Sag zum Abschied leise servus…

Meine lieben, treuen Mitleser.

Nun ist es ja so, dass – wie Ihr wisst – mein Studium seit 2 Jahren aus diversen Gründen brach liegt und es mir massiv an Motivation mangelt, es wieder voller Elan aufzunehmen, von kurzen bursts zwischendurch abgesehen. Am Ende komme ich aber (und immer schneller) immer wieder an den Punkt der absoluten Demotivation. Die Hauptfrage, die mich dann beschäftigt – in Wahrheit schon lange beschäftigt – ist die nach der tatsächlichen Anwendbarkeit dieses Abschlusses und damit auch die Frage: „Warum genau tu‘ ich mir das eigentlich an?“

Die Kulturwissenschaften, so hochinteressant sie sind, sind ein hochtheoretisches Fach ohne jegliche Alltagstauglichkeit (zumindest nicht in MEINEM Alltag) und wenn ich zu Beginn noch aus reiner Liebe zur Sache studiert habe und der Meinung war, ein Abschluss – selbst ein fachfremder – wird mich im Berufsleben schon weiterbringen, so ist es mittlerweile so, dass ich nicht zuletzt auch wegen gewisser Umstrukturierungen und Tendenzen beim Arbeitgeber die Notwendigkeit erkenne, mich unbedingt realitätsnah weiterzuqualifizieren. Was die Motivation, die Kulturwissenschaften voranzutreiben, natürlich nicht erhöht.

Natürlich ist es auch so, dass ich mit Job und Familie kein Studium in irgendeiner anderen Form als der des Fernstudiums betreiben kann. Und die Optionen hierzu sind – zumindest zu leistbaren Preisen – über die FernUni Hagen hinaus eher dünn gesät. In Wahrheit war dieses Faktum alleine der Grund, warum ich mich trotz aller Demotivation 5 Semester lang immer wieder zurückgemeldet habe – in der schieren Hoffnung, mich irgendwann endlich wieder am Riemen reißen zu können und mit demselben Elan weiterzumachen, mit dem ich begonnen habe. Gleichzeitig beobachte ich nun schon meinen Partner seit geraumer Weile durchaus neidvoll, wie er sein Vollzeitstudium an der FH durchzieht und denke mir dabei, wie perfekt ein FH-Studium für mich wäre, schon allein wegen des vorgegebenen Rahmens: viele unterschiedliche Fächer statt eines Moduls pro Semester, mehrere (kleinere) Prüfungen während des Semesters statt einer großen semesterüberspannenden Prüfungsleistung wie in Hagen, praxisbezogene Projektarbeiten, fixe Kommilitonen über den gesamten Studienverlauf.

Mich ein ganzes Semester lang mit einem Haufen Stoff „alleine zu lassen“ und mir am Ende eine Prüfungsleistung abzuverlangen ist – mit der Erfahrung, die ich mittlerweile dazu habe – einfach keine besonders zielführende Idee. Diese Art des Studiums entspricht nicht meinem Lernstil, das weiß ich mittlerweile. Ich brauche engmaschigere, konkrete Vorgaben und kleinere Brocken zu mehreren unterschiedlichen Themen. Viel direkteren und unmittelbarerern Austausch mit Kommilitonen. Dazu natürlich – und auch das war ein Lernprozess – brauche ich ganz offenbar „Daten und Fakten“ statt „Theorien und Gedankengänge“.

All dem gegenüber steht natürlich der immense Aufwand, der bereits in mein Fernstudium geflossen ist. Viel Zeit… viel Herzblut… viel Stress… viel… von allem. All das für null und nichtig zu erklären, fällt unglaublich schwer. Auch wenn es natürlich keine verlorene Zeit ist, denn gelernt habe ich dennoch Vieles, nicht zuletzt auch über mich selbst. Am Ende stehen aber doch meine karrieretechnischen Überlegungen im Vordergrund. Praxisnähe und -relevanz.

Und es ist auch insofern keine verlorene Zeit, als dass ich – würde ich jetzt plötzlich meine Motivation wiederfinden und Modul für Modul durchziehen – ich ab jetzt noch genauso lang für meinen Abschluß in Hagen brauchen würde, als ich es für ein neu begonnenes BA-Studium an einer FH würde… vermutlich sogar noch länger.

So habe ich also letzte Woche um Exmatrikulation angesucht, Minuten nachdem ich die ersehnte Zusage an der Ferdinand Porsche FernFH erhalten habe, an der ich mich für den Bachelor Studiengang Aging Services Management beworben habe. Die Aufnahmsprüfung letzte Woche habe ich bestanden und auch das Aufnahmegespräch ist sehr gut gelaufen – ab dem WS2018/19 bin ich nun ordentliche Studierende an der FernFH in Wiener Neustadt. Eine Studentin von 35 für diesen Jahrgang. Meine Freunde ist riesengroß, auch wenn ich gleichzeitig dennoch sehr wehmütig bin – die FernUni Hagen war in den letzten Jahren, auch wenn ich keine Prüfungsleistungen abgelegt habe, dennoch mein ständiger Begleiter.

