophie als Philosophie über den Sinn der Geschichte begriffen und diesen oft in ihrem unendlichen Fortschreiten auf ein Ziel hin („der Fortschritt“) auffassten, setzt heutige Geschichtsphilosophie in ihren erfolgversprechendsten Ansätzen beim Erzählen von Geschichten an („Narrativismus“). Ausgehend von wissenschaftstheoretischen Erörterungen der Geschichtswissenschaft („Erklären“ und „Verstehen“) und vom Narrativismus wird in diesem Kurs über eine phänomenologische Geschichtsbeobachtung zurückgegangen bis zur Geschichtsphilosophie Hegels.

03386: Der Kurs behandelt verschiedene Herangehensweisen einer Historischen Semantik. Unter Historischer Semantik (auch Bedeutungsgeschichte) wird dabei die philosophische Beschäftigung mit Formation, Transformation und Deformation von Kulturgehalten verstanden. Dabei wird sowohl auf die Epistemologie Bachelards und auf die Diskurstheorie Foucaults als auch auf die Metaphorologie Blumenbergs u.v.a.m. Bezug genommen.

03333: Der Studienbrief diskutiert das Verhältnis der Bestimmungen „Mensch-sein“ und „Menschlichkeit“ – oder disziplinär ausgedrückt: das Verhältnis von Anthropologie und Ethik/Politik. Leitende Fragestellung ist, ob bzw. wie die Geschichtlichkeit des Mensch-seins in Einklang gebracht werden kann damit, dass ein Konzept von Menschenwürde traditionell eine fixe Bestimmung des Menschen und seiner Würde verlangt.

33372: Der Studienbrief verfolgt ein systematisches Anliegen. Ziel ist es, Lebensphilosophie als Ringen um ein Konzept intuitiven Wissens darzustellen. Wir benötigen intuitives Wissen (vom Leben) bzw. wir können bestenfalls intuitives Wissen haben, weil das Leben als unergründlich gilt. Dabei kann das, was unergründlich meint, sehr unterschiedlich bestimmt werden: als ein (tragisches) Nicht-Erreichen-Können oder als wirkliche und wirkmächtige Dimension des tatsächlich und gegenwärtig gelebten Lebens. Die Aktualität solcher Konzepte und die Relevanz solcher Unterschiede zeigen sich z. B. in den zeitgenössischen Debatten um das Verhältnis von Wissen und Können.

(Quelle: http://www.fernuni-hagen.de/KSW/portale/bakw/studium/ss-2018/modul-p3/)

Hui, hat mich das immer abgeschreckt, bisher. Und das, obwohl P1 und P2 doch so gut gelaufen sind. Ich war fest überzeugt davon: G oder L und ich sind einfach die besseren Partner, als P und ich, jedoch! Den Studienbrief zur Performativen Kultur habe ich nun schon komplett durch und nach P1 und P2 fühlt es sich fast ein wenig an, wie… heimkommen.

Fund in der Büroküche… ist es denn gar ein Zeichen?

Ich bin in der Tat sehr positiv überrascht. (Von mir selbst. Und von P3.)

(Eine Facebook-Gruppe gibt es selbstverständlich auch wieder. Für alle Interessierten habe ich diese im Menü links verlinkt.)

