Phoenix aus der Asche…

Da mein letzter Eintrag hier mittlerweile ein Jahr und zwei Wochen in der Vergangenheit liegt und sich – sehr zu meiner Freude – in der Zwischenzeit einige meiner Leser nach meiner Befindlichkeit und/oder dem Status meines Fernstudiums erkundigt haben, schulde ich hier vermutlich tatsächlich ein kurzes „Statusupdate“.

Ja, mein Studium ist nun drei Semester lang völlig brach gelegen. Das ist schlimm – klar. Schlimmer sind natürlich die Gründe dafür… die definitiv diesmal nicht in meiner Faulheit oder Motivationslosigkeit zu verorten sind. Tatsache ist, dass vor mittlerweile einem Jahr meine Ehe nach zehn Jahren in die Brüche gegangen ist – und dass so ein Kataklysmus, so notwendig er auch war, nicht spurlos an einem vorübergehen kann, erklärt sich von selbst. Es galt erstmal, das Leben neu zu sortieren, bzw. schlicht und einfach den Alltag alleine mit zwei Kindern „auf die Reihe“ zu bekommen – und in diesem modus operandi gab es keine emotionalen, zeitlichen oder intellektuellen Reserven für soetwas wie ein Studium. Nicht „lebensnotwendige“ Aktivitäten mussten gnadenlos aus dem Alltag gestrichen werden – frei nach dem Motto something’s gotta give.

Entsprechend habe ich kein schlechtes Gewissen in irgendeiner Form, Zeit unnötig verschwendet zu haben (- wie ich es im Semester nach L1 leider sehr wohl getan habe), da ich die Unausweichlichkeit dieser situationsbedingten Zwangspause durchaus anerkenne und mir selbst auch zugestehe. Immerhin das Präsenzseminar Aus Liebe zum Führer: Emotionen und die Geschichte des Nationalsozialismus bei Dr. Alexandra Przyrembel habe ich letztes Jahr besucht – und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen, so es noch einmal angeboten werden sollte. Ebenso besucht habe ich die Lehrveranstaltung Schreibkompetenz bei Dr. Franz Palank, der ein ziemlicher Charakterkopf der guten alten Wiener Art ist – und dessen LVs zu besuchen sich schon alleine deshalb absolut auszahlt.

Mittlerweile haben sich die Dinge, der Alltag, ich selbst, etc. – soweit möglich – eingespielt und normalisiert und ich liebäugele wieder ernsthaft mit dem Semester, das kommenden Montag offiziell startet. Entsprechend wurden meine G2-Studienbriefe abgestaubt… meine Uni-Unterlagen neu sortiert… mein iPad frisch bestückt… ein neuer Textmarker gekauft… und meine Motivation aus den tiefsten Tiefen meines Gehirns hervorgekramt. Yay! Auch für Dr. Annika Hüsings online Präsenzseminar Mesopotamien gestern, heute, morgen – eine Kulturlandschaft im Spiegel der Zeiten habe ich mich erneut angemeldet.

Vielen Dank an alle, die sich nach mir und meinem Studium erkundigt haben – ich hoffe, hier ab jetzt wieder sinnvolle Beiträge leisten zu können. Falls sich Kommilitonen hier wiederfinden sollten, die ebenfalls G2 belegen, dürfen sie sich – wie immer – sehr gerne bei mir melden, ganz besonders, wenn sie vielleicht sogar noch geographisch sich im Raum Wien befinden sollten.

Und, mal wieder: Tschakka!

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7 Kommentare zu “Phoenix aus der Asche…

  1. Liebe Palla, ich finde es toll, wie ehrlich Du hier bist und Dein Leben mit uns teilst. Eine Trennung ist leider immer schmerzhaft – umso schöner, dass Du jetzt wieder so weit bist, mit Deinem Studium fortzufahren. Go girl!

  2. Hallo Palla,
    ich habe im Oktober mit Kulturwissenschaften begonnen und auch schon den Workshop mit Dr. Palank besucht, absolut genial und unbedingt weiterzuempfehlen :-). Sehr cool, dass du dranbleibst trotz der Rückschläge … never give up 😉

  3. Hallo Palla, wie schön, wieder von Dir zu lesen…und Dir viel Kraft weiterhin. Habe nach Unterbrechung nun auch wieder losgelegt…es wäre doch gelacht :))))
    Viele Grüße, Marion

  4. Pingback: Der Beitrag ohne sinnvollem Titel, weil mir langsam die Gründe ausgehen, warum es nicht weitergeht mit dem Studium. – Mein Fernstudium an der FernUni in Hagen

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