Natürlich verschwinde ich aber nicht ganz aus der Blogosphere, ist mir doch auch das Dokumentieren im Lauf der Zeit ziemlich ans Herz gewachsen. Wer mir also auch in Zukunft folgen will, der kann das sehr gerne hier tun:

Mission: FernFH

Ich wünsche Euch allen auch weiterhin viel Erfolg und vor allem Spaß beim Fernstudium in Hagen und danke Euch allen für die virtuelle Begleitung und den Austausch, er sich hier ergeben hat! Den Blog lasse ich online – bekommt er doch nach wie vor täglich sehr viele Zugriffe und ich denke, dass er mittlerweile eine wirklich sinnvolle Quelle an Informationen für Mitstudierende/neu beginnende Studenten in Hagen geworden ist. Einzig Mails werde ich keine mehr beantworten, für alles Weitere lest bitte mein FAQs.

Alles Liebe,
Panta Rheia

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Allgemeine Informationen zum Studium am Institut für Philosophie III

Das Institut für Philosophie teilt sich in drei Lehrgebiete auf, nämlich Philosophie I unter Prof. Dr. Busche, Philosophie II – Praktische Philosophie: Ethik, Recht, Ökonomie unter Prof. Dr. Hoffmann (- wo auch Dr. Knaup als wissenschaftlicher Mitarbeiter zu verorten ist, bei dem ich vor 3 Jahren das sensationelle Präsenzseminar zu „Medizinethik und der Leiblichkeit des Menschen“ besucht habe) und eben Philosophie III – Praktische Philosophie: Technik, Geschichte, Gesellschaft unter Prof. Dr. Bedorf, der mein aktuelles Modul P3 betreut.

Als allgemeiner Hinweis soll hier die öffentlich zugängliche Information zur Lehre des Gebiets III verlinkt werden. Für mich relevant: der Leifaden zu Exposé und Hausarbeit, sowie eine Formatvorlage für die einzureichende Hausarbeit, aber auch Informationen zu Klausur und mündlicher Prüfung sind hier abrufbar – alles zu finden unter dem Unterpunkt Lehre.

Auch die Adresse des Sekretariats, an das die fertigen Hausarbeiten zu versenden sind, kann man zum Beispiel hier abrufen.

Und, nur nebenbei, speaking of Prof. Knaup: vom 23. November bis zum 25. November gibt es wieder eine Präsenzveranstaltung mit ihm in Wien: „Was ist der Mensch? Grundpositionen der philosophischen Anthropologie“ – diese ist wieder aus dem Modul P2, welches ich schon abgeschlossen habe, klingt aber wieder sehr interessant und wird daher auch vermutlich von mir besucht werden, denn Chancen muss man nützen, wenn sie sich einem präsentieren!


All das… (hoffentlich für Mitstudierende und Informationssuchende sinnvolle) ramblings während ich gerade in einem Hörsaal der FH Wien sitze, den Abschlusspräsentationen eines Semesterprojekts der Studienrichtung Molekulare Biochemie mehr oder weniger lauschend, da relevant für meinen geliebten Alphanerd und grundsätzlich auch für mich nicht ganz uninteressant, bedenkt man mein 9-5 Arbeitsumfeld. So kommt es also jetzt doch noch zu einer Art Überschneidung unserer zwei Studiengänge – wenn diese auch limitiert ist auf mich, hier im Hörsaal bloggend, und Judith Butlers Ergüsse auf meinem Schoß, in langweiligeren Präsentationsphasen gelesend. Gefällt mir!

Parva Mundi

Wenn man auf seiner eigenen (österreichischen) Facebook-Page (die rein gar nichts mit der FernUni oder dem Studium zu tun hat) ein Kommentar liest, den betreffenden Namen von irgendwoher diffus zu kennen glaubt, sich dann im Moodle einloggt und es einem dann wie Schuppen von den Augen fällt – da es sich um einen Kommilitonen handelt, der ebenfalls gerade P3 bearbeitet.

Gibt’s ja eigentlich fast gar nicht… wie ich solche Koinzidenzen mag!

(Und jetzt hab ich jemanden, mit dem ich auch abseits des Moodles über P3 quatschen kann.)


Übrigens: die Frist zur Prüfungsanmeldung läuft noch bis zum 15. Juni – jene zur Rückmeldung für das WS 2018/19 noch bis zum 31. Juni. Ich habe mich soeben zur Hausarbeit angemeldet!

Die Krux mit den last-minute Arbeiten…

…ist ja die, das man nie weiß, ob man jetzt im Rausch des Zeitdrucks ein literarisches Meisterwerk zu Papier gebracht hat – oder ob man absoluten Schrott produziert hat.

Im Fall meiner Übungsaufgabe 2 liegt die Antwort wohl irgendwo mittendrin. Oder sollen wir sagen: meine Übungsaufgabe war essentially wohlklingender, flüssig formulierter Schrott.

Wie sich allerdings herausstellt, dürfte die Mehrheit der Kommilitonen an der eigentlichen Fragestellung gekonnt vorbeiformuliert haben, denn die kollektive Abgabe hat Prof. Bedorf in seinem Antwortvideo dazu veranlasst, sich selbst die Schuld dafür zu geben, da offensichtlich seine Frage nicht gut und klar genug formuliert war.

Ja, oder so, natürlich. Die nächste Aufgabe befasst sich jedenfalls mit Derrida und Austin – und ich bin hochmotiviert, diesmal eine wohlklingende und flüssig formulierte tatsächliche Antwort auf die gestellte Frage zu produzieren.

