Habemus Note! #4

6 Wochen + 5 Tage waren es diesmal. Die Noten an sich sind noch nicht in der Notenübersicht online, somit kann ich auch zum Notenspiegel noch nichts sagen – aber die Klausurkommentare wurden heute veröffentlicht!

Die Kommentare zu L1 unterscheiden sich grundlegend von denen zu G1/P1/P2 und zwar insofern, als dass hier keinerlei verbale Kommentierung vorliegt, sondern die jeweilige Fragennummer, maximal erreichbare Höchstpunktezahl und erreichte Punktezahl tabellarisch nach Klausurabschnitten aufgelistet ist.

Der langen Rede kurzer Sinn:

Note: 1,7

Aufgeschlüsselt wie folgt:

Teil 1 (Terminologische Fragen) – 14,5/20 Punkte
Teil 2 (Erzähltextanalyse) – 18/20 Punkte
Teil 3 (Epochen/Gattungen, Literaturtheorie) – 19/20 Punkte

Dass Teil 1 vergleichsweise der Schlechteste sein würde, war mir völlig klar. In der Tat habe ich aber sogar mehr Punkte dafür bekommen, als erwartet – gerechnet hätte ich mit etwa 12.

Dass ich für Teil 3 beinahe die volle Punkteanzahl bekommen habe, zaubert mir einen breiten und doch relativ ungläubigen Grinser ins Gesicht – besonders wenn ich darüber nachdenke, wie schwer mir dieser Teil schon beim Lernen insgesamt gefallen ist. Im letzten Semester, das ich ja umzugsbedingt mittendrin abgebrochen hatte, habe ich ja bereits bei der Romantik frustriert das Handtuch geworfen und die Literaturtheorien haben ihrerseits grundsätzlich jegliche, egal wie bruchstückhafte, Verinnerlichung verweigert. Ging einfach nicht ins Hirn.

Sehr interessieren würde mich, wo ich bei der Erzähltextanalyse Punkte verloren habe. So recht will mir das nicht eingehen – ich muss aber einräumen, dass ich die gesamte Fragestellung mittlerweile natürlich nicht mehr im Detail im Kopf habe – es wird daher ein Rätsel bleiben.

Zufrieden bin ich jedenfalls SEHR – und auch ein bisschen stolz, wenn ich meine unglaublichen Startschwierigkeiten mit diesem Modul bedenke und den grossen Unwillen, der damit natürlich einherging. Der Einsatz und Fleiss von Kommilitonin #C und mir im 2. Anlauf, allerdings, der hat sich sehr gelohnt und im Lauf des langsamen und gründlichen Erschliessens der Inhalte habe ich entdeckt, dass mir die Literaturwissenschaft offenbar doch wesentlich mehr zusagt, als Geschichte und Philosophie. Nicht zuletzt auch wegen des hohen Wiedererkennungseffekts, denke ich.

Grosse Erleichterung macht sich breit und jetzt kann ich mich endlich zu 100% auf L2 konzentrieren!

L1: abgehakt, erledigt, fertig, done, never again!

4 down, 7 more to go.


EDIT: Der Notenspiegel wurde mittlerweile bereits ebenfalls veröffentlicht.

126 Studenten haben die Klausur mitgeschrieben, 102 davon haben diese auch bestanden. 24, oder 19,05%, sind leider durchgefallen. Der Notenschnitt liegt bei 3,08.

Studienbriefe: komplett.

Nicht etwa, weil ich die fehlenden beiden endlich zugeschickt bekommen hätte… nein. Die L2-Modulsbetreuung hat heute offiziell bestätigt, dass es diese beiden nur als PDFs gibt… aus urheberrechtlichen Gründen.

Toll.

Dass ich die Möglichkeit habe, diese beiden Studienbriefe zu insgesamt ca. 600 Seiten im Büro auszudrucken und zu binden, ist in diesem Fall ein Riesenglück. Andere sind vermutlich nicht in dieser Position und müssen einen Copyshop bemühen… zu bestimmt keinem geringen Preis. Wie ärgerlich ist das denn!?