„Warum denn jetzt plötzlich wieder?“, wird sich der treue Leser an dieser Stelle vielleicht fragen. Nun, die arg turbulenten Zeiten sind jetzt wirklich (endlich) vorbei und ich habe sowohl wieder geistige, als auch zeitliche Ressourcen, um mich ernsthafter mit meinem Studium zu befassen. What’s more: der tolle Mann (– henceforth known as Alphanerd), der mir seit nunmehr einem Jahr das Leben versüßt, ist seines Zeichens selbst (Vollzeit-)Student an einer Wiener FH, was – ich gebe es offen zu – durchaus auch einen gewissen Motivationsfaktor mit sich bringt. Zumindest fühlt es sich gut an, an diversen Sonntag-Nachmittagen mit ihm gemeinsam rumzuknotzen und zu… lernen. Ja, ernsthaft. In Zeiten wie diesen, in denen meine (quasi gleichaltrige) beste Freundin (- und ehemalige Mitstreiterin an der Uni Wien, anno 1997) gerade noch den Kater ihrer 40er-Feier ausschläft, fühlt sich dieses „gemeinsame Lernen“ mit meinem Freund irgendwie nach… ähm… Jugend an. Auch wenn die wilden Zeiten mit den Skripten, unleserlichen Mitschriften, meiner besten Freundin und einer Flasche Martini am Vorabend der Prüfung natürlich längst vorbei sind und sich das Ganze heute natürlich wesentlich anders gestaltet (- und der Alphanerd in den Naturwissenschaften unterwegs ist und wir studiumstechnisch gar keine Gemeinsamkeiten haben).

(Immerhin: dass sich Alkohol und Lernen nicht vertragen, weiß ich mittlerweile schon und substituiere mit Schokolade!)

Jedenfalls – und das wollte ich eigentlich hier heute verkünden – habe ich vor ca. einer Stunde zum ersten Mal seit literally Jahren(!) wieder eine bearbeitete Übungsaufgabe ins moodle hochgeladen. Und hab‘ eine diebische Freude mit mir selbst… denn das Verfassen des Kurzessays hat richtig Spaß gemacht und ich bin gespannt auf meine Bewertung. (Do I still have what it takes?) In diesem Modul läuft es wohl so, dass man von der Online Tutorin ein persönliches Kommentar auf die Übungsaufgaben erhält und dann nach Ablauf der Abgabefrist ein „Sammelkommentar“ in Form eines Videos von Prof. Dr. Thomas Bedorf online gestellt wird, der übrigens auch die Fragestellungen der Übungsaufgaben als Video ins moodle lädt. Das gefällt mir auf Anhieb sehr – denn es fühlt sich sehr persönlich an. Persönlicher als die sonstige moodle-Betreuung, die ich bis jetzt erlebt habe.

Und, weil es gerade um die Übungsaufgaben geht: ich habe meine FAQs dahingehend upgedatet, aber ich erlaube mir, die Spannung gleich vorweg zu nehmen: ich stelle ab jetzt keine Passwörter zu meinen Übungsaufgaben mehr zur Verfügung, da mir einfach die Zeit fehlt, die das Beantworten all Eurer individuellen Mails und Anfragen beansprucht. Tut mir leid – ist aber jetzt erstmal so.

Und nun wünsche ich Euch allen fleißigen Kommilitonen ein erfolgreiches Sommersemester 2018! (Und mir natürlich auch. Und dem Alphanerd auch.)

coursera: Søren Kierkegaard – Subjectivity, Irony and the Crisis of Modernity

Dank des coursera Newsletters bin ich auf den Kurs „Søren Kierkegaard – Subjectivity, Irony and the Crisis of Modernity“ gestossen, der gestern begonnen hat.

It is often claimed that relativism, subjectivism and nihilism are typically modern philosophical problems that emerge with the breakdown of traditional values, customs and ways of life. The result is the absence of meaning, the lapse of religious faith, and feeling of alienation that is so widespread in modernity.

The Danish thinker Søren Kierkegaard (1813-55) gave one of the most penetrating analyses of this complex phenomenon of modernity. But somewhat surprisingly he seeks insight into it not in any modern thinker but rather in an ancient one, the Greek philosopher Socrates.

Soweit die Kurszusammenfassung von der Website. Vielleicht interessiert dieser Kurs ja den einen oder anderen von Euch!

Auch wenn ich eine wirklich recht schlechte Statistik aufweisen kann, was beendete Kurse in coursera betrifft, so habe ich doch wieder einmal damit begonnen, reinzuhören. Was soll ich sagen – mir fehlt halt die Philosophie. 🙂

Präsenzseminar “Medizinethik und die Leiblichkeit des Menschen” – Resumé

Etwas früher als geplant ist das Seminar heute kurz nach Mittag zu Ende gegangen. Kurz und knackig resumiert: was für eine sinnvoll investierte Zeit! Meinen Schiurlaub einen Tag früher abgebrochen zu haben, macht mir retrospektiv nicht das Geringste aus.