In der Zwischenzeit zeige ich Euch etwas, das wohl das Herz eines jeden KuWis, insbesondere eines jeden Literatur-Hauptfachlers vermutlich höher schlagen lässt, nämlich ein Fundstück aus einem alten, baufälligen Haus, das kurz vor seinem Abriss steht um einem neuen Familienheim Platz zu machen – und das mein Vater zwischenzeitlich und leihweise als private Werkstätte verwenden darf:

Ist das nicht mal was? Die Bücher sind alle in einem furchtbaren Zustand und ich hatte das Gefühl, ich musste meine Hände nach einer ersten Durchsicht mit Stahlwolle abschrubben – aber was für ein Sammelsurium! Die Ausgaben sind allesamt aus den 60er und 70er Jahren und verfügen teilweise auch noch über interessante handschriftliche Randnotizen… und sogar etwas, von dem ich glaube, dass es eine Namensliste der damaligen Klassenkollegen ist, habe ich auf einem Buchrücken in altmodischer Handschrift gefunden. Hach, ich mag sowas!

Beizeiten werde ich diesen Beitrag editieren und eine vollständige Liste der enthaltenen Reclam-Hefte anführen. Wenn ich daran denke, dass mein Vater diese Schachtel über willhaben verklopfen wollte… es war reiner Zufall, dass ich an diesem Tag einen Blick in seinen Kofferraum geworfen habe und sie entdeckt habe. Er hat sie mir sogleich ausgehändigt – ich bin nicht sicher, ob er vielleicht einfach nur froh war, den alten „Müll“ losgeworden zu sein und keine weitere Arbeit damit zu haben, die ihm ohnehin nur ein paar lächerliche Euro eingebracht hätte – und ich fühle mich reich beschenkt, ein bisschen so, als hätte ich bei einer Expedition einen uralten Schatz entdeckt.

Updates pending!

PS: Falls jemand Tipps hat, wie man diese alten Dinger wenigstens ein klein wenig reinigen könnte, ohne sie weiter zu zerstören, bin ich dankbar!

Zitat zum Sonntag (mal anders)

Mal anders: nämlich aus dem echten Leben gegriffen.

„Wenn ich sage ‚das Sinnsystem ist seiner Bedeutung a priori vorgelagert‘ ist das ziemlich redundant, gell?“
„Schon, ist ja ein Pleonasmus.“

Ersteres: ich beim Verfassen der Übungsaufgabe 2 zum Thema Performativität.
Zweiteres: der Alphanerd.

Szenen einer Beziehung. Hab ich es doch tatsächlich geschafft, mir einen Mann zu angeln, der Worte wie „Pleonasmus“ casually konversationell verwendet, weil es ganz normaler Teil seines immensen Wortschatzes ist. Worte, die ich mir selbst vor 2 Jahren mühselig per L1-Glossar ins Hirn gepeitscht habe (- und die dennoch kaum zum Teil meines aktiven Wortschatzes geworden sind)…

(Wenn es soetwas wie absolute Glückseligkeit gibt, so bin ich doch ziemlich verdammt nah dran mit meiner momentanen Lebensgestaltung.)

Apropos Übungsaufgabe 2: ich habe auch diese gestern erfolgreich hochgeladen. Und zwar mit ganzen 27 Minuten und 38 Sekunden Zeitpuffer vor Abgabeende. Da war ich mal wieder sehr zeitgerecht dran… aber immerhin! Ich war dran. So wie mir selbst versprochen, dieses Semester. Dass die Frist zur Aufgabe 2 gestern um Mitternacht abläuft, war mir wohl im Hinterkopf bewusst – wirklich realisiert habe ich es allerdings erst gestern um 18 Uhr, als ich noch mehrere Dinge auf meinem Kalender stehen hatte, bevor ich mich damit überhaupt erst befassen konnte. Zu schreiben begonnen habe ich dann um 21 Uhr… tja. Mal sehen. Grundsätzlich kann ich unter Druck gut arbeiten, aber so wirklich berühmt ist mein Lösungsversuch glaub ich nicht. Der Vorteil an so einer punktgenauen Abgabe ist wohl jedenfalls, dass ich mit der Beurteilung jetzt nicht so lange warten muss…

Einen angenehmen Start in die erste kurze Mai-Woche wünsch ich Euch allen!

Der Beitrag ohne sinnvollem Titel, weil mir langsam die Gründe ausgehen, warum es nicht weitergeht mit dem Studium.

Nimmt mich eigentlich noch irgendwer hier ernst, wenn ich sage, dass ich mein Studium nach 4(!) inaktiven Semestern wieder anpacke?

Ja, ganz im Ernst!

Diesmal wirklich!

Und ja, ich weiß… ihr braucht Euer wissendes Schmunzeln nicht so verschämt hinter vorgehaltener Hand verstecken. Ich weiß ja selbst, wie ich mittlerweile klinge. #brokenrecord

Wir Ihr wisst, hat das SS2018 nun vor einigen Tagen begonnen und ich habe mir selbst – wie sich herausstellt – einen großen Gefallen getan und sowohl G2, als auch L2 – die ich beide nach mehreren gelangweilten Versuchen schon nicht mehr sehen kann – erstmal ad acta gelegt und mir stattdessen ein Philosophie-Modul schicken lassen: P3 | Praktische Kulturphilosophie.