L2 Studienbriefe

Abgesehen von dieser unglaublichen Unannehmlichkeit, befinde ich mich gerade in dieser Phase, in der ich mich (noch) nicht vollständig auf das neue Semester einlassen kann, weil die Note des Letzten noch ausständig ist. Mittlerweile weiss ich das auch, dass ich mich nicht voll konzentrieren kann, bis ich Gewissheit habe und mache mir deswegen keine besonderen Sorgen, allerdings befinden wir uns jetzt fünfeinhalb Wochen post-Klausur auf der Zeitleiste – und da es sich hier um L1 handelt, gehe ich davon aus, dass es jetzt bald jeden Tag soweit sein könnte – und DAS macht mich sehr wohl unrund.

L2 Studienbriefe_2Was mich auch unrund macht, ist die Frage, wie dieses Hausarbeits-Semester anzugehen ist. Die Studienbriefe sind auf den ersten Blick sehr umfangreich – und dann soll man auch noch Zeit haben, eine Idee für eine Hausarbeit zu haben, zusätzliche Literatur zum Spezialthema zu lesen – und vielleicht sogar noch ein Praktikum zu machen?

Ich gehe davon aus, dass es selbstverständlich absolut machbar ist – aber mir fehlt gerade ein bisschen der Plan, die Richtung. Und dieses Gefühl mag ich nicht.

Wer von meinen Lesern hat denn schon Hausarbeiten geschrieben und mag vielleicht ein wenig zum Prozess eines Hausarbeitssemesters aus dem Nähkästchen plaudern? Würde mich sehr freuen!

Es ist da!

Arbeitstechniken LiteraturwissenschaftUnd mit „es“ meine ich weder meine heissersehnte L1-Note, noch die beiden noch ausständigen Studienbriefe. „Es“ ist das Buch zu den Arbeitstechniken – und somit leider das am wenigsten Relevante, but I take what I can get.

Gestern habe ich mich auch zum ersten Mal seit der Klausur wieder mit Kommilitonin #C getroffen – mein erstes Mal im Schanigarten für diese Saison, bei angenehmen 20 Grad und Kürbissuppe mit Zimt(!) und einem Kaffee Latte. Und zwar nicht etwa, um das nächste Semester zu planen – was das Ganze umso besser und schöner gemacht hat!

Tatsächlich Freunde finden auf der FernUni – ein wirkliches Kunststück für Einzelkämpfer wie uns Fernstudierende hinter all unseren Monitoren und in unseren Moodle-Lernumgebungen!

(Natürlich haben wir das nächste Semester auch kurz angerissen – im Zuge dessen Kommilitonin #C mir eine gute Anregung zum Thema Praxishausarbeit in L2 gegeben hat. Diese gilt es jetzt durchzudenken und eventuell zu planen – denn ganz unrecht hat sie natürlich absolut nicht! Näheres dann, wenn ich ein wenig darüber nachgedacht habe. Das Praktikum wollte ich nämlich eigentlich erst in L6 machen – aber die Möglichkeit, auf die sie mich mit der Nase gestossen hat, hat durchaus Potential – und erledigt wäre ja definitiv erledigt.)

Ich lese jedenfalls seit einigen Tagen im Studienbrief „Gattung/Format/Genre“ und finde ihn bis jetzt eigentlich ganz griffig. Es ist definitiv eine andere Zugangsweise, wenn man so einen Studienbrief lesen kann, wie ein Buch – nicht wie Textbausteine, die es am Ende eines Kapitels erstmal zu exzerpieren gilt. Zum ersten Mal verwende ich zum Lesen daher auch nicht die App Notability, in der man wie mit einem Highlighter Textstellen markieren kann, sondern einfach nur die iOS-native iBooks App, die eben eine reine Lese-App ist und mir zum Lesen eigentlich eh sympathischer ist.

Und da mir jetzt ein sinnvoller Abschlussatz fehlt, meine conclusio, weil Geo soeben Netflix aufgedreht hat und somit meine gesamte Aufmerksamkeitsspanne mit einem Schlag von diesem Posting abgelenkt hat, beschliesse ich dieses nun völlig unmotiviert und mitten im

Ein Monat

Ein Monat ist’s genau her, die Klausur. Natürlich gibt es noch keine Ergebnisse – man rechnet in 1-3 Wochen damit, erfahrungsgemäss. L1 ist immer 1-2 Wochen vor den G und P Einführungsmodulen da – kann mich noch gut an zermürbende Wartezeiten erinnern, als die einschlägigen KuWi-Gruppen auf Facebook bereits mit Freudesbekundungen zur bestandenen L1-Klausur explodiert sind, während die G/P-Leute immer noch wie auf Nadeln gesessen sind und erst ca. 2 Wochen später endlich aufatmen durften (- oder eben halt auch nicht).