Ja – mein Referat ist letztendlich gegen 2 Uhr Früh letzte Nacht dann auch endlich fertig geworden, und damit ist auch jegliche Nervosität im Vorfeld von mir abgefallen. In Anbetracht der netten Kommilitonen und sehr interessanten Diskussionen, die sich aus allen Referaten ergeben haben, habe ich mich eigentlich auf meinen Vortrag dann sogar richtiggehend gefreut. Ich denke auch, dass er mir letztendlich auch recht gut gelungen ist – in jedem Fall war das Thema Sterbehilfe an sich natürlich auch ein grosser Faktor, dass ich die Leute gut bei der Stange halten konnte.

(Interessantes Faktum für mich selbst: wirklich anders, als Reden vor einer Hochzeitsgesellschaft zu schwingen, oder einen Vortrag im Büroumfeld zu halten, war die Erfahrung jetzt eigentlich auch nicht. Ich habe mich keine Sekunde lang unwohl gefühlt, im Gegenteil! Gut zu wissen für die Zukunft!)

Das Seminar war äusserst interessant und kurzweilig gestaltet. Dr. Knaup war ein sehr guter Seminarleiter, der es verstand, die drei Tage wirklich ansprechend zu gestalten und die Diskussionen angemessen zu moderieren. Die Diskussionen selbst liefen sehr zivilisiert und respektvoll unter den Kommilitonen ab und regten durchwegs zum Nachdenken an. Der Mix an Menschen, die hier dieses Wochenende zusammengekommen waren, war äusserst interessant – und bestand unter Anderem aus einem Urologen, einem Psychiater, einem ehrenamtlichen Sterbebegleiter und einer Kriminalkommissarin, um nur 4 hervorzuheben. Ich war fasziniert und habe mich keine Sekunde gelangweilt, was schon etwas heisst, wenn man von 9 Uhr bis 19:30 Uhr an seinem sauer verdienten Samstag in einem Seminarraum hocken muss hockt.

Jedenfalls ist genau das meiner Meinung nach eines dieser unglaublich attraktiven Dinge an der FernUni Hagen: die Mitstreiter sind halt grossteils Menschen, die teilweise schon lange Zeit im Berufsleben welcher Art auch immer stehen und sich aufgrund ihres Erfahrungsschatzes daher ganz anders einbringen können, als die jungen Menschen Anfang 20, die altersbedingt ausser Schule und Universität noch nicht viel an Erfahrung vorweisen können im Leben.

Ich habe einen Haufen netter und interessanter Menschen kennengelernt und gestern einen sehr netten Abend in deren Kreis in einem Restaurant in Uni-Nähe verbracht. Bei dieser Gelegenheit wurde ich von einer Kommilitonin aus dem hohen Norden urplötzlich auch gleich mit den Worten „Na, du hast deinen Blog auch schon länger nicht mehr upgedated“ angesprochen. Sowas haut mich dann doch immer wieder aus den Socken, wenn ich auf Menschen treffe, die diese Website kennen!

DunceMeine erste Reaktion war völlige Verwirrtheit: wieso weisst Du denn, dass das *mein* Blog ist, wo ich doch meinen Namen hier nirgendwo erwähne? Ich konnte es mir nicht erklären, bis mir klar wurde, dass ich mein Referatsthema hier ja lang und breit besprochen habe – und dies innerhalb des Seminars durchaus Rückschlüsse auf meine Identität ziehen liess. Dunce!!! Es war absolut absurd und ich habe mich innerlich königlich über mich selbst amüsiert. Natürlich macht es mir nichts aus, aus der Anonymität herauszutreten, wenn ich Kommilitonen gegenüberstehe – ganz im Gegenteil! Und ich freue mich sehr, wenn ich auf Leute treffe, die meinen Blog kennen – besonders wenn sie von so weit her kommen. Tolles Gefühl!