03365: Im philosophischen Nachdenken über Kultur erfolgt im 20. Jh. eine Umstellung auf den Begriff der Performativität. Damit wird die Vorstellung abgelöst, es seien entweder genialische Intuitionen künstlerischer Individuen oder der Schöpfergeist eines Volkes, die für die Entstehung von Kulturprodukten verantwortlich sind. Performativität bedeutet hingegen, dass der Sinn der Kultur und ihrer Hervorbringungen in ihrem Vollzug selbst besteht und nicht irgendwo außerhalb ihrer zu suchen ist. Der Studienbrief erklärt Herkunft und Bedeutung des Begriffs der Performativität und verdeutlicht die Konsequenzen für den Kulturbegriff.

03359: „Kulturkritik“ ist ungefähr so alt wie „Kultur“ selbst: Sie ist der mitlaufende Spiegel, in den Kultur kraft der durch sie selbst freigesetzten Reflexionspotentiale blickt. Kulturkritik hat dabei – von der Sophistik bis zu Adorno und Horkheimer, bei Platon und Augustinus ebenso wie bei Rousseau oder Nietzsche – stets auch philosophisch Ausdruck gefunden. Der vorliegende Kurs macht mit den wichtigsten Stationen, Topoi und Entwicklungsfäden philosophischer Kulturkritik vertraut. Dabei will er dazu anleiten, kulturkritisches Denken als Chance für heutiges Philosophieren zu entdecken.

03341: Geschichtsphilosophie im engeren Sinne gibt es erst, seit sprachlich der Kollektivsingular „die Geschichte“ als Begriff für die Gesamtheit des vergangenen Geschehens bereitsteht. Während frühere Zeiten Geschichtsphilosophie als Philosophie über den Sinn der Geschichte begriffen und diesen oft in ihrem unendlichen Fortschreiten auf ein Ziel hin („der Fortschritt“) auffassten, setzt heutige Geschichtsphilosophie in ihren erfolgversprechendsten Ansätzen beim Erzählen von Geschichten an („Narrativismus“). Ausgehend von wissenschaftstheoretischen Erörterungen der Geschichtswissenschaft („Erklären“ und „Verstehen“) und vom Narrativismus wird in diesem Kurs über eine phänomenologische Geschichtsbeobachtung zurückgegangen bis zur Geschichtsphilosophie Hegels.

03386: Der Kurs behandelt verschiedene Herangehensweisen einer Historischen Semantik. Unter Historischer Semantik (auch Bedeutungsgeschichte) wird dabei die philosophische Beschäftigung mit Formation, Transformation und Deformation von Kulturgehalten verstanden. Dabei wird sowohl auf die Epistemologie Bachelards und auf die Diskurstheorie Foucaults als auch auf die Metaphorologie Blumenbergs u.v.a.m. Bezug genommen.

03333: Der Studienbrief diskutiert das Verhältnis der Bestimmungen „Mensch-sein“ und „Menschlichkeit“ – oder disziplinär ausgedrückt: das Verhältnis von Anthropologie und Ethik/Politik. Leitende Fragestellung ist, ob bzw. wie die Geschichtlichkeit des Mensch-seins in Einklang gebracht werden kann damit, dass ein Konzept von Menschenwürde traditionell eine fixe Bestimmung des Menschen und seiner Würde verlangt.

33372: Der Studienbrief verfolgt ein systematisches Anliegen. Ziel ist es, Lebensphilosophie als Ringen um ein Konzept intuitiven Wissens darzustellen. Wir benötigen intuitives Wissen (vom Leben) bzw. wir können bestenfalls intuitives Wissen haben, weil das Leben als unergründlich gilt. Dabei kann das, was unergründlich meint, sehr unterschiedlich bestimmt werden: als ein (tragisches) Nicht-Erreichen-Können oder als wirkliche und wirkmächtige Dimension des tatsächlich und gegenwärtig gelebten Lebens. Die Aktualität solcher Konzepte und die Relevanz solcher Unterschiede zeigen sich z. B. in den zeitgenössischen Debatten um das Verhältnis von Wissen und Können.

(Quelle: http://www.fernuni-hagen.de/KSW/portale/bakw/studium/ss-2018/modul-p3/)

Hui, hat mich das immer abgeschreckt, bisher. Und das, obwohl P1 und P2 doch so gut gelaufen sind. Ich war fest überzeugt davon: G oder L und ich sind einfach die besseren Partner, als P und ich, jedoch! Den Studienbrief zur Performativen Kultur habe ich nun schon komplett durch und nach P1 und P2 fühlt es sich fast ein wenig an, wie… heimkommen.

Fund in der Büroküche… ist es denn gar ein Zeichen?

Ich bin in der Tat sehr positiv überrascht. (Von mir selbst. Und von P3.)

(Eine Facebook-Gruppe gibt es selbstverständlich auch wieder. Für alle Interessierten habe ich diese im Menü links verlinkt.)