Mit Sicherheit lässt sich jedenfalls sagen: verbleibende Wartezeit < bisherige Wartezeit.

In der Zwischenzeit habe ich mir – der Empfehlung im Hausarbeiten-Leitfaden für L2 folgend – das Buch „Arbeitstechniken Literaturwissenschaft“ von  Burkhard Moennighoff Eckhardt Meyer-Krentler bei Buch aktuell gekauft – und habe eine rechte Freude, da ich endlich den vor 2 oder 3 Jahren zum Geburtstag erhaltenen Buchgutschein eines Freundes, der sich in diesem Laden seine Brötchen verdient und ein amazon/Kindle-Verweigerer ist, sehr sinnvoll umsetzen konnte. Dankeschön, lieber #M!

Übrigens – noch ein Aufruf in eigener Sache: gibt es hier Leser/Innen, die jetzt ebenfalls L2 belegen, aus Österreich/näherer Umgebung kommen und eine Hausarbeit schreiben wollen? Bitte tretet dringend mit mir in Kontakt – wir suchen noch nach einer weiteren Person, die bei unserem Wunschprofessor schreiben möchten, da dieser ab einer Studentenanzahl von 5 um das OK als Betreuer bei der FernUni ansuchen kann. Nähreres gerne per Mail, wenn Ihr mich kontaktiert! Wir würden uns sehr freuen, da wir im Moment leider noch nur zu viert sind. Also bitte meldet Euch!:)

Umfassende Leseliste, Auszug aus den online Vorlesungen zu L1

Anbei findet Ihr die vorgeschlagene Leseliste zu allen in L1 behandelten Epochen, entnommen aus den online Vorlesungen, die natürlich nur L1-Belegern vorbehalten sind. Da man aber Literaturvorschläge zu diversen Epochen grundsätzlich ohnehin überall im Internet finden kann – dies also natürlich kein Hagen-spezifisches Wissen ist – gehe ich davon aus, die Leseliste hier teilen zu dürfen. Zum Teil ist es auch einfach eine Gedankenstütze für mich selbst, anhand derer ich „abhaken“ kann, was ich bereits selbst gelesen habe, zum Teil kann sich der zukünftige L1-Beleger schon vorab, so er denn Lust dazu hat, anhand der Leseliste ein wenig mit der Materie beschäftigen.

(Hinweis: das Lesen der hier angeführten Literatur ist für das Bestehen von L1 keine Voraussetzung!)

Fettgedruckt ist das von mir bereits Gelesene, bzw. das gerade aktuell auf meinem Kindle Befindliche. Ziel ist, aus jeder Epoche mindestens drei Werke zu lesen.

Für eine Liste an Quellen für gratis eBooks, folgt bitte diesem Link.


Aufklärung

Barthold Heinrich Brockes | Irdisches Vergnügen in Gott
Friedrich von Hagedorn | Versuch in poetischen Fabeln und Erzehlungen
Johann Christoph Gottsched | Der sterbende Cato
Christian Fürchtegott Gellert | Das Leben der schwedischen Gräfin von G***
Friedrich Gottlieb Klopstock | Messias
Gotthold Ephraim Lessing | Miss Sara Sampson
Lessing/Diderot | Das Theater des Herrn Diderot
Christoph Martin Wieland | Geschichte des Agathon
Gotthold Ephraim Lessing | Emilia Galotti
Gotthold Ephraim Lessing | Nathan der Weise

Sturm und Drang

Johann Gottfried Herder | Auszug aus einem Briefwechsel über Ossian
Johann Gottfried Herder | Stimmen der Völker in Liedern
Johann Wolfgang Goethe | Rede zum Shakespeare Tag
Johann Wolfgang Goethe | Götz von Berlichingen
Johann Wolfgang Goethe | Die Leiden des jungen Werthers
Johann Wolfgang Goethe | „Urfaust“
Friedrich Schiller | Die Räuber
Friedrich Schiller | Kabale und Liebe
Jakob Michael Reinhold Lenz | Der Hofmeister oder Vortheile der Privaterziehung