Es ist jedoch immer wieder schade, wenn man zu solchen Gelegenheiten in seinem einsamen Dasein als Fernstudent Kommilitonen endlich face-to-face kennenlernt – nur um dann sofort wieder in alle Windrichtungen verstreut zu werden. Definitiv ein Nachteil der FernUni, auch das muss wohl gesagt werden.

Jedenfalls habe ich diese letzten 3 Tage immens genossen und werde bestimmt Ausschau nach weiteren Seminaren halten, die von Dr. Knaup geleitet werden.

Und ein bisserl Philosophie während G1 hat mehr als gut getan und ich bin sehr froh, mir die Zeit (- auch zur Referatsvorbereitung) genommen zu haben, auch wenn meine G1-Vorbereitung massiv darunter gelitten hat und ich mir gerade mal wieder gar nicht sicher bin, ob die Klausur mit meinem gegenwärtigen Wissensstand und der verbleibenden Zeit überhaupt noch zu schaffen ist.

(Bildquelle: www.visualphotos.com)

Präsenzseminar „Medizinethik und die Leiblichkeit des Menschen“ – Tag 1

Die ÖBB haben mich heute um 6:41 Uhr vom Hauptbahnhof Wörgl in Tirol aufgelesen und um 10:30 Uhr am Westbahnhof in Wien wieder ausgespuckt. Mein schöner Schiurlaub im Brixental ist hiermit Geschichte – denn das Präsenzseminar „Medizinethik und die Leiblichkeit des Menschen“ hat heute im Studienzentrum in der Strozzigasse begonnen.

(Mein Referat halte ich erst am Sonntag – ich bin die letzte im Programm… und ich gestehe: ich bin immer noch nicht fertig mit meiner Ausformulierung! Langsam beschleicht mich leichte Panik, ob ich denn wirklich auch fertig werde… andererseits habe ich heute während des Seminars gesehen, dass ich mir wohl viel zu viel antue, mit meinen Ausformulierungen und genauesten Quellenangaben. Ich beginne daher, nachdem ich dieses kurze Update fertig verfasst habe, aufs Neue – im Bett liegend und nach meinem langem Tag bereits fix und alle – und hoffe, dass ich bis Sonntag damit endgültig fertig sein werde.)

Referat im Zug

Referat schreiben im Zug!

Mein erster Eindruck: alles wunderbar! Die Kommilitonen sind ein bunter Mix aller Altersklassen, ca. zur Hälfte aus Deutschland, zur anderen Hälfte aus Österreich/der Schweiz/Holland, soweit ich das mitbekommen habe. Der Seminarleiter, Dr. Marcus Knaup, ist sehr sympathisch und leitet das Seminar auf ansprechende und interessante Weise. Zwar greift er in die gehaltenen Referate des Öfteren ein, aber tut dies nicht auf unangenehme Art und – wie man in Wien so schön sagt: blattelt dabei niemanden auf. Die aus den Referaten resultierenden Diskussionen sind bis jetzt sehr interessant und regen zum Denken an und ich konnte mich das eine oder andere Mal sogar aktiv einbringen, was ich bisher im universitären Umfeld noch nie getan habe – aus Angst, mich selbst dabei aufzublatteln. 😉

Jedenfalls bringt es wirklich viel, P2 bereits erledigt zu haben. Ich stelle mit grosser Freude fest, dass durchaus mehr im Kopf hängengeblieben ist, als nur der klausurrelevante Stoff, denn ich mir panisch Tage vor der Klausur ins Kurzzeitgedächtnis gestopft habe.

Soviel kurz zu mir – ich werde mich den in letzter Zeit hier hinterlassenen Kommentaren nach dem Seminar widmen, versprochen! Drückt mir die Daumen, dass ich nicht vor Erschöpfung einschlafe, bevor das Referat nicht mindestens zur Hälfte fertig ist!

Hopfgarten