„Warum denn jetzt plötzlich wieder?“, wird sich der treue Leser an dieser Stelle vielleicht fragen. Nun, die arg turbulenten Zeiten sind jetzt wirklich (endlich) vorbei und ich habe sowohl wieder geistige, als auch zeitliche Ressourcen, um mich ernsthafter mit meinem Studium zu befassen. What’s more: der tolle Mann (– henceforth known as Alphanerd), der mir seit nunmehr einem Jahr das Leben versüßt, ist seines Zeichens selbst (Vollzeit-)Student an einer Wiener FH, was – ich gebe es offen zu – durchaus auch einen gewissen Motivationsfaktor mit sich bringt. Zumindest fühlt es sich gut an, an diversen Sonntag-Nachmittagen mit ihm gemeinsam rumzuknotzen und zu… lernen. Ja, ernsthaft. In Zeiten wie diesen, in denen meine (quasi gleichaltrige) beste Freundin (- und ehemalige Mitstreiterin an der Uni Wien, anno 1997) gerade noch den Kater ihrer 40er-Feier ausschläft, fühlt sich dieses „gemeinsame Lernen“ mit meinem Freund irgendwie nach… ähm… Jugend an. Auch wenn die wilden Zeiten mit den Skripten, unleserlichen Mitschriften, meiner besten Freundin und einer Flasche Martini am Vorabend der Prüfung natürlich längst vorbei sind und sich das Ganze heute natürlich wesentlich anders gestaltet (- und der Alphanerd in den Naturwissenschaften unterwegs ist und wir studiumstechnisch gar keine Gemeinsamkeiten haben).

(Immerhin: dass sich Alkohol und Lernen nicht vertragen, weiß ich mittlerweile schon und substituiere mit Schokolade!)

Jedenfalls – und das wollte ich eigentlich hier heute verkünden – habe ich vor ca. einer Stunde zum ersten Mal seit literally Jahren(!) wieder eine bearbeitete Übungsaufgabe ins moodle hochgeladen. Und hab‘ eine diebische Freude mit mir selbst… denn das Verfassen des Kurzessays hat richtig Spaß gemacht und ich bin gespannt auf meine Bewertung. (Do I still have what it takes?) In diesem Modul läuft es wohl so, dass man von der Online Tutorin ein persönliches Kommentar auf die Übungsaufgaben erhält und dann nach Ablauf der Abgabefrist ein „Sammelkommentar“ in Form eines Videos von Prof. Dr. Thomas Bedorf online gestellt wird, der übrigens auch die Fragestellungen der Übungsaufgaben als Video ins moodle lädt. Das gefällt mir auf Anhieb sehr – denn es fühlt sich sehr persönlich an. Persönlicher als die sonstige moodle-Betreuung, die ich bis jetzt erlebt habe.

Und, weil es gerade um die Übungsaufgaben geht: ich habe meine FAQs dahingehend upgedatet, aber ich erlaube mir, die Spannung gleich vorweg zu nehmen: ich stelle ab jetzt keine Passwörter zu meinen Übungsaufgaben mehr zur Verfügung, da mir einfach die Zeit fehlt, die das Beantworten all Eurer individuellen Mails und Anfragen beansprucht. Tut mir leid – ist aber jetzt erstmal so.

Und nun wünsche ich Euch allen fleißigen Kommilitonen ein erfolgreiches Sommersemester 2018! (Und mir natürlich auch. Und dem Alphanerd auch.)

Phoenix aus der Asche…

Da mein letzter Eintrag hier mittlerweile ein Jahr und zwei Wochen in der Vergangenheit liegt und sich – sehr zu meiner Freude – in der Zwischenzeit einige meiner Leser nach meiner Befindlichkeit und/oder dem Status meines Fernstudiums erkundigt haben, schulde ich hier vermutlich tatsächlich ein kurzes „Statusupdate“.

Ja, mein Studium ist nun drei Semester lang völlig brach gelegen. Das ist schlimm – klar. Schlimmer sind natürlich die Gründe dafür… die definitiv diesmal nicht in meiner Faulheit oder Motivationslosigkeit zu verorten sind. Tatsache ist, dass vor mittlerweile einem Jahr meine Ehe nach zehn Jahren in die Brüche gegangen ist – und dass so ein Kataklysmus, so notwendig er auch war, nicht spurlos an einem vorübergehen kann, erklärt sich von selbst. Es galt erstmal, das Leben neu zu sortieren, bzw. schlicht und einfach den Alltag alleine mit zwei Kindern „auf die Reihe“ zu bekommen – und in diesem modus operandi gab es keine emotionalen, zeitlichen oder intellektuellen Reserven für soetwas wie ein Studium. Nicht „lebensnotwendige“ Aktivitäten mussten gnadenlos aus dem Alltag gestrichen werden – frei nach dem Motto something’s gotta give.

Entsprechend habe ich kein schlechtes Gewissen in irgendeiner Form, Zeit unnötig verschwendet zu haben (- wie ich es im Semester nach L1 leider sehr wohl getan habe), da ich die Unausweichlichkeit dieser situationsbedingten Zwangspause durchaus anerkenne und mir selbst auch zugestehe. Immerhin das Präsenzseminar Aus Liebe zum Führer: Emotionen und die Geschichte des Nationalsozialismus bei Dr. Alexandra Przyrembel habe ich letztes Jahr besucht – und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen, so es noch einmal angeboten werden sollte. Ebenso besucht habe ich die Lehrveranstaltung Schreibkompetenz bei Dr. Franz Palank, der ein ziemlicher Charakterkopf der guten alten Wiener Art ist – und dessen LVs zu besuchen sich schon alleine deshalb absolut auszahlt.