Klassik

Friedrich Schiller | Maria Stuart
Friedrich Schiller | Wallenstein
Friedrich Schiller | Über Anmut und Würde
Friedrich Schiller | Über naive und sentimentalische Dichtung
Johann Wolfgang Goethe | Iphigenie auf Tauris
Johann Wolfgang Goethe | Faust I
Johann Wolfgang Goethe | Römische Elegien
Goethe/Schiller | Musenalmanach für das Jahr 1798 (Balladen)

Frühromantik

Ludwig Tieck | Der blonde Eckbert
Ludwig Tieck | Der gestiefelte Kater
Wilhelm Heinrich Wackenroder | Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders
Friedrich Schlegel | Lucinde
Novalis | Hymnen an die Nacht
Novalis | Heinrich von Ofterdingen

Hoch- und Spätromantik

Heinrich von Kleist | Das Käthchen von Heilbronn oder Die Feuerprobe.
Achim von Arnim/Clemens Brentano | Des Knaben Wunderhorn
Jakob und Wilhelm Grimm | Kinder- und Hausmärchen
Ludwig Uhland | Schwäbische Kunde
E.T.A. Hoffmann | Der goldene Topf
E.T.A. Hoffmann | Der Sandmann
Joseph von Eichendorff | Aus dem Leben eines Taugenichts
Ludwig Tieck | Waldeinsamkeit

Junges Deutschland/Vormärz

Heinrich Heine | Reisebilder (3 Teile)
Ludwig Börne | Briefe aus Paris
Christian Dietrich Grabbe | Napoleon oder die 100 Tage
Georg Büchner | Danton‘s Tod
Georg Büchner | Lenz
Georg Büchner | Woyzeck
Heinrich Heine | Deutschland, ein Wintermärchen

Realismus

Gustav Freytag | Soll und Haben
Gottfried Keller | Die Leute von Seldwyla

Ästhetizismus

Stefan George | Algabal
Stefan George | Das Jahr der Seele
Hugo von Hofmannsthal | Der Tor und der Tod
Hugo von Hofmannsthal | Poesie und Leben
Hugo von Hofmannsthal | Ein Brief
Hugo von Hofmannsthal | Das Gespräch über Gedichte
Arthur Schnitzler | Leutnant Gustl
Thomas Mann | Die Buddenbrooks
Thomas Mann | Der Tod in Venedig
Rainer Maria Rilke | Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge

Avantgarde

Franz Kafka | Brief an den Vater
Franz Kafka | Die Verwandlung
Franz Kafka | Der Process
Franz Kafka | Das Schloß
Georg Kaiser | Von morgens bis mitternachts
Georg Kaiser | Die Bürger von Calais
Gottfried Benn | Morgue und andere Gedichte
Gottfried Benn | Gehirne
Gottfried Benn | Probleme der Lyrik
Alfred Döblin | Ermordung einer Butterblume
Alfred Döblin | Berlin Alexanderplatz
Ernst Stadler | Der Aufbruch
Walter Hasenclever | Der Sohn
Kurt Pinthus | Menschheitsdämmerung
Franz Werfel | Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig
Ernst Toller | Die Wandlung

Neue Sachlichkeit

Thomas Mann | Der Zauberberg
Hermann Hesse | Der Steppenwolf
Erich Maria Remarque | Im Westen nichts Neues
Bertolt Brecht | Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny
Bertolt Brecht | Aus dem Lesebuch für Städtebewohner
Robert Musil | Der Mann ohne Eigenschaften
Carl Zuckmayr | Der Hauptmann von Köpenick
Ödon von Horvath | Geschichten aus dem Wiener Wald
Irmgard Keun | Gilgi – eine von uns
Irmgard Keun | Das kunstseidene Mädchen
Hans Fallada | Kleiner Mann – was nun?