Mittlerweile haben sich die Dinge, der Alltag, ich selbst, etc. – soweit möglich – eingespielt und normalisiert und ich liebäugele wieder ernsthaft mit dem Semester, das kommenden Montag offiziell startet. Entsprechend wurden meine G2-Studienbriefe abgestaubt… meine Uni-Unterlagen neu sortiert… mein iPad frisch bestückt… ein neuer Textmarker gekauft… und meine Motivation aus den tiefsten Tiefen meines Gehirns hervorgekramt. Yay! Auch für Dr. Annika Hüsings online Präsenzseminar Mesopotamien gestern, heute, morgen – eine Kulturlandschaft im Spiegel der Zeiten habe ich mich erneut angemeldet.

Vielen Dank an alle, die sich nach mir und meinem Studium erkundigt haben – ich hoffe, hier ab jetzt wieder sinnvolle Beiträge leisten zu können. Falls sich Kommilitonen hier wiederfinden sollten, die ebenfalls G2 belegen, dürfen sie sich – wie immer – sehr gerne bei mir melden, ganz besonders, wenn sie vielleicht sogar noch geographisch sich im Raum Wien befinden sollten.

Und, mal wieder: Tschakka!

Meanwhile…

Nachdem mein letztes Posting schon ein paar Tage (*ahem*) zurückliegt, ist es vielleicht an der Zeit, die letzten Monate ein wenig Revue passieren zu lassen – auch wenn eigentlich nichts davon mit meinem Fernstudium etwas zu tun hat.

Ja – ich habe leider auch ein zweites Semester in den Sand gesetzt (- ausgesetzt). Die Gründe dafür sind ebenso mannigfaltig, wie eigentlich völlig belang- und haltlos, denn im Grunde hätte ich mir trotz Allem die Zeit nehmen können/sollen. Sagen wir einfach, jegliche Motivation hat sich zu 100% aus meinem Leben dem Semester verabschiedet. Kommilitonin #C war mit ihrem Neugeborenen zu beschäftigt, um sich mit der Uni zu befassen – und im L1-Semester habe ich mich dann doch sehr an ihre Lernpartnerschaft zur Eigenmotivation gewöhnt und ohne sie war für mich dann kaum etwas zu machen, der innere Schweinehund war allmächtig. Dazu kamen dann weitere Themen… Beziehungsstress, eine neue Therapie für mich, Probleme in der Arbeit, die sich in einer grossen Kündigungswelle vom Winter bis in den Frühsommer hinein geäussert haben und jetzt in Form eines grossen Office-Umzugs weitergehen… wie dem auch sei, das Leben war von allen Seiten her irgendwie viel zu… ablenkend.

Anyway.

Neues Semester, neues Glück. Auch Kommilitonin #C ist wieder mit von der Partie. Ich habe mich als Wiederholerin für L2 und G2 rückgemeldet, wobei ich tatsächlich mehr zu G2 tendiere und auch schon mit dem Lesen des ersten Studienbriefs begonnen habe. Hinzu kommen 1 Präsenzseminar und 1 online Seminar, die mich beide ebenfalls mehr in die G2-Richtung ziehen:

Präsenzseminar: Emotionen und die Geschichte des Nationalsozialismus

Samstag 26. November & Sonntag 27. November | 9-17 Uhr
Zentrum für Fernstudien Wien | Strozzigasse 2, 1080 Wien

(Anmeldung & detaillierte Infos ab ca. 8 Wochen vor Beginn)

Online-Seminar: Mesopotamien gestern, heute, morgen – eine Kulturlandschaft im Spiegel der Zeiten

01. Oktober bis 31. März | Moodle

In diesem Online-Seminar werden Lernmaterialien eingestellt, die Grundkenntnisse zum Thema Mesopotamien vermitteln und Anregungen zu Hausarbeitsthemen und mündlichen Prüfungen geben.

Zusätzlich habe ich mich auch zu den folgenden Lehrveranstaltungen am Zentrum für Fernstudien Wien angemeldet:

Professionelle (Literatur-)Recherche und Zusammenarbeit im Internet

Freitag 11. November, 15-19 Uhr & Samstag 12. November 9-17 Uhr
Zentrum für Fernstudien Wien | Strozzigasse 2, 1080 Wien

In dieser Lehrveranstaltung wird mit Ihnen gemeinsam erarbeitet, wie Sie die elektronischen Medien für Ihr Studium bestmöglich nutzen. Sie lernen zahlreiche Web-Anwendungen kennen und diese für Ihre Bedürfnisse einzusetzen (Bibliotheksrecherche, wissenschaftliche Suchmaschinen und Fachdatenbanken, Weblogs als Plattform für Lerngruppen, um Aufgaben gemeinsam zu lösen, Programme zur Strukturierung von Informationen und zur Speicherung von Teilen von Websites, Application Sharing Tools, um an verschiedenen Orten zeitgleich und kollaborativ arbeiten zu können, etc.). Sollte Bedarf bestehen, so kann auch das FernUni Hagen spezifische Moodle-System kennengelernt werden.

Schreibkompetenz

Freitag 28. Oktober, 17-21 Uhr & Samstag 29. Oktober, 9-17 Uhr
Zentrum für Fernstudien Wien | Strozzigasse 2, 1080 Wien

Der Workshop ist in praktischer Form auf die Entwicklung der Schreibkompetenz gerichtet. Er baut Ängste ab, macht Mut, schafft Knowhow, und vieles mehr. Er richtet sich an alle Studierenden, an solche in den Anfangsphasen ebenso wie an diejenigen, die schon vor großen Schreibaufgaben (Bachelor oder gar Master) stehen. Das gemeinsame Lernen hat sich in den bisherigen Seminaren sehr bewährt.

Tschakka!

Zeit für Ernsthaftigkeit

Die Klausur ist vorbei – jetzt kann ich mich endlich guten Gewissens dem Ernst des Lebens zuwenden: dem Seppo Blog Award, nämlich – nein, entschuldigung, der Seppo Blog Auszeichnung natürlich, die zu gewinnen ich mir zu meinem höchsten Lebensziel nach dem Abschluss dieses hier dokumentierten Studiums gemacht habe.

Ja, ernsthaft – und um das Unerreichbare ein Stück näher in meinen unwürdigen Orbit zu ziehen, mache ich mich hiermit ans Beantworten des verpflichtenden Fragebogens, ohne den man gar nicht erst in die nächste Evaluierungsrunde aufgenommen wird – und da könnte ich mir quasi gleich selbst das Herz mit einem Löffel aus dem Brustkorb pulen.

Worum es geht? Nun ja…

„…es geht ja nicht um irgend eine belanglose Auszeichnung, die cainerley Folgen für den Sieger hat, sondern es geht um eine belanglose Auszeichnung, die cainerley Folgen für den Sieger hat!“ – Seppo

Daher ohne weitere Umschweife, hier mein natürlich völlig ernstgemeinter Seppo-Beeindruckungs-Versuch.


 

#sba2016: Der Fragebogen

Seppo Blog Award FragebogenWas haben Seppo und Du gemeinsam?

Das ist ja ein toller Einstieg in den Fragebogen – ist die Antwort darauf wirklich so offensichtlich, oder ist das eine Art Fangfrage? Da fühle ich mich gleich ein paar Tage in der Zeit zurückversetzt, zurück zu meiner L1-Klausur – und ich bin mir bis heute nicht sicher, ob ich dem Prüfer mit meiner Antwort zum Narrativen Modus nicht vielleicht doch auf den Leim gegangen bin. So einfach konnte es einfach nicht sein! Seppo? Ist die richtige Antwort wirklich „einen Blog“? Shit, hab ich Versagensangst!

Wieso hättest Du die SBA nicht verdient?

Weil ich gleich auf die allererste Frage des alles-entscheidenen Fragebogens nicht die richtige Antwort kenne.

Eine Woche lang keine (soziale) Technik: kein Handy, kein Facebook, kein Blog – nichts. Was würde das mit Dir machen?

Darf ich dann wenigstens SWTOR spielen? Ein Haufen Geeks, die sich vor langer Zeit mit virtuellen Lichtschwertern in einer weit, weit entfernten Galaxie duellieren, können nicht als „sozial“ durchgehen, oder? Wenn nicht – dann muss wahrscheinlich der oben erwähnte Löffel zum Einsatz kommen.

Was inspiriert Dich für Deine Themen?

Meine universitäre Versagensangst und meine Zwangsstörung, jedes Detail meines Lebens zu dokumentieren und zu archivieren. Man stelle sich nur vor, ich wüsste in 10, 20 Jahren das genaue Datum der Klausur irgendeines Einführungsmoduls nicht mehr – und die zugehörige genaue Anzahl an Tagen und Stunden, die ich dazu in der Bibliothek verbracht habe?

Wer hat Dir das Hirn so manipuliert, dass Du bei so einem Wettbewerb teilnimmst? 

Wie ich festgestellt habe, hat der regelmässige Konsum des seppologs zum Teil besorgniserregende Auswirkungen auf die Sichtweise des eigenen, normalerweise völlig ernstzunehmenden Blogs – anders kann ich es mir auch nicht erklären.

Wer sollte Deinen Blog besser nicht lesen?

Ein gewisser sehr guter Freund von mir, der diesen Blog gleich nach der ersten Verlinkung des ersten Artikels auf meinem FB-Profil als „seltsamen Auswuchs“ bezeichnet hat. Der soll sich bloß nocheinmal hierherverirren – dann werd ich ihm schon seltsame Auswüchse zeigen! (#sba2016)

Auf einer Skala von eins bis zehn: Was isst Du am liebsten?

Ja.

Welchen Titel hatte Dein erster Blog-Eintrag, welchen wird Dein letzter haben?

Mein erster hiess völlig uninspiriert „Herzlich Willkommen!“ – mein letzter heisst dann wahrscheinlich „Ich bin endlich Bachelor(ette)!“, oder „Ich habe den #sba2016 gewonnen!“, je nachdem, was zuerst eintritt. In beiden Fällen habe ich dann ja quasi ausgesorgt.

Was frühstückst Du?

Die Zecherln meines Sohnes. Und das meine ich völlig ernst.

Katze oder Hund?