Exilliteratur

Johannes R. Becher | Deutscher Totentanz
Lion Feuchtwanger | Geschwister Oppermann
Lion Feuchtwanger | Exil
Thomas Mann | Joseph und seine Brüder
Thomas Mann | Lotte in Weimar
Heinrich Mann | Die Jugend des König Henri Quatre
Heinrich Mann | Die Vollendung des König Henri Quatre
Irmgard Keun | Nach Mitternacht
Anna Seghers | Das siebte Kreuz
Amma Seghers | Transit
Bertolt Brecht | Furcht und Elend des Dritten Reiches
Bertold Brecht | Svendborger Gedichte
Bertold Brecht | Mensch von Sezuan
Bertold Brecht | Mutter Courage und ihre Kinder

Pünktlich zu den Iden des März…

L2 Google Drive…wurden die Studienmaterialien für das Sommersemester 2016 freigeschaltet – zumindest für das Modul L2, für die anderen Module kann ich nicht sprechen. Und strebsam und voller Vorfreude, wie ich am Ende eines Semesters, bzw. am Beginn eines neuen Semesters nun einmal bin, habe ich sie mir auch sogleich gespeichert und ins Google Drive hochgeladen, von wo aus ich sie auf alle meine mobilen Geräte weiterleite. So ein jungfräulicher Modulsordner ist jedes Semester aufs Neue verführerisch und lässt mich auf mehr freuen…

…und an meiner Ordner-Nomenklatur lässt sich auch ablesen, dass das SS 2016 bereits mein 6. Semester an der FernUni sein wird. 6! (Wäre ich Vollzeitstudentin, wäre das nächste im Idealfall mein letztes Semester.) Es macht mich stolz, dass ich seit nunmehr 5 Semestern mit vollem Einsatz bei der Sache bin und mir – trotz dem umzugsbedingten Aussetzer im SS 2015, den ich mittlerweile einfach hinnehme – längst nicht mehr die Option gebe, einfach wieder aufzuhören, wenn es doch zu mühsam werden sollte. Im Gegenteil, ich bin motivierter denn je, besonders in dem Wissen, dass ich jetzt (vermutlich) alle Einführungsmodule aller drei Teildisziplinen geschafft habe und ich das Studium jetzt auf ganz andere Art erleben werde, als es bis jetzt im Hinblick auf die massiven Endklausuren immer der Fall war. Meine erste Hausarbeit steht an und ich freue mich tatsächlich schon sehr auf den Schreibprozess, der meine Uniabende sicher anders gestalten wird, als bisher. Wenn ich daran denke, dass alleine der Exzerpierprozess wegfallen wird…!

Hier nocheinmal zusammengefasst, das Modul L2:

Das Modul führt in das gegenseitige Bedingungsverhältnis von Kultur, Literatur und Medien ein. Um Literatur zu verstehen, benötigt man einen reflektierten Begriff der Kultur; Kultur und Literatur sind strukturiert durch die Logik der in ihr verwendeten Medien; die Funktionsweise von Medien spiegelt einen angeleiteten Durchgang durch die Medien, die unsere Kultur besonders geprägt haben (Schrift, Buchdruck, Post, Photographie, Phonographie, Telefonie, Film, Radio, Fernsehen, Computer/Internet). Über Ausschnitte aus literarischen Texten und entsprechende Übungsaufgaben wird beispielhaft deutlich gemacht, in welcher Weise Literatur auf Medien reagiert. Im zweiten Kurs, „Perspektiven auf Kultur und Medien“, wird der enge Zusammenhang von medialen Praktiken und Kultur mit Hilfe einer Auswahl theoretischer Positionen in fünf Zugriffen – (re)konstruieren, lokalisieren, (um)werten, Performanz, Kulturen des Wissens – entfaltet. Der dritte Kurs „Gattung/Genre/Format“ macht mit Problemen der Gattungstheorie vertraut und zeigt, in welcher Weise literarische Texte, aber auch filmische Narrationen stets bestimmter kultureller Formen und Formate bedürfen.

Spannend. Per Post sind meine Studienbriefe leider noch nicht gekommen, auch die Moodle-Umgebung ist freilich noch nicht zugänglich, denn das Semester beginnt offiziell ja auch erst am 1. April. Trotzdem werde ich mit dem Lesen bereits vorab beginnen, ich freu mich schon!

 

Zeit für Ernsthaftigkeit

Die Klausur ist vorbei – jetzt kann ich mich endlich guten Gewissens dem Ernst des Lebens zuwenden: dem Seppo Blog Award, nämlich – nein, entschuldigung, der Seppo Blog Auszeichnung natürlich, die zu gewinnen ich mir zu meinem höchsten Lebensziel nach dem Abschluss dieses hier dokumentierten Studiums gemacht habe.

Ja, ernsthaft – und um das Unerreichbare ein Stück näher in meinen unwürdigen Orbit zu ziehen, mache ich mich hiermit ans Beantworten des verpflichtenden Fragebogens, ohne den man gar nicht erst in die nächste Evaluierungsrunde aufgenommen wird – und da könnte ich mir quasi gleich selbst das Herz mit einem Löffel aus dem Brustkorb pulen.

Worum es geht? Nun ja…

„…es geht ja nicht um irgend eine belanglose Auszeichnung, die cainerley Folgen für den Sieger hat, sondern es geht um eine belanglose Auszeichnung, die cainerley Folgen für den Sieger hat!“ – Seppo

Daher ohne weitere Umschweife, hier mein natürlich völlig ernstgemeinter Seppo-Beeindruckungs-Versuch.


 

#sba2016: Der Fragebogen

Seppo Blog Award FragebogenWas haben Seppo und Du gemeinsam?

Das ist ja ein toller Einstieg in den Fragebogen – ist die Antwort darauf wirklich so offensichtlich, oder ist das eine Art Fangfrage? Da fühle ich mich gleich ein paar Tage in der Zeit zurückversetzt, zurück zu meiner L1-Klausur – und ich bin mir bis heute nicht sicher, ob ich dem Prüfer mit meiner Antwort zum Narrativen Modus nicht vielleicht doch auf den Leim gegangen bin. So einfach konnte es einfach nicht sein! Seppo? Ist die richtige Antwort wirklich „einen Blog“? Shit, hab ich Versagensangst!

Wieso hättest Du die SBA nicht verdient?

Weil ich gleich auf die allererste Frage des alles-entscheidenen Fragebogens nicht die richtige Antwort kenne.

Eine Woche lang keine (soziale) Technik: kein Handy, kein Facebook, kein Blog – nichts. Was würde das mit Dir machen?

Darf ich dann wenigstens SWTOR spielen? Ein Haufen Geeks, die sich vor langer Zeit mit virtuellen Lichtschwertern in einer weit, weit entfernten Galaxie duellieren, können nicht als „sozial“ durchgehen, oder? Wenn nicht – dann muss wahrscheinlich der oben erwähnte Löffel zum Einsatz kommen.

Was inspiriert Dich für Deine Themen?

Meine universitäre Versagensangst und meine Zwangsstörung, jedes Detail meines Lebens zu dokumentieren und zu archivieren. Man stelle sich nur vor, ich wüsste in 10, 20 Jahren das genaue Datum der Klausur irgendeines Einführungsmoduls nicht mehr – und die zugehörige genaue Anzahl an Tagen und Stunden, die ich dazu in der Bibliothek verbracht habe?

Wer hat Dir das Hirn so manipuliert, dass Du bei so einem Wettbewerb teilnimmst? 

Wie ich festgestellt habe, hat der regelmässige Konsum des seppologs zum Teil besorgniserregende Auswirkungen auf die Sichtweise des eigenen, normalerweise völlig ernstzunehmenden Blogs – anders kann ich es mir auch nicht erklären.

Wer sollte Deinen Blog besser nicht lesen?

Ein gewisser sehr guter Freund von mir, der diesen Blog gleich nach der ersten Verlinkung des ersten Artikels auf meinem FB-Profil als „seltsamen Auswuchs“ bezeichnet hat. Der soll sich bloß nocheinmal hierherverirren – dann werd ich ihm schon seltsame Auswüchse zeigen! (#sba2016)

Auf einer Skala von eins bis zehn: Was isst Du am liebsten?

Ja.

Welchen Titel hatte Dein erster Blog-Eintrag, welchen wird Dein letzter haben?

Mein erster hiess völlig uninspiriert „Herzlich Willkommen!“ – mein letzter heisst dann wahrscheinlich „Ich bin endlich Bachelor(ette)!“, oder „Ich habe den #sba2016 gewonnen!“, je nachdem, was zuerst eintritt. In beiden Fällen habe ich dann ja quasi ausgesorgt.

Was frühstückst Du?

Die Zecherln meines Sohnes. Und das meine ich völlig ernst.

Katze oder Hund?