Wellensittich! Die Katzen dieser Welt haben sich zusammengerottet, um mir einen möglichst qualvollen Tod durch Ersticken und/oder Ertrinken im Sekret meiner rinnenden Augen/Nase zu bereiten. Ein Hund bleibt mir in diesem Leben leider auch verwehrt, weil der andauernd irgendwo stundenlang ins Freie muss um dort sinnlos herumzurennen – und dorthin kann ich meine Couch leider nicht mitnehmen.

Hast Du sonst niemanden, dem Du das alles erzählen könntest?

Nein, wen sollte das alles interessieren???

Wer liest Dich überhaupt?

Na, der Seppo, hoffentlich! Und angeblich 249 Follower aus dem universitären Umfeld. (Bei denen ich jetzt wahrscheinlich vollkommen untendurch bin.)

Was müsste geschehen, dass Du mit dem Bloggen aufhörst?

Sudden death, beziehungsweise wohl das Erlangen meines BAs.

Welche Eigenschaft an einem Menschen schätzt Du am meisten?

Hier mal eine ernste Antwort: Ehrlichkeit und Verlässlichkeit. Und ein gewisses Maß an Alltags-OCD, das meinem zumindest nahekommt.

Was ist Deine beste Eigenschaft?

Ehrlichkeit, Verlässlichkeit – und ein möglicherweise übertriebenes Maß an Alltags-OCD.

Was ist Dein größter Fehler?

Ehrlichkeit, Verl… well, you get the picture.

Wie, denkst Du, sehen Dich die anderen Menschen?

Ehrlich, verl… ok, Schluss damit. Die meisten sind vermutlich der Meinung, ich hätte einen Poscher.

Was würdest Du niemals in einem Blog posten?

Ein Foodstagram! Das würde ich mich nicht trauen – Frau Kollegin D.

Glaubst Du neben Seppos Blog noch an andere Wunder?

Das muss ich ja – wie sonst sollte ich meinen BA jemals erreichen? Oder gar meinen MA?

Wenn Du einen Gegenstand in eine Zeitkapsel tun könntest, welche erst in 100 Jahren geöffnet werden würde, welcher Gegenstand wäre das?

Vermutlich ein Pommes vom McD’s. Alles andere würde ja mit der Zeit kaputt gehen.

Was bedeutet Schreiben für Dich, was macht es mit Dir?

Es macht, dass 8 meiner 10 Finger in schnellem Stakkato systematisch über meine Tastatur gleiten.

Wie kriegst Du Seppo ins Bett?

Die Fragen, die es vorher auf jeden Fall zu klären gilt: Schnarcht er? Nimmt er mir in der Nacht meine Decke weg? Akzeptiert er kalte Füsse zwischen seinen Waden? Was sagt seine Mitbewohnerin dazu? Danach können wir gerne über die eigentliche Frage sprechen.

Was macht Mannsein für dich aus, was Frausein?

Ich war noch nie ein Mann, daher kann ich dazu leider nichts sagen. Frauen werden meistens durch ihre Vagina definiert – und definitiv durch lange Haare, wenn man so manchem Mann Glauben schenken mag. (#stillnotgrowingoutmypixiecut)

Was bedeutet das Konzept der ewigen Liebe für Dich? Ist es möglich? Wünschenswert?

Zwischen Eltern und Kindern – keine Frage. Zwischen zwei Menschen in einer Beziehung – nein. Soll biologisch auch nicht so sein, ist meiner Meinung nach der Abwechslung wegen auch nicht wünschenswert, und gibt es maximal in Form einer Art „Liebe aus Gewohnheit“, die sich halt irgendwann mal einstellt – oder eben auch nicht.

Warum sind 28 Fragen zuviel?

Sind es tatsächlich 28 Fragen? Ich habe die Nummerierung entfernt, da kann ich nicht mehr mitreden.

Blogger seien Selbstdarsteller, heißt es oft. Warum stimmt das – und ist das schlimm?

Siehe oben, siehe meine Archive.

Warum machst Du bei dieser Nummer mit?

Ruhm, Ehre, Clicks, Likes, Seppos Aufmerksamkeit! Obviously.

Wie löst Du zwischenmenschliche Konflikte? Offensiv, defensiv oder gar nicht?

Ich bin ein sehr friedfertiger Mensch, aber wenn man mir blöd kommt – fress‘ ich meinen Frust solange in mich rein, bis sich meine gesamte aufgestaute Aggressivität explosionsartig extrem passiv entlädt!


So. Und? Hab ich jetzt gewonnen?

 

Projekt: Literatur von der Aufklärung bis zur Moderne

Gestern habe ich obengenanntes Projekt begonnen. Neben den üblichen Verdächtigen (Kostenlose Klassiker auf Amazon, Thalia Kostenlose eBooks, Project Gutenberg, Zulu eBooks) habe ich auch folgenden Anbieter für Gratis e-Books gefunden: ManyBooks. Zum Sortieren und Konvertieren empfehle ich nach wie vor Calibre – aber das kennt Ihr sicher ohnehin.

Auch meinen Goodreads-Account habe ich reaktiviert – werde ihn allerdings nur für studiumsbezogene Literatur verwenden. Das entsprechende Widget findet sich nun in meiner Sidebar.

Es ist schön, endlich wieder unbeschwert lesen zu können und in der U-Bahn in der Früh und am Heimweg meinen Kindle statt Lernunterlagen zücken zu können! Was macht Ihr alle mit Eurer neugewonnenen temporären Freizeit so?