Wellensittich! Die Katzen dieser Welt haben sich zusammengerottet, um mir einen möglichst qualvollen Tod durch Ersticken und/oder Ertrinken im Sekret meiner rinnenden Augen/Nase zu bereiten. Ein Hund bleibt mir in diesem Leben leider auch verwehrt, weil der andauernd irgendwo stundenlang ins Freie muss um dort sinnlos herumzurennen – und dorthin kann ich meine Couch leider nicht mitnehmen.

Hast Du sonst niemanden, dem Du das alles erzählen könntest?

Nein, wen sollte das alles interessieren???

Wer liest Dich überhaupt?

Na, der Seppo, hoffentlich! Und angeblich 249 Follower aus dem universitären Umfeld. (Bei denen ich jetzt wahrscheinlich vollkommen untendurch bin.)

Was müsste geschehen, dass Du mit dem Bloggen aufhörst?

Sudden death, beziehungsweise wohl das Erlangen meines BAs.

Welche Eigenschaft an einem Menschen schätzt Du am meisten?

Hier mal eine ernste Antwort: Ehrlichkeit und Verlässlichkeit. Und ein gewisses Maß an Alltags-OCD, das meinem zumindest nahekommt.

Was ist Deine beste Eigenschaft?

Ehrlichkeit, Verlässlichkeit – und ein möglicherweise übertriebenes Maß an Alltags-OCD.

Was ist Dein größter Fehler?

Ehrlichkeit, Verl… well, you get the picture.

Wie, denkst Du, sehen Dich die anderen Menschen?

Ehrlich, verl… ok, Schluss damit. Die meisten sind vermutlich der Meinung, ich hätte einen Poscher.

Was würdest Du niemals in einem Blog posten?

Ein Foodstagram! Das würde ich mich nicht trauen – Frau Kollegin D.

Glaubst Du neben Seppos Blog noch an andere Wunder?

Das muss ich ja – wie sonst sollte ich meinen BA jemals erreichen? Oder gar meinen MA?

Wenn Du einen Gegenstand in eine Zeitkapsel tun könntest, welche erst in 100 Jahren geöffnet werden würde, welcher Gegenstand wäre das?

Vermutlich ein Pommes vom McD’s. Alles andere würde ja mit der Zeit kaputt gehen.

Was bedeutet Schreiben für Dich, was macht es mit Dir?

Es macht, dass 8 meiner 10 Finger in schnellem Stakkato systematisch über meine Tastatur gleiten.

Wie kriegst Du Seppo ins Bett?

Die Fragen, die es vorher auf jeden Fall zu klären gilt: Schnarcht er? Nimmt er mir in der Nacht meine Decke weg? Akzeptiert er kalte Füsse zwischen seinen Waden? Was sagt seine Mitbewohnerin dazu? Danach können wir gerne über die eigentliche Frage sprechen.

Was macht Mannsein für dich aus, was Frausein?

Ich war noch nie ein Mann, daher kann ich dazu leider nichts sagen. Frauen werden meistens durch ihre Vagina definiert – und definitiv durch lange Haare, wenn man so manchem Mann Glauben schenken mag. (#stillnotgrowingoutmypixiecut)

Was bedeutet das Konzept der ewigen Liebe für Dich? Ist es möglich? Wünschenswert?

Zwischen Eltern und Kindern – keine Frage. Zwischen zwei Menschen in einer Beziehung – nein. Soll biologisch auch nicht so sein, ist meiner Meinung nach der Abwechslung wegen auch nicht wünschenswert, und gibt es maximal in Form einer Art „Liebe aus Gewohnheit“, die sich halt irgendwann mal einstellt – oder eben auch nicht.

Warum sind 28 Fragen zuviel?

Sind es tatsächlich 28 Fragen? Ich habe die Nummerierung entfernt, da kann ich nicht mehr mitreden.

Blogger seien Selbstdarsteller, heißt es oft. Warum stimmt das – und ist das schlimm?

Siehe oben, siehe meine Archive.

Warum machst Du bei dieser Nummer mit?

Ruhm, Ehre, Clicks, Likes, Seppos Aufmerksamkeit! Obviously.

Wie löst Du zwischenmenschliche Konflikte? Offensiv, defensiv oder gar nicht?

Ich bin ein sehr friedfertiger Mensch, aber wenn man mir blöd kommt – fress‘ ich meinen Frust solange in mich rein, bis sich meine gesamte aufgestaute Aggressivität explosionsartig extrem passiv entlädt!


So. Und? Hab ich jetzt gewonnen?